Leberzirrhose

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Leber- und Gallenbeschwerden | Expertenfrage

05.12.2017 | 14:33 Uhr

Hallo,

Nachdem mein GPA und GOT werte leicht erhöht waren schickte mich mein Hausarzt zum CT und danach zum Internisten. Beim CT stellte man fest: trotz Kontrastmittelgabe relativ hypodenses Leberparenchym von 50HU. Erhebliche Steatosis Hepatitis.
Ich bin 36 und wog zu diesem Zeitpunkt 103kg bei 179cm.
Als ich zum Internisten kam führte dieser noch eine Sonografie durch und stellte auch eine Fettleber und eine zu kleine Schilddrüse fest. Deshalb muss ich jetzt L-Thyroxin nehmen. Blut musste ich bei diesem auch abgeben.
Als ich gestern zur Besprechung der Blutwere kam wurde mir eröffnet dass ich eine Eisenspeicherkrankheit haben könnte. Hierzu wurde mir erneut Blut abgenommen um einen Gentest durchzuführen.

Gestern habe ich natürlich begonnen darüber nachzulesen.
Jetzt zu meiner Frage kann es sein dass die Ärzte die Fettleber mit einer Leberzirrhose verwechselt haben? Die Eisenspeicherkrankheit, wenn sie früh erkannt wird, ist ja nicht ganz so schlimm. Trotzdem habe ich jetzt Angst dass ich eine Leberzirrhose haben könnte

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Experte-Ohlert
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07.12.2017, 13:43 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Mit der Sonographie kann man zwar sehr gewichtige Hinweise auf eine Verfettung, eine Fibrose oder eine Zirrhose der Leber erheben - aber es handelt sich dennoch stets um ein indirektes Verfahren. Eine feingewebliche Untersuchung der Leber (also eine Gewebeprobe aus der Leber) vermag eine deutlichere Differenzierung zu geben. Aber die Gewinnung einer solchen Gewebeprobe ist nicht ohne Risiko und wird deshalb natürlich nur dann unternommen, wenn es zu erwarten steht, dass sich konkrete therapeutische Maßnahmen ableiten lassen.

In wie weit dies der Fall ist, kann aus der Ferne natürlich nicht gesagt werden.

Deshalb liegt meist keine "Verwechslung" vor, sondern es liegt an der schwierigen Erreichbarkeit des Organs. Ohnehin sind die Übergänge zwischen den genannten Erkrankungen fliessend.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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07.12.2017, 21:41 Uhr
Antwort

Wenn aber der De-Ritis-Qutient deutlich unter 1 ist dann würde das doch für die Leberverfettung und gegen die Zirrhose sprechen. Oder habe ich das falsch verstande?

Experte-Ohlert
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08.12.2017, 07:29 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

Naja, es mag ein wenig in diese Richtung interpretierbar sein, beweist aber gar nichts !

Gruß

 

Dr. Peter Ohlert

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