Guter Vorsatz Nummer eins

Stress gezielt abbauen

Skilanglauf,Stressabbau
Auf zwei Langlauf-Skiern durch die Winterlandschaft gleiten - das entspannt.
Getty Images/Ingram Publishing

Der am häufigsten genannte gute Vorsatz für 2014 war bei den Deutschen: "Weniger Stress". Lifeline zeigt, wie Stressabbau funktioniert.

Alltag, Job, Familie – jeder Tag bringt Stress in unterschiedlichster Form. Zu den Krankheitsbildern, die durch Stress negativ beeinflusst werden, gehören Bluthochdruck, Herzschwäche, periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), Schlaganfall und Herzinfarkt und einige mehr. Kein Wunder, dass die meisten Deutschen sich fürs neue Jahr vorgenommen haben, Stress abzubauen.  Regelmäßige Entspannungsprogramme sind dabei besonders hilfreich.

Stresshormone sind Gift für die Gefäße

Der Grund, warum sich Stress so auf die Gesundheit geht, sind die Stresshormone. Adrenalin steht dabei an erster Stelle. Diese Botenstoffe peitschen das Herz unnötig an, verengen die Gefäße in der Körperperipherie und verhindern eine gleichmäßige Versorgung des gesamten Körpers mit Sauerstoff, da sie den Organismus auf "Kampf und Flucht" umschalten. Ohne ein vernünftiges Ventil für solche negativen Belastungen kommt der Körper in Dauerstress und Gefäßkrankheiten wird Tür und Tor geöffnet. Um sich dagegen zu schützen, muss man die Stresshormone wieder abbauen oder am besten gar nicht erst entstehen lassen.

Frische Luft entspannt

Bewegung an der frischen Luft, am besten gemächlich und in schöner Landschaft, ist dafür geradezu ideal. Schon eine halbe Stunde spazieren zu gehen oder zu walken an drei bis vier Tagen pro Woche kann Bluthochdruck und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant senken. Weitere geeignete Sportarten sind übrigens auch Schwimmen oder Skilanglauf.

Entspannungstechniken erlernen

Wenn der Kopf frei ist, kann sich auch der Körper wieder entspannen. Tai Chi, Yoga, Meditation, Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training lassen sich am besten in einem Kurs erlernen. Volkshochschulen, Gesundheitszentren und Fitnesscenter bieten sie an. Unter geschulter Anleitung, gemeinsam mit Gleichgesinnten, lassen sich die Techniken oft bereits in wenigen Stunden erlernen.

Bäder und Massagen entspannen nicht nur

Wer sich Zeit dafür nehmen kann, Stress in den Griff zu bekommen und sich richtig zu entspannen, für den eignet sich eine Kur mit Balneotherapie als Gesundheitsurlaub. Bäder und Massagen entspannen Geist und Körper und kurbeln zugleich den Blutkreislauf an. Bestimmte Heilwässer mit einem hohen Gehalt an Kohlendioxid unterstützen zusätzlich die Gesundheit. Sie verbessern die Blutfließeigenschaften und sind wichtig für alle, die sich im Alltag wenig bewegen.

Die Krankenkassen zahlen präventive Maßnahmen

Wer einen individuellen Gesundheitsurlaub plant, kann bei seiner Krankenkasse nach einem Zuschuss für die Anwendungen fragen. In der Regel übernehmen gesetzliche Krankenkassen bis zu 80% der Kosten pro Jahr. Für Anreise und Unterkunft muss man beim Gesundheitsurlaub, anders als bei der regelrechten Kur, aber alleine aufkommen. Voraussetzung für die Bezuschussung ist, dass es sich um anerkannte Anbieter mit entsprechend qualifiziertem Personal handelt. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Krankenkasse oder im Kurort selbst nach.

Elf schnelle Stress-Killer
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    Streicheleinheiten

    In den Arm nehmen, ein bisschen kuscheln oder sogar noch mehr. Schmusen und Sex lösen Verspannungen und senken den Blutdruck. Und wenn Sorgen abends das Einschlafen verhindern: Sex macht müde und glücklich, der Schlaf kommt danach wie von selbst.

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    Ordnung schaffen

    Herrscht in der Wohnung Chaos und müssen Sie ständig etwas suchen, steigert das auf Dauer empfindlich den Stresspegel. Besser: Räumen Sie alles ordentlich auf. Dann müssen Sie nicht mehr lange suchen. Und in den aufgeräumten Räumen fühlen Sie sich entspannter als im Chaos.

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    Rasen mähen

    Rasenpflege hilft gegen Stress. Nicht jedoch - wie viele jetzt meinen -, weil die Tätigkeit im Freien die Nerven beruhigt. Rasenmähen kann noch mehr. Eine Studie hat gezeigt, dass der Geruch von frisch geschnittenem Gras Stresshormone im Gehirn abbremst.

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    Mit Hund oder Katze spielen

    Tiere lieben uns bedingungslos - egal wie alt, jung oder krank wir sind. Wenn Sie Ihren Hund streicheln, werden Glückshormone freigesetzt, schädliche Stresshormone werden dagegen weniger ausgeschütttet.

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    Orangensaft trinken

    Vitamin-C-haltiges Gemüse und Obst - wie Orangen und Orangensaft - können dabei helfen, Stress abzubauen. Das Vitamin unterstützt nämlich den raschen Abbau von Stresshormonen.

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    Singen

    Allein, zu zweit oder im Chor: Wer singt, ist weniger gestresst. Das zeigen Studien. Die Atmung wird tief und gleichmäßig, der Herzschlag beruhigt sich.

    Getty Images/iStockphoto

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    Ein kleiner Lauf

    Ein kurzer Sprint oder anderes Training, das ins Schwitzen bringt, baut sofort Stress ab und unterstützt die Ausschüttung von Glückshormonen.

    Getty Images/iStockphoto

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    Kaugummi kauen

    Der Blutdruck sinkt und Stresshormone werden gezügelt: Kaugummi kauen ist in Stresssituationen wie Prüfungen sinnvoll - denn das Kauen erhöht zusätzlich die Konzentration.

    (c) 2008 Thinkstock Images

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    Musik hören

    Kaum etwas anderes beruhigt beanspruchte Nerven so gut wie ruhige Musik. Die Gedanken können dabei auf eine angenehme Fantasiereise gehen und der Alltag mit seinem Stress verschwindet.

    Thinkstock

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    Lavendelduft

    Auch gegen Stress hilft die Aromatherapie: Atmen Sie ein paar mal tief den Duft von Lavendel ein und Sie werden spüren, wie Sie sich entspannen.

    (c) Tay Jnr

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    Herzhaft lachen

    Lachen befreit, aktiviert die Ausschüttung von Endorphinen und entspannt. Studien zeigen: Sogar wenn Sie gar nicht richtig lachen, sondern nur so tun als ob, hat es diese positive Wirkung, wenn auch nicht ganz so stark wie beim echten Lachen.

    (c) Barry Austin Photography

Autor: Susanne E. Kaiser / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 29. Dezember 2013
Quellen: Nach Informationen von Deutsche Hochdruckliga e.V., Deutsche Hypertonie Gesellschaft, Deutsche Gefäßliga und Deutscher Bäderverband

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