Verhaltenstherapie

Forschungsarbeit soll Therapie von Zwangsstörungen verbessern

Forschungsarbeit soll Therapie von Zwangsstörungen verbessern
Menschen mit Waschzwang befürchten mit Krankheitserregern oder Schmutz in Kontakt gekommen zu sein.
(c) Stockbyte

Wissenschaftler aus Gießen untersuchen, welchen Einfluss die kognitive Verhaltenstherapie auf die Gehirnaktivität von Menschen mit Waschzwängen hat.

Gerade erst hat die Verhaltenstherapeutische Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) in Kooperation mit dem Bender Institute of Neuroimaging (B.I.O.N.) einen neuen Forschungsschwerpunkt für den Bereich Zwangsstörung entwickelt. Dennoch arbeiten Forscher schon jetzt eifrig an einem Forschungsprojekt, das sich mit einer kognitiven Verhaltenstherapie speziell für Menschen mit Waschzwängen befasst. Die Wissenschaftler untersuchen die messbaren Veränderungen in der Gehirnaktivität der Patienten, die eine entsprechende Psychotherapie in Anspruch nehmen.

Die Untersuchungen werden vor und nach der psychotherapeutischen Behandlung durchgeführt. Mit Hilfe des Kernspintomografen soll der Einfluss der Behandlung auf jene Hirnregionen untersucht werden, die an der Entwicklung einer Zwangsstörung beteiligt sind. Die Forscher erhoffen sich dadurch ein besseres Verständnis der Störung und langfristig eine Verbesserung der Therapie von Zwangsstörungen. So sollen die Betroffenen in Zukunft noch schneller gezielt vermittelt werden und eine spezialisierte Verhaltenstherapie erhalten.

Etwa 2,5 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an einer Zwangsstörung. Häufig werden die Betroffenen von bestimmten, immer wiederkehrenden Gedanken eingeholt. Im Falle des Waschzwangs befürchten sie, mit Krankheitserregern oder Schmutz in Kontakt gekommen zu sein. Diese Befürchtungen kommen immer wieder auf und lösen ungeheure Anspannung und Angst aus. Um diese Gefühle zu vermindern, entwickeln die Betroffenen ritualisierten Verhaltensweisen wie etwa ständiges Händewaschen.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2012
Quellen: Nach Informationen des Bender Institute of Neuroimaging

Neueste Fragen aus der Community
Aktuelle Top-Themen
Die schlimmsten Drogen sind legal
Alkohol und Nikotin bleiben Top-Suchtmittel

Eine Badewanne voll Bier, Wein und Schnaps trinkt jeder Deutsche im Jahr mehr...

Ebolapatient soll nach Hamburg kommen
Kaum Ansteckungsgefahr für Bevölkerung

Die Hamburger Uniklinik erhielt eine entsprechende Anfrage - und sagte zu mehr...

Wodka-Husten: Was fehlt den britischen Mallorca-Urlaubern?
Mysteriöse Atemwegserkrankung betrifft nur Engländer

Mysteriöser Hustenreiz befällt bislang nur englische Mallorca-Touristen mehr...

Kaffee tut gut – auch in den Wechseljahren
Koffein und Wechseljahrsbeschwerden

Gerade zu Beginn der Wechseljahre müssen Frauen nicht auf Koffeingenuss verzichten mehr...

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Ratgeber
  • HaarausfallHaarausfall

    So stoppen Sie hormonell erblich bedingten Haarausfall und stärken Ihr Haar von Innen

  • SchönheitsoperationenSchönheitsoperationen

    Von Brustvergrößerung bis Fettabsaugen: Alle wichtigen Infos zu den häufigsten Schönheits-OPs

  • NagelpilzNagelpilz

    Nagelpilz ist häufig ein verschleppter Hautpilz. Erfahren Sie mehr über Erkrankung und Behandlung

Zum Seitenanfang