Hautkrankheiten

Neurodermitis

Atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis

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Bei Neurodermitis ist die Pflege der Haut enorm wichtig
(c) Stockbyte

Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist eine chronische Erkrankung mit Hauttrockenheit sowie einer Neigung zu Ekzemen (Entzündungen der Oberhaut) und Juckreiz.

Anstelle von Neurodermitis wird in der modernen Dermatologie bevorzugt von der atopischen Dermatitis oder vom atopischen Ekzem gesprochen. Denn der Begriff "Neurodermitis" wurde Ende des 19. Jahrhunderts geprägt, als irrtümlich ein Zusammenhang zwischen den Hautveränderungen und einer Entzündung von Nerven angenommen wurde (neuron = Nerv, Dermatitis = Hautentzündung).

Unter einer Dermatitis oder einem Ekzem versteht man allgemein eine Entzündung der Haut, ganz unabhängig von der Ursache. Der Begriff "Ekzem" betont zusätzlich die lange Bestandsdauer (Chronizität) der entzündlichen Hautveränderungen.

Neurodermitis ist erblich

  • “Was ist Neurodermitis? Ist die Krankheit heilbar? Was kann man gegen Juckreiz tun?” Gerade nach der Diagnosestellung kommen viele Fragen auf, für deren ausführliche Beantwortung sich in einer Sprechstunde oft kein Platz findet. Die von der Stiftung Gesundheit zertifizierte Lektüre “Neurodermitis: 100 Fragen – 100 Antworten” setzt genau hier an und bietet reichlich Informationen. Der Ratgeber beantwortet nahezu jede Frage, die sich Betroffene, Angehörige oder auch niedergelassene Therapeuten zum Thema stellen. Notwendige Informationen sind rasch zur Hand und unterstützen das Verständnis hinsichtlich der Krankheit. Der Ratgeber für Betroffene und Angehörige hat 81 Seiten.

Weil Neurodermitis im Wesentlichen auf einer erblichen Veranlagung beruht, können Ekzemschübe auch ohne erkennbare äußere Ursache, wie zum Beispiel eine Kontaktallergie, auftreten. Dies ist der Grund für die Bezeichnungen endogenes Ekzem oder atopisches Ekzem. Endogen bedeutet "von innen her kommend" (endo- = innen; -gen = herkommend). "Atopisch" bedeutet eigentlich "fehl am Platze" (a- = un-, fehl-; topos = Ort, Platz).

Die Bereitschaft (Disposition), ein atopisches Ekzem zu entwickeln, wird vererbt und geht häufig mit einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen und Bronchialasthma einher. Atopisches Ekzem, Heuschnupfen und Bronchialasthma werden daher auch als atopische Erkrankungen bezeichnet.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2013

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