Gelenkentzündung bei Schuppenflechte?

Psoriasis-Arthritis: Überblick

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Psoriasis-Arthritis ist eine Unterart der Psoriasis

Bei der Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine mit dem Morbus Bechterew und den reaktiven Arthritiden teilweise eng verwandte entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig und konsequent behandelt, kann es zur fortschreitenden Zerstörung der Gelenke kommen.

Die Psoriasis-Arthritis – auch Psoriasis arthropatica genannt – ist sie eine spezielle Verlaufsform der im Volksmund auch als Schuppenflechte bekannten Hauterkrankung Psoriasis. Etwa 5-30 Prozent aller Schuppenflechte-Patienten erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Psoriasis-Arthritis. Männer und Frauen sind dabei etwa gleich häufig betroffen.

Die Krankheit äußert sich in schmerzhaft entzündlichen Veränderungen der Gelenke. Diese Gelenkbeschwerden können den für Psoriasis typischen Hautveränderungen vorausgehen, gleichzeitig mit diesen auftreten oder diesen folgen. Meist treten die Haut- und Gelenkprobleme jedoch gemeinsam auf.

Psoriasis-Arthritis: Eine zusätzliche Untersuchung beim Hautarzt ist wichtig!

Die Hautveränderungen manifestieren sich gelegentlich an eher schlecht sichtbaren Stellen oder in untypischer Form (beispielsweise als scheinbar unspezifisches Ekzem in der Analfalte oder im Nabelbereich). Neben der rheumatologischen Untersuchung ist deshalb immer auch eine ausführliche hautärztliche Untersuchung notwendig.

Die Erkrankung verläuft in der Regel schubweise. Am Erkrankungsprozess sind Gelenke, Knochen sowie teilweise auch der Sehnenapparat des Skeletts in unterschiedlicher Ausprägung beteiligt. Am häufigsten sind die kleinen Gelenke von Händen und Füßen betroffen: insbesondere im Bereich der Finger und Zehen, seltener die Gelenke der Wirbelsäule. Oft ist der Bereich der Ileosakralgelenke, also die Gelenkverbindungen zwischen Becken und Kreuzbein, befallen.

Physiotherapie und Medikamente sind wichtige Säulen der Therapie

Die Behandlung der Psoriasis-Arthritis stützt sich auf zwei zentrale Standbeine: die Physiotherapie und die systemische Gabe von Medikamenten. Neben den herkömmlichen Wirkstoffen wie nichtsteroidalen Antiphlogistika, Glukokortikoiden, Methotrexat, Ciclosporin und Leflunomid spielen hier seit Kurzem die neuen, hochwirksamen Biologics eine große Rolle. Neben der Standardtherapie wurde auch für die Photochemotherapie und die Fumarsäuren ein, wenn auch noch nicht ausreichend erforschter, günstiger Einfluss auf die Gelenkbeschwerden nachgewiesen. Gelegentlich ist ein operativer Eingriff nötig.

Wenn die Psoriasis-Arthritis nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es, ähnlich wie bei anderen entzündlichen ("rheumatischen") Gelenkerkrankungen, zu einer Zerstörung von Gelenkstrukturen kommen.

Autor: Tarja Wündrich
Letzte Aktualisierung: 01. April 2011
Durch: Springer Medizin

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