Probleme mit Herz-Kreislauf und Blutdruck

Crataegus: Bewährtes homöopathisches Herzmittel

Chronische Herzbeschwerden können vielfältig sein: Von Arteriosklerose, Kurzatmigkeit, Herzklopfen über Blutdruckprobleme bis zu Kreislaufbeschwerden. Bei allen kann unterstützend zur konventionellen Therapie das homöopathische Arzneimittel Crataegus natürliche Hilfe leisten.

Crataegus
Crataegus hat eine herzstärkende Wirkung und hilft bei Herz-, Kreislauf- und Blutdruckbeschwerden.
© Getty Images/Sandra Klöckner/EyeEm

Das homöopathische Arzneimittel Crataegus wird aus den frischen Früchten des Weißdornstrauches gewonnen. Von den vielen unterschiedliche Arten des Rosengewächses kommen in Deutschland Crataegus monogyna und Crataegus laevigata (Synonym: Crataegus oxyacantha) am häufigsten vor. Aus beiden kann das homöopathische Arzneimittel Crataegus hergestellt werden.

Artikelinhalte im Überblick:

Homöopathische Hilfe gegen Herz- und Kreislaufprobleme

Crataegus hat herzstärkende Wirkung

Weißdorn ist schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt und wird vor allem wegen seiner herzstärkenden Wirkung geschätzt. Als homöopathisches Arzneimittel wird Crataegus monogyna beziehungsweise Crataegus laevigata unterstützend und begleitend zur konventionellen, schulmedizinischen Therapie vor allem bei älteren Menschen eingesetzt, die Probleme mit einem schwachen Herzen haben. Herzklopfen, Kurzatmigkeit bei Anstrengung, Wassereinlagerungen in den Beinen, Schwindel und Kopfschmerzen sind typische Symptome, die für eine unterstützende Behandlung mit Crataegus sprechen. Darüber hinaus wirkt sich Crataegus auch positiv auf den Blutdruck aus, indem es Bluthochdruck senkt und einen zu niedrigen Blutdruck anregt. Crataegus gilt außerdem als wichtiges Mittel bei Arteriosklerose, indem es die Arterien vor Ablagerungen schützt.

Homöopathie: 15 häufige Beschwerden und welche Arznei hilft!

Crataegus D2 bis D12: Typische Potenzen und ihre Dosierung

Typische Potenzen für eine Behandlung mit Crataegus sind D2 bis D12. Diese niedrigen Potenzen werden auch für die Selbstbehandlung empfohlen. Sollten höhere Potenzen wie etwa Crataegus C30 und höher erforderlich sein, ist es ratsam, dies vorab mit einem erfahrenen Homöopathen zu besprechen. Für die Einnahme von Crataegus kann zwischen homöopathischen Tropfen, Tabletten oder Globuli gewählt werden. Erwachsene nehmen hiervon dreimal täglich jeweils fünf Globuli beziehungsweise fünf Tropfen oder eine Tablette als Ergänzung zur bestehenden schulmedizinischen Medikation.

Im Fall von Herzproblemen bei Schwangeren und Kindern sollte keine Selbstbehandlung erfolgen, sondern immer ein Arzt konsultiert werden, der beurteilen kann, inwieweit eine zusätzliche homöopathische Unterstützung durch Crataegus ratsam ist.

Bessern sich die Beschwerden, wird die Anzahl der Gaben auf zwei- beziehungsweise einmal täglich reduziert. Sobald die Symptome verschwunden sind, sollte die Behandlung eingestellt werden.

Leitsymptome für die Anwendung von Crataegus

Jedes homöopathische Heilmittel wird mit spezifischen Leitsymptomen in Verbindung gebracht. Gemeint sind damit die Symptome, die bei einem Patienten im Vordergrund stehen. Die Behandlung mit Crataegus wird empfohlen, wenn folgende Leitsymptome, sprich Hauptbeschwerden, auftreten:

  • Herzschwäche
  • Herzklopfen
  • unregelmäßiger Puls
  • Bluthochdruck
  • niedriger Blutdruck
  • Schwindel
  • Kreislaufschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Wassereinlagerungen in den Beinen
  • Kurzatmigkeit bei Anstrengung
  • Arteriosklerose

Crataegus: Ähnlich wirkende Mittel

Folgende homöopathische Arzneimittel decken einen ähnlichen Wirkbereich wie Crataegus ab und kommen damit ergänzend oder auch alternativ zur Behandlung mit Crataegus infrage:

  • Digitalis: Das homöopathische Arzneimittel aus dem Fingerhut wird ebenfalls bei Symptomen von Herzschwäche wie Ödemen und Schlafstörungen sowie bei Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Angina pectoris eingesetzt. Anders als Crataegus wirkt Digitalis zusätzlich aber auch noch auf die Verdauung und die Harnwege.

  • Cactus: Cactus grandiflorus gilt ebenfalls als wichtiges Herzmittel und wird bei nervösen Herzbeschwerden und Symptomen von Angina pectoris angewendet. Typisches Leitsymptom für Cactus ist das Gefühl der Einschnürung in der Brust, als ob das Herz von einer Faust umfasst würde.

  • Ammonium carbonicum: Bei Herzproblemen, Durchblutungsstörungen und Kreislaufproblemen kann auch Ammonium carbonicum helfen. Darüber hinaus wirkt Ammonium carbonicum bei Erkältungen und Atemwegsbeschwerden sowie Nierenleiden.

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