Krebsprävention im Alltag

Diese Alltagschemikalien verursachen Brustkrebs

Autoabgase, verkohltes Fleisch, Zigarettenrauch: All diese Stoffe können Brustkrebs auslösen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die genannten Substanzen zu meiden, sei eine Art "Fahrplan" zur Brustkrebsprävention, sagen die Autoren.

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Beschichtete Töpfe, feuersichere Kleidung und scharf angebratenes Steak: In der Küche lauern in Bezug auf Brustkrebs einige Gefahren.
Getty Images/iStockphoto

Dass Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen dem Brustkrebs Vorschub leisten, ist bekannt. Wissenschaftler aus Newtown im US-Bundesstaat Massachusetts haben nun untersucht, wie Chemikalien, denen Frauen im Alltag ausgesetzt sind, das Brustkrebsrisiko beeinflussen.

Dazu wälzten sich die Forscher um Ruthann Rudel durch zahlreiche Studien zum Thema. Sie identifizierten über hundert Substanzen, die Brustkrebs bei Nagetieren auslösen. Diese Daten glichen sie mit Stoffen ab, die als Tumorauslöser (karzinogen) beim Menschen gelten. Einen Auszug der Ergebnisse sehen Sie im Folgenden.

Diese Chemikalien erhöhen das Brustkrebsrisiko:

Substanz

Mögliches Vorkommen

1,3-Butadien

Zigarettenrauch

Acrylamid

hocherhitzte, stärkereiche Nahrungsmittel (zum Beispiel Pommes), Zigarettenrauch

Aromatische Amine

Pestizide, Färbemittel und viele andere

Benzol

Benzin (Betanken des Autos), Tabakrauch

Halogenhaltige organische Lösungsmittel

Fleckenentferner, Zusatz in Farben, Lacken, Benzin

Ethylen- und Propylenoxid

Industriechemikalien, zum Beispiel werden damit Kleidung, Gewürze und medizinisches Gerät keimfrei gemacht

2,2-bis[Bromomethyl]-1,3-Propanediol und andere

Flammschutzmittel

Heterozyklische Amine

Bei großer Hitze gebratenes Fleisch, Tabakrauch

MX

Wasserdesinfektion

Ochratoxin A

Schimmelpilzgift in Getreide, Nüssen und Schweinefleisch

PAH

Verkohltes Fleisch, Zigarettenrauch, Luftverschmutzung

PFOA und PFC

Antihaftbeschichtung von Pfannen; Farbe, Kleber; schmutzabweisende Textilien

Styren

Luft in Innenräumen, Zigarettenrauch

Chemikalien, die Brustkrebs begünstigen, finden sich demnach in fast allen Lebensbereichen. Sie lassen sich aber zum größten Teil vermeiden, schreiben die Studienautoren. Um ihr Risiko zu minimieren, sollten Frauen deshalb nicht nur ihr Gewicht, den Alkoholkonsum und ihr Bewegungspensum im Blick haben.

Brustkrebs im Alltag aus dem Weg gehen

Die Wissenschaftler raten außerdem dringend, das Rauchen aufzuhören, um Brustkrebs zu vermeiden. In der Reinigungsfirma sollten Frauen nachfragen, ob Lösungsmittel wie Perchlorethylen eingesetzt werden. Elektrische Rasenmäher seien besser als benzinbetriebene, beim Kochen und Braten sollte die Abzugshaube zum Einsatz kommen und nicht zu heiß gebraten werden.

In Deutschland sterben Jahr für Jahr etwa 17.000 Frauen an Tumoren der Brust (Mammakarzinomen). Viele dieser Brustkrebs-Todesfälle wären vermeidbar, schließen die Forscher. Nicht zuletzt können Frauen ihr Brustkrebsrisiko auch über die Ernährung senken:

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