Nagelpilz vorbeugen

Nagelpilz: Infektionsquelle Winterstiefel?

Frau mit Winterstiefeln hat Spaß mit Schneemann
Nagelpilz fühlt sich in Winterstiefeln besonders wohl.
(c) Thinkstock

Schneematsch, Hagel, Wind und Eis - im Winter werden gerade die Füße im Schutz gegen Nässe und Kälte besonders dick verpackt. Doch wenn die Füße schwitzen und wenig Luft bekommen, herrscht ein für Pilze ideales Mikroklima im Schuh.

Winterzeit ist Grippezeit, doch nicht nur das - auch Pilzinfektionen sind gerade in den kalten Monaten des Jahres besonders häufig. Das scheint auf den ersten Blick paradox, denn die meisten Menschen wissen, dass sich Pilze eigentlich dort am wohlsten fühlen, wo es warm und feucht ist. Wie kommt es also dazu, dass viele Menschen auch bei niedrigen Temperaturen und trockener Heizungsluft von den so genannten Dermatophyten geplagt werden?

Pilze können warten: Sporen überdauern

Möglich ist dies, weil Fuß- und Nagelpilze Sporen ausbilden, durch die sie sich verbreiten können. Diese Sporen sind sehr widerstandsfähig und können in Stiefeln und Wintersocken überdauern, die man seit letztem Jahr im Keller verstaut hat. Das Problem der Pilz-Sporen gilt in besonderem Maße für Fußbekleidung, die von vielen Menschen verwendet wird, z.B. im Skistiefel- oder Schlittschuhverleih.

Feuchtigkeit und Wärme lassen Pilze „sprießen“

Zum Auskeimen brauchen die Pilze Feuchtigkeit und Wärme. Und diese Bedingungen finden sie besonders im Winter, etwa wenn wir unsere Füße über lange Zeit in geschlossenen Schuhen einpacken. Denn solch wetterfestes Schuhwerk ist meistens nicht oder nur sehr wenig atmungsaktiv. Das bedeutet, die Hautfeuchtigkeit kann nicht entweichen und schafft zusammen mit der Körperwärme ein ideales Mikroklima für die Entwicklung der Pilze. Abhängig von der Pilzart, die den Nagel befallen hat, kann sich der Nagel dann etwa gelb, grau, bräunlich oder schwarz verfärben. Oft werden die Nägel außerdem brüchig oder lösen sich vom Nagelbett. Da der Körper versucht, die Erreger durch eine Entzündungsreaktion zu bekämpfen, kommt es häufig zu Rötungen, Juckreiz und Schwellungen in den umgebenden Hautpartien.

Wichtig: Frühzeitig behandeln!

Treten solche Symptome auf, sollte man so schnell wie möglich etwas dagegen tun. Denn bleibt eine Behandlung aus, kann sich der Pilz rasch auf bisher pilzfreie Nägel ausbreiten. Am besten, man sucht zuerst seinen Hausarzt oder einen Dermatologen auf, um eine genaue Diagnose zu erhalten. Es gibt nämlich eine Reihe von Haut- und Nagelkrankheiten, die unter Umständen ähnliche Symptome verursachen, für deren Behandlung jedoch eine ganz andere Therapie notwendig ist.

Steht die Diagnose fest, so können spezielle Präparate (z. B. medizinische Nagellacke, Salben, Tinkturen) helfen, die auf den Nagel aufgetragen werden. Sie enthalten Wirkstoffe, die langfristig in den Nagel einwirken und das Wachstum der Pilze hemmen. Bei starkem Befall kann zusätzlich auch eine systemische Therapie mit Tabletten notwendig werden, die der Arzt verschreibt.

Bilderstrecke: Nagelpilz erkennen

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2012
Durch: Lifeline

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