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Frieren: Ursachen
Kälteempfindlichkeit
Frieren ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine niedrige Umgebungstemperatur, kann aber als Symptom auch bei Fieber, niedrigem Blutdruck oder bestimmten Erkrankungen auftreten. Auch gewisse Medikamente können ein verstärktes Kältegefühl hervorrufen.
Die häufigste Ursache von Frieren ist eine leichte Unterkühlung aufgrund einer niedrigen Umgebungstemperatur oder unzureichender Bekleidung.
Frieren kann aber auch andere Ursachen haben. So frieren wir beispielsweise häufig bei Fieber, da die – an sich normale - Umgebungstemperatur dann aufgrund der erhöhten Körpertemperatur als zu kalt empfunden wird. Der typische Schüttelfrost entsteht dann, wenn der Körper mittels Muskelbewegung versucht, Wärme zu erzeugen.
Hier einige der weiteren, häufigen Ursachen für Frieren und Kälteempfindlichkeit im Überblick:
• Unterkühlung: Typisch sind zunächst Zittern und gesteigerte Atmung und Kreislauf, bei stärker ausgeprägter Unterkühlung verlangsamte Atmung, nachlassendes Schmerzempfinden, Müdigkeit, Bewusstlosigkeit; eventuell Atem- und Kreislaufstillstand; ggf. Erfrierungen (bläuliche, später weißliche Verfärbung von Körperstellen)
• Niedriger Blutdruck: mögliche Symptome sind verstärktes und häufiges Frieren ohne Fieber, Schwindel, verminderte Leistungsfähigkeit.
• Schilddrüsenunterfunktion : Mögliche Symptome sind Frieren ohne Fieber, Müdigkeit, Haarausfall, Hautveränderungen, tiefe Stimme.
• Eisenmangelanämie: mögliche Symptome sind zum Beispiel blasse Haut, Frieren, nachlassende Leistungsfähigkeit, Haarausfall, rissige Lippen.
• Geringes Körpergewicht: Unterernährte Menschen haben nur wenig Fettgewebe. Ihr Körper ist daher nur schlecht gegen Wärmeverlust isoliert. Aus diesem Grund ist Frieren z.B. oft bei oder Auszehrung (Kachexie) im Rahmen von Krebserkrankungen anzutreffen.
• Großflächige Verletzungen der Haut, z.B. bei Verbrennungen.
• Raynaud Syndrom: Anfallsweise auftretende Durchblutungsstörung, die Finger und Zehen betrifft.
Nervenerkrankungen können sowohl die Nervenfasern betreffen, die Temperatursignale von der Körperoberfläche ans Gehirn leiten, als auch die Verarbeitung der Temperatursignale im Temperaturzentrum selbst (z.B. bei Kopfverletzungen oder Schlaganfall). In solchen Fällen kann der Regelmechanismus versagen, der die Temperatur des Körpers normalerweise konstant hält.
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