Hauterkrankungen

Hautkrebs, heller: Ursachen

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Heller Hautkrebs entsteht gern im Gesicht, an den Ohren oder den Oberarmen.
(c) Hemera Technologies

Heller Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs) – sowohl das Basalzellkarzinom als auch das Plattenepithelkarzinom – entsteht am häufigsten in sonnenexponierten Körperregionen wie dem Gesicht, den Ohren, dem Nacken und den Oberarmen.

UV-Licht gilt als der Hauptverursacher beider Krebsarten. Als Reaktion auf Sonnenstrahlung wird die Haut zunächst braun, indem sie eine Pigmentierung ausbildet. Dadurch wird die UV-Strahlung bereits in den obersten Hautschichten abgeblockt und kann die tieferen Schichten nicht mehr erreichen. Ist die Sonneneinwirkung jedoch zu stark, oder hat die Haut noch nicht genügend Pigmentierung gebildet, reicht ihr Selbstschutz nicht aus. Die Sonnenstrahlen führen dann in den tieferen Hautschichten zu Entzündungsreaktionen, die sich als Feuer auf der Hautbemerkbar machen. Mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko für Hautkrebs.

Die Häufigkeit der nicht-melanozytären Hautkrebsarten ist in den letzten Jahrzehnten rasant gestiegen. Als Ursachen dafür werden vermutet:

  • ein verändertes Freizeitverhalten mit häufigem Sonnenbaden ohne Sonnenschutz (sowohl im natürlichen Sonnenlicht als auch im Solarium)
  • eine verstärkte Sonneneinstrahlung infolge der Abnahme der Ozonschicht

Zusätzliche Risikofaktoren sind beim Basalzellkarzinom

  • eine erbliche Neigung, gekennzeichnet durch helle Hautpigmentierung (helle Hautfarbe, helle oder rötliche Haare)
  • Arsen
  • die langfristige Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen (so genannte Immunsuppression, etwa nach einer Organtransplantation)

Zudem kann das Basalzellkarzinom im Rahmen bestimmter Syndrome entstehen, etwa bei Xeroderma pigmentosum (Lichtschrumpfhaut beziehungsweise Mondscheinkrankheit), dem Basalzellnävussyndrom und Albinismus. Meist wachsen Basalzellkarzinome direkt ohne Vorstufe, sie können ihr Wachstum allerdings auf Narben oder Muttermalen, sogenannten Nävi sebacei, beginnen.

Zusätzliche Risikofaktoren beim Plattenepithelkarzinom

Der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Plattenepithelkarzinomen der Haut ist das Vorhandensein sogenannter aktinischer Keratosen. Dabei handelt es sich um rötliche, mitunter hautfarbene, fest haftende Rauigkeiten der Hautoberfläche, die durch UV-Licht ausgelöst werden. Sie werden als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms angesehen – von manchen Experten inzwischen sogar als ein frühes Plattenepithelkarzinom. Ihre Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu.

Ebenfalls als Risikofaktoren für das Plattenepithelkarzinom der Haut gelten ein höheres Lebensalter und eine helle Hautpigmentierung. Darüber hinaus können Plattenepithelkarzinome der Haut auf dem Boden chronischer Wunden und Entzündungen entstehen, wie Verbrennungen/Verbrühungen, Geschwüren oder Narben. Bei anhaltend geschwächtem Immunsystem, etwa nach einer Organtransplantation oder bei einer HIV-Infektion und Aids, ist das Erkrankungsrisiko höher und der Krankheitsverlauf meist ungünstiger. Wie Basalzellkarzinome auch, können Plattenepithelkarzinome zudem im Rahmen bestimmter Syndrome wie Xeroderma pigmentosum und Albinismus auftreten.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 07. August 2012

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