Bei Übelkeit, Völlegefühl und Schmerzen im Oberbauch

Carduus marianus: Bewährtes Leber- und Gallenmittel

Bei immer wiederkehrenden Gallen- und Leberbeschwerden mit Übelkeit, Völlegefühl und Appetitlosigkeit sowie Gallenkoliken, Verstopfung und Schmerzen im Oberbauch kann begleitend zur konventionellen Therapie Carduus marianus schonende Hilfe leisten.

Nahaufnahme einer Knospe der Mariendistel
Die Mariendistel (Carduus marianus) kann unterstützend bei Leber- und Gallenerkrankungen eingesetzt werden.
© iStock.com/Fnadya76

Die Mariendistel, Carduus marianus, ist eine in der Alternativmedizin, aber auch in der Schulmedizin schon seit Jahrtausenden bekannte und bewährte Heilpflanze. Die lilafarben blühende Distel gehört zur Familie der Korbblütler und wächst bevorzugt in Südeuropa, Kleinasien, Nordafrika und Nordamerika.

Carduus marianus, wird vor allem wegen ihrer entgiftenden und stärkenden Wirkung auf Leber und Galle geschätzt. Die leberstärkenden Eigenschaften verdankt die Pflanze dem Wirkstoffkomplex Silymarin, der besonders in den Früchten und Samen der Distel enthalten ist. Silymarin schützt nachweislich die Leberzellen vor Giften und regt außerdem die Neubildung von Leberzellen an.

Artikelinhalte im Überblick:

Magen-Darm-Beschwerden schonend behandeln

Carduus marianus: Homöopathische Leber- und Gallenarznei  

Auch in der Homöopathie kommt Carduus marianus vor allem zur unterstützenden Behandlung bei Leber- und Gallenbeschwerden zum Einsatz und gilt hier als eines der wichtigsten Lebermittel. Die Urtinktur wird aus den Früchten und Samen der Pflanze gewonnen und anschließend entsprechend potenziert. Typische Anwendungsgebiete für die begleitende Anwendung von Carduus marianus sind Lebererkrankungen, wie Fettleber, Leberentzündungen, Lebervergiftungen, Leberzirrhose, Gelbsucht und Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der Gallenblase.  

Leber- und Gallenerkrankungen sind sehr ernstzunehmende Krankheiten, die auf keinen Fall selbst behandelt, sondern immer medizinisch abgeklärt und fachgerecht therapiert werden sollten. Die homöopathische Behandlung kann die konventionelle Therapie jedoch sinnvoll unterstützen und wirkungsvoll begleiten, um den Genesungsprozess zu beschleunigen. 

Carduus marianus D4, D6 und D12: Typische Potenzen und ihre Dosierung 

Für die Selbstbehandlung mit Carduus marianus werden in erster Linie die sehr niedrig dosierten Potenzen D4,  D6 und D12 empfohlen. Die Einnahme kann in Form von homöopathischen Tabletten, Tropfen oder auch Globuli erfolgen. Carduus marianus ist als Einzelmittel oder Komplexmittel mit weiteren Wirkstofen verfübar.

  • Erwachsene nehmen drei Mal täglich entweder fünf Globuli, fünf Tropfen oder eine Tablette. 
  • Kinder bekommen jeweils drei Globuli, drei Tropfen in Wasser gelöst oder eine halbe Tablette.  
  • Kleinkinder erhalten jeweils zwei Kügelchen, Säuglinge bekommen je einen Globulus in die Backentasche geschoben. Grundsätzlich können auch entsprechend viele Tropfen der homöopathischen Lösung beziehungsweise Tablettenanteile in Wasser gelöst verabreicht werden.  

Bessern sich die Beschwerden, darf die Anzahl der Gaben auf zwei beziehungsweise einmal täglich reduziert werden. Sobald die Symptome verschwunden sind, sollte die Behandlung beendet werden. 

In besonders langwierigen und hartnäckigen Fällen kann auch die Gabe von höheren Potenzen, wie etwa Carduus marianus C 30 oder höher sinnvoll sein. Allerdings sollte bei der Gabe von Hochpotenzen keine Selbstbehandlung mehr erfolgen, sondern die Therapie von einem homöopathisch erfahrenen Arzt oder Homöopathen begleitet werden. 

Homöopathie: Häufige Irrtümer und Missverständnisse

Leitsymptome für die Anwendung von Carduus marianus 

Um herauszufinden welches Arzneimittel bei welchem Krankheitsbild am besten hilft, sind in der Homöopathie immer die spezifischen Leitsymptome – also die beobachteten Hauptbeschwerden – ausschlaggebend. Für jedes Arzneimittel ist dabei eine eigene Auswahl an Beschwerden typisch. Je mehr und ausgeprägter die Leitsymptome eines homöopathischen Arzneimittels beim Patienten beobachtet werden, umso passender ist das gewählte Mittel. Folgende Leitsymptome sprechen für die begleitende Behandlung mit Carduus marianus zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung: 

  • Gelbsucht (Ikterus) 
  • Gallensteinleiden 
  • Gallenkolik 
  • Erbrechen von grün-gelblichem Schleim 
  • Magenschmerzen 
  • Appetitverlust 
  • Übelkeit 
  • Leberschmerzen 
  • Leberschwellung 
  • Magenschmerzen 
  • Schmerzen im rechten Oberbauch 
  • Verstopfung und Durchfall 
  • geblähter Bauch 

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Symptome 

  • Für Ruhe sorgen
  • Liegen zur Entspannung
  • Warme Umschläge
  • Verzicht auf Alkohol und fettreiche Speisen

Carduus marianus: Ähnlich wirkende Mittel 

Unterschiedliche homöopathische Arzneimittel können ähnliche Wirkbereiche abdecken. Um das jeweils am besten passende Medikament zu finden, ist es deshalb sinnvoll auch die Homöopathika kennen, die bei ähnlichen Symptomen zum Einsatz kommen. Bei Carduus marianus sind das folgende homöopathischen Arzneimittel: 

  • Picorhiza: Das homöopathische Arzneimittel aus der Katuka-Pflanze wird ebenfalls zur begleitenden Therapie bei Leberfunktionsstörungen empfohlen, vor allem, wenn diese infolge einer Virusinfektion oder Chemotherapie auftreten. Anders als bei Carduus marianus treten aber typischerweise zudem trockene, rissige Hautausschläge sowie Hautjucken auf.

  • Taraxum: Bei Leber- und Gallenbeschwerden kann auch Taraxum Linderung bringen. Anders als  Carduus marianus wirkt der Löwenzahn außerdem gegen Beschwerden im Magen-Darmtrakt. Besonders typisch für Taraxum ist die fleckige Färbung der Zunge mit rötlichen und weißlichen Feldern. 

  • Lycopodium clavatum: Keulenbärlapp wirkt ebenfalls positiv auf die Leber,Galle, Niere und Blase. Es wird vor allem gegen Beschwerden des Verdauungs- und Urogenitaltrakts eingesetzt und lindert Versagensängste. Völlegefühl und starke Blähungen stehen hier sehr viel deutlicher im Vordergrund als bei Carduus marianus.

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