Hautkrebs

Weißer Hautkrebs: Frühzeitig vorbeugen und erkennen

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Vorbeugen ist die beste Verteidigung gegen weißen Hautkrebs.
Getty Images/Goodshoot RF

Weißer Hautkrebs lässt sich mit guten Heilungschancen behandeln, wenn er frühzeitig erkannt wird. Dennoch sollte die Bedeutung der Vorsorge nicht unterschätzt werden.

Weißer Hautkrebs: Jahr für Jahr erkranken etwa 100.000 Menschen neu an dieser Krankheit – Tendenz steigend. Erst im vergangenen Jahr haben Forscher angesichts der stetigen Zunahme an Neuerkrankungen ein Risiko-Profil für die Vorstufe der Krebserkrankung erstellt. Es zeigte sich, dass hellhäutige Männer, die beruflich im Freien zu tun haben, besonders gefährdet sind. Mit 40 hat jeder Zweite von ihnen laut der Studie bereits eine Vorstufe des weißen Hautkrebses entwickelt. Aber auch junge Menschen sind aufgrund von Wintersportaktivitäten und zunehmendem Reisefieber in Länder mit starker Sonnenbelastung zunehmend von der Krebserkrankung betroffen.

Studienautor Meinhard Schiller betont, wie wichtig effektive Präventionsmaßnahmen in Anbetracht dieser Entwicklung sind. Viel zu wenig Menschen haben Angst vor Hautkrebs, weil sie nicht wissen, dass auch der harmlos klingende weiße Hautkrebs eine Gefahr für Gesundheit und Leben darstellt und wie leicht man erkranken kann, so der Mediziner.

Was ist weißer Hautkrebs und wie erkennt man ihn?

Weißer Hautkrebs ist eine epitheliale Krebserkrankung, die rechtzeitig erkannt gut behandelt werden kann. Der Mediziner unterscheidet drei Arten. Im Falle eines Basalioms entwickeln sich keine Tochtergeschwülste. Der Krebs kann überall am Körper auftreten und die befallenen Hautpartien und Knochen langsam zerstören. Eine operative Behandlung ist einfach möglich und verspricht gute Heilungsaussichten. Schuppige, raue Erhebungen auf der Haut deuten auf eine aktinische Keratose hin. Die Behandlung richtet sich nach dem Tumorstadium. Wird die Therapie zu spät eingeleitet, kann sich ein Spinaliom entwickeln, das Metastasen bilden kann. In diesem Fall neigt die Haut zur Knotenbildung und blutigen Krusten. Eine operative Behandlung mit anschließender Tumornachsorge ist erforderlich.

Im Gegensatz zu seinem schwarzen Vertreter wird im Falle des weißen Hautkrebses kein Melanin in die betroffenen Hautpartien eingelagert. Im Frühstadium äußert sich die Krebserkrankung durch leichte, oft nur wenige Millimeter große, Verhornungen auf der Haut, insbesondere an Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Gerade die Stirn, die Nase, die Ohren, der Nacken und die Handrücken sollten regelmäßig auf Veränderungen hin untersucht werden, denn je früher der weiße Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind seine Heilungschancen.

Weißen Hautkrebs: Wie vorbeugt man vor?

Weißer Hautkrebs entsteht, wenn die Haut fortwährend Sonnenbelastung ausgesetzt ist. Die beste Waffe gegen die Entstehung der Erkrankung ist und bleibt deshalb der Sonnenschutz. Schon die Kleinsten sollten vor UV-Strahlen geschützt werden, denn der Grundstein für Hautkrebs wird bereits im Kindesalter gelegt. Eine Mütze und Kleidung, die möglichst viel vom Körper bedeckt, gehören zur Ausrüstung für jeden Strandurlaub. Ein weiteres Muss für Kinder ist eine wasserfeste Sonnencreme mit einem UV-A und UV-B Filter und einem Lichtschutzfaktor von 50.

Die Entstehung von Hautkrebs dauert in der Regel mehrere Jahrzehnte. Deswegen heißt es, auch dann auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, wenn man den Kinderschuhen längst entwachsen ist. Gerade auf Reisen in Länder mit starker Sonneneinstrahlung sollten die Urlaubsfreuden zwischen 11 und 15 Uhr in ein schattiges Plätzchen verlegt und ein Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor verwendet werden. Männer mit lichtem Haar oder Geheimratsecken sollten zusätzlich ihren Kopf schützen und eine Kappe oder Mütze tragen. Hilfreich ist außerdem, alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening in Anspruch zu nehmen, das ab dem 35. Lebensjahr von der Krankenkasse gezahlt wird. Weißer Hautkrebs kann so frühzeitig erkannt werden.

Gesund sonnen

Autor: Sibylle Fünfstück / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2009
Quellen: Nach Informationen der Deutschen Krebshilfe e.V.

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