Fettwerte

Blutentnahme auf nüchternen Magen nötig?

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Die Blutabnahme zur Analyse der Fettwerte muss nach Ansicht von Experten aus den USA nicht nüchtern passieren.
(c) Keith Brofsky/Getty Images

Tausende von Patienten werden für die Analyse der Fettwerte im Blut morgens nüchtern zum Arzt einbestellt. Patienten und Praxen nehmen dafür zusätzliche Mühen in Kauf. Neueren Untersuchungen zufolge ist dies möglicherweise jedoch gar nicht notwendig.

Querschnittsuntersuchungen aus den USA analysierten nun bei über 12 000 Kindern zwischen drei und 17 Jahren den Einfluss der Zeitdauer nach der Mahlzeit auf die gemessenen Spiegel der relevanten Fettarten: das Gesamt-Cholesterin und die, auch als „gutes“ und „schlechtes Cholesterin“ bezeichneten, Unterarten HDL- und LDL-Cholesterin sowie die sogenannten Triglyceride.

Erstaunlicherweise führte eine längere Fastenperiode eher zu einem geringfügig höheren Gesamt-Cholesterin sowie minimal höheren HDL- und LDL-Cholesterinwerten. Die Triglyceride lagen zwar leicht erniedrigt, was aber für Interpretation und Behandlung von Fettstoffwechselstörungen keine relevante Bedeutung hat. Insgesamt fallen diese Unterschiede im Verhältnis zu den Normalwerten nicht ins Gewicht. Das Ergebnis zeigt damit, dass eine Nüchternblutentnahme für die Analyse der Lipidprofile völlig unnötig ist.

Autor: Anna Stretz/Lifeline
Letzte Aktualisierung: 30. Januar 2012
Quellen: Pädiatrie Hautnah 2011; 23 (6), S. 437; Steiner MJ et al. Pediatrics 2011; 128: 463–70

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