Hauterkrankungen

Hautkrebs, heller: Therapie

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Von der Strahlentherapie bis zur Kürettage - es stehen verschiedene Therapieformen zur Verfügung.
(c) Hemera Technologies

Beim hellen Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs) richtet sich die Therapie nach der Art und dem Stadiums des Karzinoms. In der Regel wird es entfernt, teilweise sind weitere Maßnahmen nötig.

Zur Therapie des hellen Hautkrebs (nicht-melanozytärer Hautkrebs) stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie bei Krebs kann eingesetzt werden, wenn sich der Tumor als nicht operabel herausstellt oder wenn bei einer Operation nicht das gesamte Tumorgewebe entfernt werden konnte und eine zweite Operation nicht möglich ist. Beim Basalzellnävussyndrom, einer erblich bedingten Erkrankung, bei der nicht nur eines, sondern eine Vielzahl von Basalzellkarzinomen vorliegt, verbietet sich die Strahlentherapie.

Kryotherapie

Bei der Kryotherapie handelt es sich um eine Kältetherapie. Die Haut wird durch das Auftragen von flüssigem Stickstoff innerhalb weniger Sekunden auf sehr niedrige Temperaturen abgekühlt. Durch den Kälteschock stirbt das Gewebe ab. Die Kryotherapie eignet sich für kleinere oberflächliche Tumoren, insbesondere an den Augenlidern. Sie kommt vor allem bei Patienten höheren Alters infrage, für die eine Operation eine große Belastung darstellen würde.

Kürettage

Das Auskratzen, die sogenannte Kürettage, wird angewendet, wenn viele oberflächliche Basalzellkarzinome, besonders im Rumpfbereich und an den Armen oder Beinen vorliegen.

Photodynamische Therapie (PDT)

Bei der Phototherapie wird Licht in Kombination mit einem Mittel angewendet, welches das Tumorgewebe empfindlicher für die Wirkung des Lichts werden lässt, einem sogenannten Photosensibilisator. Zuerst wird dem Patienten dieser Sensibilisator verabreicht. Er reichert sich nahezu ausschließlich im Tumorgewebe an. Wird dieses anschließend mit Licht einer geeigneten Wellenlänge bestrahlt, werden infolge photochemischer Prozesse giftige Substanzen erzeugt, die das Tumorgewebe schädigen. Das umliegende gesunde Gewebe bleibt verschont, weil sich der Photosensibilisator darin nicht angereichert hat.

Immunologische Therapie

Bei kleinen oberflächlich gelegenen Basalzellkarzinomen kann eine sechswöchige Therapie mit Imiquimod-Creme erfolgen. Imiquimod ist ein sogenannter Immunmodulator. Er aktiviert das Immunsystem der Haut, gegen die Krebszellen vorzugehen.

Lokale Chemotherapie

Bei oberflächlich gelegenen Basalzellkarzinomen und beim Basalzellnävussyndrom kann eine vier- bis sechswöchige lokale Chemotherapie mit 5-Fluorouracil durchgeführt werden.

Bei allen nicht-operativen Verfahren lässt sich nicht sicher beurteilen, ob das gesamte Krebsgewebe zerstört und entfernt wurde oder nicht. Es besteht deshalb im Vergleich zur Operation ein deutlich größeres Risiko für einen Rückfall.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 07. August 2012

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