Behandlung

Psoriasis - Basistherapie mit Harnstoff

Neben der Salicylsäure ist auch der Harnstoff (Urea) ein wichtiges Adjuvanz bei der Schuppenflechte-Behandlung. Harnstoff vermag Feuchtigkeit zu binden, besitzt eine geringe schuppenlösende und die Schuppenbildung hemmende Wirksamkeit. Darüber hinaus macht er die Haut durchlässiger für weitere antipsoriatische Wirkstoffe.

Psoriasis - Basistherapie mit Harnstoff
Harnstoff kann gegen Schuppenflechte helfen.
(c) Stockbyte

Anwendung in der Psoriasis-Behandlung

Harnstoff findet häufig in Emulsionen zum Einreiben Verwendung, um die Haut feucht und geschmeidig zu halten, was sich auch positiv bei einer Psoriasis-Behandlung auswirken kann. Durch den Zusatz von Urea vermögen diese Cremes, Salben und Lotionen im Anschluss an die Hautreinigung Schädigung und Austrocknung der Haut zu mindern, welche durch die waschaktiven Substanzen in Dusch- und Badezusätzen bedingt sind.

Im Gegensatz zur Salicylsäure kann sich Harnstoff in normaler Dosierung nicht im Körper ansammeln, da es sich um eine körpereigene Substanz handelt, die vom Körper dementsprechend verstoffwechselt und ausgeschieden wird. Dennoch unterliegt ihr Einsatz besonders bei Kindern und bei hochentzündlichen Veränderungen Einschränkungen, da sie besonders in höheren Dosierungen eine irritative, also die Haut reizende Wirkung hat. Beim Erwachsenen werden Hautreizungen im Allgemeinen erst bei Konzentrationen von über 40 % beobachtet, sodass die Substanz in den üblichen Konzentrationen von 3 bis 10 % in der Regel bedenkenlos eingesetzt werden kann.

Auch zur Behandlung der Nagelpsoriasis

In höheren Konzentrationen bis 40 % wird Harnstoff – bei gleichzeitigem Pilzbefall zusammen mit einem Pilzmittel – in sogenannten Nagelabschälpasten zur Schuppenflechte-Behandlung am Nagel verwandt. Diese Spezialzubereitungen werden dick auf die befallenen Nägel aufgetragen und mit einem Verband luftdicht abgedeckt. Gesunde Haut muss dabei durch Zinkpaste geschützt werden.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 01. April 2011
Durch: Eduardo Ramminger
Quellen: H. Gollnick; B. Bonnekoh: Psoriasis ? Pathogenese, Klinik und Therapie; UNI-MED Verlag A. Unholzer, Prof. Dr. H. C. Korting: Psoriasis vulgaris (Psoriasis, Schuppenflechte); Yavivo.de J.-H. Blume: Therapieoptionen bei der Psoriasis vulgaris; in: Haut - Dermatologie, Phlebologie, Allergologie 1/2005 (Viavital Verlag) Rote Liste - Arzneimittelverzeichnis für Deutschland

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