Knochenbrüche

Heilung durch Ultraschall?

Ein Artikel in "Der Unfallchirurg" zeigt auf, dass die die Anwendung von Ultraschall die Knochenheilung bis zu 40 Prozent beschleunigen kann.

Schon länger im Blickpunkt: Wirkung von Ultraschall

Der Wissenschaft ist schon seit längerem bekannt, dass Knochenbrüche durch Ultraschall-Stimulation schneller heilen können. Bereits 1994 hat die United States Food and Drug Administration den Einsatz von Ultraschall zur Behandlung frischer Knochenbrüche genehmigt. Doch welche Rolle spielt Ultraschall wirklich? Welche Vorteile ergeben sich durch diese Methode? Ein Artikel in der Springer Facharztzeitschrift "Der Unfallchirurg" beschäftigt sich eingehend mit der Anwendung und Wirkung der Ultraschalltherapie insbesondere des niedrig-intensiven, gepulsten Ultraschalls.

Ultraschall kann schnellere Heilung erzielen

Studien zufolge verlaufen von 5,6 Millionen Frakturen, die jährlich in den USA auftreten, 5-10 Prozent kompliziert, was eine verzögerte Heilung zur Folge hat. Genesungszeiten ziehen sich unter Umständen teilweise über Monate hin. Das bedeutet, dass dies für viele Patienten und Familien zu persönlichem und finanziellen Druck führen kann und auch das Gesundheitssystem mit enormen Kosten belastet wird. Doch Ultraschall kann sich hierbei als eine sichere und effektive Behandlungsmethode herausstellen um Frakturheilungen zu fördern. Dies kann in einigen Fällen einen beschleunigten Heilungsprozess in einer Größenordnung von bis zu 40 Prozent bedeuten.

Kosteneffizientes und praktisches Behandlungsverfahren

Entsprechende Studien belegen die positiven Auswirkungen der Ultraschalltherapie. So erweist sich Ultraschall als ein kosteneffizientes, verlässliches sowie praktisches Behandlungsverfahren mit steigendem Interesse. Darüber hinaus verursacht niedrigintensiver, gepulster Ultraschall im Gegensatz zu hochintensivem Ultraschall, der schädigenden Einfluss auf die Frakturheilung hat, keine Schmerzen und kann vom Patienten selbst zu Hause angewendet werden. Dies bedeutet natürlich auch, dass keine stationäre Aufnahme, keine Narkose und keine zusätzlichen chirurgischen Eingriffe notwendig sind, die häufig mit einer Aufnahme ins Krankenhaus verbunden sind. Aufgrund dessen ist die äußere Anwendung dieser Behandlungsmöglichkeit ein wesentlicher Vorteil. Letztendlich kann die Ultraschalltherapie zukünftig eine bedeutsame Rolle bei der Frakturbehandlung spielen, da die ökonomischen Kosten von frischen Frakturen unser Gesundheitssystem weiter belasten. >> Der Beitrag Externe Supportiva zur Förderung der Frakturheilung von Dr. P. Siska et al., Departmentof Orthopaedic Traumatology, University of Pittsburgh Medical Center, erschien am 28.01.2009 in Ausgabe 01/2009 der Zeitschrift "Der Unfallchirurg". Der vollständige Artikel kann Journalisten kostenlos elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Mehr unter: www.springer.com/medicine

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2009
Quellen: Pressemitteilung von Springer - Die ganze Welt der Medizin, 29.01.2009, Heidelberg

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