Anatomie

Die weiblichen Geschlechtsorgane

Die weiblichen Geschlechtsorgane werden in äußere und innere Genitalien unterteilt. Letztere, wie Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und Scheide, befinden sich im Becken.

Scheidengesunde Unterwäsche
Das Geheimnis der weiblichen Geschlechtsorgane.
© iStock.com/unaemlag

Das weibliche Becken unterscheidet sich in seinem Aussehen von dem des Mannes deutlich: Es ist stärker geneigt und zeichnet sich durch eine größere Weite der Beckenhöhle aus. Darin finden die inneren weiblichen Geschlechtsorgane Platz: die Gebärmutter, die Eileiter, die Eierstöcke und die Scheide. Sie sind durch Bindegewebe mit dem knöchernen Becken verbunden.

Äußeres Geschlechtsorgan: Die Vulva

Das äußere weibliche Geschlechtsorgan ist die Vulva, die sogenannte weibliche Scham. Sie besteht aus den großen Schamlippen (Labia majora), dem Schamhügel (Mons pubis), den kleinen Schamlippen, der Klitoris (Kitzler) und dem Scheidenvorhof. Während die großen Schamlippen behaart sind und Schweiß- und Talgdrüsen enthalten, bestehen die kleinen Schamlippen aus Bindegewebe mit reichlich Blutgefäßen und Nerven. Auch in der Klitoris befinden sich viele Blutgefäße und Nerven. Sie gilt als das weibliche Pendant zum Penis des Mannes.

Innere Geschlechtsorgane

Zu den inneren Geschlechtsorganen zählen die Scheide, die Gebärmutter, die Eierstöcke und Eileiter.

Scheide (Vagina)

Die Scheide ist das Verbindungsorgan zwischen äußeren und inneren Genitalien. Sie ist ein acht bis zehn Zentimeter langer muskulöser Schlauch, der von innen mit einer Schleimhaut, einem nicht verhornenden Plattenepithel, überzogen wird. Die Scheidenwände sind reich an elastischem Bindegewebe, venösen Blutgefäßen und Muskelfasern. Sie ist dadurch sehr beweglich und ermöglicht den Geburtsakt. Die Scheide mündet in die Gebärmutter.

Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter, in der Medizinersprache der Uterus, ist ein muskulöses Hohlorgan, das in der Mitte des kleinen Beckens liegt. In ihr reift nach der Befruchtung der Embryo heran. Bei der erwachsenen Frau ist die Gebärmutter ca. sieben Zentimeter lang und birnenförmig. Sie besteht aus dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri) und dem Gebärmutterhals (Cervix uteri).

Der Gebärmutterhals, die Cervix uteri, nimmt das untere Drittel der Gebärmutter ein. Er ragt mit der sogenannten Portio („Anteil“) in das Scheidengewölbe hinein. In der Mitte der Portio befindet sich der Muttermund, der den Eingang in den Gebärmutterhalskanal darstellt. Bei Frauen, die noch nicht geboren haben, ist der Muttermund ein rundes Grübchen. Nach der Geburt wird er zu einem quergestellten Spalt. Der Gebärmutterhals ist mit einem drüsenreichen Epithel ausgekleidet, das unter dem Einfluss von Östrogenen reichlich Zervixschleim absondert.

Im Gegensatz zum Gebärmutterhals besteht die Wand des Gebärmutterkörpers fast ausschließlich aus glatter Muskulatur. Sie erlaubt die starke Vergrößerung der Gebärmutter im Laufe einer Schwangerschaft und ist zudem der entscheidende Motor bei der Ausstoßung des Embryos während des Geburtsakts.

Eileiter (Tuben, Tubae uterinae)

Zu beiden Seiten hin wird die Gebärmutter von oben durch die Eileiter mit den Eierstöcken verbunden. Sie sind etwa zwölf Zentimeter lang und im Inneren mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die Flimmerhärchen enthält und unter dem Einfluss von Östrogenen ein Sekret absondert. Das Sekret und die Bewegung der Flimmerhärchen sorgen dafür, dass die Eizelle aus dem Eierstock in die Gebärmutter abwärts wandert und sich umgekehrt die Spermien in Richtung Eierstock zur Eizelle hin aufwärts bewegen.

Eierstöcke (Ovarien)

Die Eierstöcke, die sich rechts und links des Gebärmutterkörpers befinden, sind mandelförmig und etwa zweieinhalb bis fünf Zentimeter lang. Ihre Oberfläche wird von einem Keimepithel bedeckt. In der darunterliegenden sogenannten Rindenschicht befinden sich die heranreifenden Eizellen, zu Beginn der Pubertät etwa 400.000 bis 500.000.

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