Malaria, West-Nil-Fieber & Co.

Schutz vor Mücken und Moskitos

Mücken können gefährliche Krankheiten übertragen, darunter Malaria und Dengue-Fieber. Lesen Sie hier, wie Sie sich schützen können

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Mücken können gerade in tropischen und subtropischen Regionen Krankheiten übertragen.
Getty Images/iStockphoto

Mücken halten uns vom Schlafen ab, Mücken verursachen lästige, juckende Stiche und – nicht zuletzt: Mücken können gerade in tropischen und subtropischen Regionen gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu zählen zum Beispiel Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber und Chikungunya-Fieber. Vor allem bei Fernreisen ist daher eine umfassende Information über mögliche Krankheitsrisiken vor Ort wichtig. Wenden Sie sich rechtzeitig an Ihren Hausarzt oder an das Tropeninstitut Ihrer Stadt – bei diesen Anlaufstellen erhalten Sie wichtige Informationen über nötige Schutzimpfungen sowie allgemeine Prophylaxe-Maßnahmen.

Die besten Hausmittel gegen Mückenstiche

Welche Krankheiten werden durch Mücken übertragen?

Hier einige der wichtigsten durch Mücken übertragene Krankheiten im Überblick:

Malaria

Die Malaria ist eine der wichtigsten Infektionskrankheiten weltweit. Schätzungen zufolge sterben pro Jahr bis zu 2,7 Millionen Menschen an einer Malaria-Infektion.

  • Überträger: Anophelesmücke (dämmerungs- und nachtaktiv)

  • Malariagebiete: Allgemein tropische und subtropische Regionen, Afrika, Asien, Südamerika

  • Inkubationszeit: 7 bis 40 Tage

  • Erste Symptome: Unspezifische Beschwerden die einem grippalen Infekt oder auch einer Magen-Darm-Infektion ähneln können. Zum Beispiel Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Durchfall, Erbrechen. Sollten Sie auf einer Reise in Risikogebiete derartige Symptome feststellen, ist im Zweifelsfall ein Arzt aufzusuchen. Die Behandlung erfolgt medikamentös, in schweren Fällen ist ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig.

  • Schutz vor Malaria: Zuverlässiger Mückenschutz (sogenannte „Repellents“). Für die Tropen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation Repellents auf Basis von DEET. Lange Kleidung, Moskitonetz über dem Bett

  • Vorbeugung: gegebenfalls Chemoprophylaxe (Medikamente)

Weitere Krankheitsbilder im Überblick

Chikungunya-Fieber

  • Risikogebiete: Asien, Arabische Halbinsel, Inseln im Indischen Ozean, Südeuropa

  • Erste Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Konjunktivitis (Bindehautentzündung)

Gelbfieber

  • Risikogebiete: Gebiete in Afrika, Mittel- und Südamerika

  • Erste Symptome: Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen

Dengue-Fieber

  • Risikogebiete: Südostasien, Afrika, Mittelamerika, Karibik, auch Südeuropa

  • Erste Symptome: Plötzlich starker Fieberanstieg, Hautrötung, Schüttelfrost, ausgeprägte Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen

West-Nil-Fieber

  • Risikogebiete: Israel, Afrika, Westtürkei, Indien, Nord- und Mittelamerika, Südostasien, Mittlerer Osten

  • Erste Symptome: Grippeartige Beschwerden, Fieber, Muskelschwäche

Mückenschutz auf Reisen – wichtige Prophylaxe-Maßnahme

Gegen einige Krankheitsbilder stehen heute Impfstoffe zur Verfügung, die rechtzeitig vor Abreise verabreicht werden müssen, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Das ist zum Beispiel für Gelbfieber der Fall.

Bei vielen der genannten Krankheitsbilder ist derzeit allerdings keine Impfung möglich. Hinzu kommt: auch eine Impfung kann nie zu einhundert Prozent vor einer Infektion schützen.

Deshalb gilt: Um das Risiko für eine Infektion möglichst gering zu halten, sollten einige Maßnahmen zum Schutz vor Mückenstichen ergriffen werden.

Einige Tipps:

  • Die richtige Kleidung (lange Hosen, lange Shirts, feste Schuhe)
  • Moskitonetz über dem Bett
  • Aufenthalt in geschlossenen Räumen bei Einbruch der Dämmerung
  • Zuverlässige Mückenabwehrmittel („Repellents“) – je nach Reisegebiet bei der Auswahl des Präparats auf Tropentauglichkeit achten. Empfohlen wird unter anderem der Wirkstoff DEET, der heute mit einer Wirkdauer von bis zu 8 Stunden als Goldstandard unter den Mückenabwehrmitteln gilt.
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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2014

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