Erkrankung der Haut

Kontaktallergie

allergisches Kontaktekzem

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Auslöser für eine Kontaktallergie ist häufig Schmuck, in dem Nickel enthalten ist. Aber auch Chemikalien in Kosmetik können Pickel, Rötungen und Ekzeme verursachen.

Bei einer Kontaktallergie oder einem allergischen Kontaktekzem reagiert die Haut überempfindlich auf den Kontakt mit einem Allergen.

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In mitteleuropäischen Gesellschaften entwickeln seit Jahrzehnten konstant schätzungsweise etwa sieben von 100 Einwohnern pro Jahr ein allergisches Kontaktekzem. Damit tritt die Erkrankung ebenso häufig auf wie wichtige Volkskrankheiten, etwa Diabetes mellitus. Von einer Überempfindlichkeit, die nicht unbedingt Beschwerden auslöst, sind vermutlich insgesamt 15 bis 20 von 100 Menschen in Mitteleuropa betroffen. Studienergebnissen zufolge scheinen einige Menschen zugleich auf mehrere Allergene, etwa Nickel und Kobalt, mit einer erhöhten Empfindlichkeit zu reagieren.

Die allergieauslösenden Stoffe heißen Allergene. Normalerweise werden sie vom Immunsystem nicht als schädlich erkannt. Nach wiederholtem Kontakt des Immunsystems mit einem Allergen kann sich eine Sensibilisierung ausbilden. Sie hat zur Folge, dass das Immunsystem mit erhöhter Empfindlichkeit auf das Allergen reagiert. Die Sensibilisierung geht einer Allergie immer voraus. Liegt eine Sensibilisierung, jedoch keine Allergie vor, löst der Kontakt mit dem Allergen keine Beschwerden aus. Die Überempfindlichkeit lässt sich mit verschiedenen Tests nachweisen.

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Die Kontaktallergie ist eine Typ-IV-Allergie. Eine Allergie vom Typ IV wird auch Allergie vom Spättyp genannt, weil sie verzögert eintritt. Bei ihr spielen spezielle Immunzellen (T-Zellen) eine zentrale Rolle.

Symptome und Formen der Kontaktallergie

Typische Beschwerden einer Kontaktallergie sind Hautrötungen, Juckreiz, Schwellungen und Bläschen und Ekzeme. Ekzeme sind nicht ansteckende Entzündungen der Haut. Das allergische Kontaktekzem ist der häufigste Ekzemtyp.

Eine seltene Sonderform stellt das photoallergische Kontaktekzem dar, bei dem eine Überempfindlichkeit gegenüber sogenannten Photosensibilisatoren vorliegt. Diese Substanzen haben zunächst kein allergenes Potential, wandeln sich aber unter Einfluss von Sonnenlicht in ein Allergen um. Das ist zum Beispiel bei Berührung der Pflanze Riesenbärenklau der Fall.

Im Gegensatz zum allergischen Kontaktekzem entsteht das sogenannte toxische, irritative oder nichtallergische Kontaktekzem durch direkte chemische oder physikalische Schädigung der Haut, wobei keine vorherige Sensibilisierung des Immunsystems vorliegt.

Auslöser: Nickel, Kosmetika, Chemikalien

Häufige Allergene sind Metalle - insbesondere Nickel. Aber auch andere Stoffe wie Kosmetika oder Chemikalien können ein allergisches Kontaktekzem auslösen. Ist die Diagnose gestellt, sollte das Allergen möglichst gemieden werden. Zudem gibt es medikamentöse Therapieoptionen und weitere Schutzmaßnahmen.

Ein besonderes Risiko für ein Kontaktekzem haben Menschen, die beruflich regelmäßig mit entsprechenden Allergenen, aber auch Feuchtigkeit oder reizend wirkenden Substanzen in Kontakt kommen. So macht das chronische Handekzem etwa 90 Prozent aller beruflichen Hautkrankheiten aus - insgesamt sind rund zehn von hundert Deutschen hiervon betroffen.

Autor: Petra Eiden
Letzte Aktualisierung: 22. September 2014
Durch:
Quellen: Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) (11/2008): Kontaktekzem. URL: http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/013-055.htm Leitlinie der Gesellschaft für pädiatrische Allergologie (GPA) (8/2007): Kontaktekzem. URL: http://www.wurms-pr.de/typo/fileadmin/user_upload/GPA/dateien_indiziert/Leitlinien/Leitlinie_Kontaktekzem.pdf Schauder, S.: Photosensitivität: Wenn Arzneimittel und Licht unverträglich sind. In: Pharmazeutische Zeitung online 19 (2009). URL: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=29754 Füller, I.: Allergien – Diagnose, Vorbeugung, Behandlung. Stiftung Warentest, Berlin, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 2007, S. 158-165 Fischer, P.J.: Kontaktallergie. In: Pädiatrische Allergologie 3 (2007), S. 47-48 Brasch, J.: Kontaktallergie bei Kindern. In: Der Hautarzt 60 (2009), S. 194–199 Geier, J., et al: Allergologische Diagnostik und aktuelle Allergene in der Berufsdermatologie. In: Der Hautarzt. 60 (2009), S. 708–717 Diepgen, T.L.: Chronisches Handekzem. In: Der Hautarzt 59 (2008), S. 683–689 Pressekonferenz der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zum Thema „Handekzeme richtig behandeln – neue DDG-Leitlinie zum Management von Handekzemen“ am 19.03.2009 in Berlin

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