Kopfschmerzform

Clusterkopfschmerz

Histaminkopfschmerz

Clusterkopfschmerzen (Histaminkopfschmerzen) sind eine äußerst heftige Form von Kopfschmerz und treten fast immer einseitig auf. Meistens kommt es nur während einiger Wochen im Jahr zu den Attacken. Je nach Verlauf unterscheidet man verschiedene Formen.

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Clusterkopfschmerzen treten meist einseitig auf. Sie sind sehr heftig und können immer wieder kommen.
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Der Name Cluster kommt aus dem Englischen und bedeutet Büschel oder Haufen. Der Name drückt aus, dass die Anfälle meist während bestimmter Zeiten gehäuft auftreten, so zum Beispiel im Frühjahr oder Herbst. Der Clusterkopfschmerz wird auch als Bing-Horton-Neuralgie, Histaminkopfschmerz oder Erythroprosopalgie bezeichnet.

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Clusterkopfschmerz kommt ohne Vorwarnung

Die äußerst heftigen Kopfschmerzen treten anfallartig auf und werden fast immer einseitig im Augen- beziehungsweise Schläfenbereich empfunden. Weitere Anzeichen für Clusterkopfschmerz: Die Attacken beginnen urplötzlich und ohne Vorboten, oft in den ersten Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden und dauern 15 Minuten bis drei Stunden. Gleichzeitig beginnen auf der betroffenen Seite, die Tränen zu fließen. Das Auge ist gerötet, die Nase läuft. Während eines Anfalls sind die Patienten sehr unruhig, gehen umher, schaukeln mit dem Oberkörper oder pressen ihren Kopf in die Hände.

Periodisches Auftreten mit bis zu acht Attacken täglich

Bei vier von fünf Patienten mit Clusterkopfschmerz treten die Attacken nur während bestimmter Wochen oder Monate auf, in den sogenannten Cluster-Perioden. Man spricht dann vom episodischen Clusterkopfschmerz. Die Anfallhäufigkeit während dieser Zeit liegt zwischen einmal alle zwei Tage bis hin zu acht Attacken am Tag.

Risikofaktoren für Clusterkopfschmerz

Während der Cluster-Periode ist der Schmerzanfall häufig auslösbar. Die Ursachen sind etwa Aufenthalt in großen Höhen, körperliche Anstrengung, Flimmer- oder Flackerlicht, Alkohol, Nitrolingual (das als Nitrospray gegen Angina pectoris verwendet wird) oder Histamin. Im Durchschnitt dauert eine Cluster-Periode elf Wochen. Ihr folgen schmerzfreie Wochen, Monate oder gar Jahre, in denen auch keine Kopfschmerzattacke ausgelöst werden kann.

Formen des Clusterkopfschmerzes

Je nach Ausprägung verschiedener Symptome und zeitlichem Verlauf unterscheidet man zwischen der episodischen und der chronischen Form von Clusterkopfschmerz.

Formen des Clusterkopfschmerzes Definition
Episodischer Clusterkopfschmerz

Clusterkopfschmerzattacken treten in Perioden mit einer Dauer von sieben Tagen bis zu einem Jahr auf, die von schmerzfreien Episoden von einem Monat oder länger unterbrochen werden.

Chronischer Clusterkopfschmerz

Clusterkopfschmerzattacken treten über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr ohne Remission oder mit Remissionsphasen von weniger als einem Monat auf.

Überraschende Auslöser von Kopfschmerzen

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2015
Durch:
Quellen: Bundesverband der Selbsthilfegruppen für an Clusterkopfschmerz Erkrankte und deren Angehörige

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