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Ernährung bei erhöhten Harnsäurewerten

Ernährung bei erhöhten Harnsäurewerten
Wer unter erhöhten Harnsäurewerten leidet, sollte täglich mindestens zwei Liter trinken.
(c) Stockbyte

Der erhöhte Harnsäurespiegel ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch gezieltes Essen und Trinken positiv beeinflusst werden kann und sollte. Ignoriert man die Warnsignale des Körpers, droht eine unangenehme Folgeerscheinung - die Gicht. Das Gegenmittel für einen hohen Harnsäurespiegel: weniger Fleisch, weniger Alkohol, viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.

Ein erhöhter Harnsäurespiegel kann die Folgeerkrankung Gicht nach sich ziehen. Der Schlüssel für die Entstehung von Gicht liegt in einem Stoff namens Purin, der durch unterschiedliche Nahrungsmittel in den Körper gelangt. In Maßen aufgenommene Purine werden durch den Stoffwechsel zu Harnsäure verarbeitet. Diese wird durch die Niere abgebaut und dann ausgeschieden. Ist der Puringehalt in der aufgenommenen Nahrung jedoch zu hoch, entsteht im Stoffwechsel mehr Harnsäure, als in der Niere abgebaut werden kann. Diesen Zustand nennen Ärzte einen erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie).

Beim gesunden Menschen liegen die Harnsäurewerte im Blut zwischen 5,5 und 6,5 Milligramm pro Deziliter. Liegen die Werte dauerhaft darüber, bilden sich im Blut Harnsäurekristalle. Diese lagern sich an den Gelenken ab und führen zu schmerzhaften Entzündungen, der so genannten Gicht (Urikopathie). Um diese extrem schmerzhafte Folge zu vermeiden, sind vorbeugende Maßnahmen empfehlenswert.

Mit gezielter Ernährung den Harnsäurespiegel im Griff halten

Zum Gichtanfall muss es gar nicht erst kommen, wenn auch einem erhöhten Harnsäurespiegel vorgebeugt wird. Durch richtige Ernährung  sowie medikamentöse Maßnahmen können Sie vorbeugen.

 Bestimmte Medikamente fördern die Harnsäureausscheidung über die Niere und hemmen die Harnsäurebildung aus den Purinen. Auch das Einhalten einer purinarmen Ernährung ist wichtig. Man unterscheidet:

• streng purinarme Kost (maximal 2.000 Milligramm Harnsäure pro Woche)

• purinarme Kost (maximal 3.500 Milligramm Harnsäure pro Woche)

Die streng purinarme Ernährung wird nur zur Behandlung von akuten Gichtanfällen eingesetzt. Die purinarme Kost kann dagegen problemlos von jedem eingehalten werden. Besteht Übergewicht, ist eine Gewichtsabnahme notwendig. Fasten sollte Sie jedoch nicht, weil sich durch vermehrten Zellabbau der Harnsäurespiegel im Blut erhöht.

Reduzieren Sie Ihren Fleisch- und Wurstkonsum gegen erhöhten Harnsäurespiegel und Gicht

Da Purine vor allem in tierischen Lebensmitteln vorkommen, sollte Ihr Speiseplan reich an Vollkornprodukten, Gemüse und Obst sein. Milch, Milchprodukte und Eier können Sie auf Ihrem Speiseplan stehen lassen, da sie kaum Purine enthalten. Auf Alkohol sollte weitest gehend verzichtet werden. 

Um den Harnsäurespiegel im Normbereich zu halten, ist es empfehlenswert, die Fleischportionen auf maximal vier kleine Mahlzeiten pro Woche zu reduzieren. Dabei sollte jede Portion (dies gilt auch für Fisch, Geflügel, Lamm, Innereien, Schalen- und Krustentiere sowie Wurstwaren) auf ca. 100 Gramm reduziert werden.

 Hülsenfrüchte sind purinreiche pflanzliche Lebensmittel (mit ca. 50 Milligramm Harnsäure in 100 Gramm Rohgewicht), die bei Gicht 1-2 Mal pro Monat gegessen werden können.

 Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter: Tee, verdünnten Fruchtsaft, Mineral- oder Heilwasser sowie Gemüsesaft, denn auch das hilft bei einem erhöhten Harnsäurespiegel .

Alkoholische Getränke hemmen die Harnsäureausscheidung über die Nieren: Besonders stark wird die Ausscheidung durch Bier gehemmt - auch durch alkoholfreies.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2007

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