Lust auf spontane Liebe?

Erektionsstörungen erkennen und behandeln

Was hilft gegen erektile Dysfunktion?

Viele Studien belegen: Erektionsstörungen sind ein häufiges und bedeutendes Gesundheitsproblem bei Männern. Aber: Fast jedes Paar wünscht sich mehr Spontaneität im Liebesleben. Bei Erektionsproblemen wird dies unmöglich.

Doch es gibt Hilfe bei Erektionsproblemen. Um zu klären, wann diese Hilfe notwendig ist, stellt sich zunächst die Frage:

Was ist eigentlich eine Erektionsstörung?

Auf sexuelle Reize reagiert der Penis eines Mannes mit einer Erektion – er wird steif und ermöglicht so den Geschlechtsverkehr. Ist dieser natürliche Vorgang über einen längeren Zeitraum gestört, spricht man von einer Erektionsstörung oder auch erektilen Dysfunktion (ED). Davon zu trennen ist eine Orgasmusunfähigkeit, wenn also eine Erektion bei sexueller Stimulation auftritt, aber die Reizschwelle zum Samenerguss nicht überschritten werden kann.

Die Erektion ist nicht hart genug

Ebenso gilt als Erektionsstörung, wenn der Penis sich zwar versteift, die Härte der Erektion jedoch nicht für das Eindringen in die Vagina (Penetration) ausreicht oder wenn die Erektion während des Geschlechtsverkehrs an Härte verliert und das Erreichen des Orgasmus dadurch unmöglich wird.

In Deutschland ist etwa jeder 5. Mann zwischen 30 und 80 Jahren von einer Erektionsstörung betroffen. Anhand der zugrundeliegenden Ursachen unterscheiden Mediziner im Wesentlichen drei Formen:

  • die körperlich (organisch) bedingte Erektionsstörung,
  • die psychisch bedingte Erektionsstörung sowie
  • eine Mischform aus körperlichen und psychischen Faktoren.

Erektionsstörungen sind weit verbreitet, man schätzt, dass bei etwa 70 Prozent der Betroffenen organische Ursachen zugrunde liegen. Durchblutungsstörungen, die sich auch auf die Schwellkörper des Penis auswirken, treten oft im Alter auf – sie sind zum Beispiel eine Spätfolge bei Diabetes. Auch bestimmte Medikamente haben einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Potenz. Der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin tut der Manneskraft ebenfalls nicht gut.

Bei jüngeren Männern hat Impotenz nicht selten psychische Ursachen: Stress, Leistungsdruck – auch im sexuellen Bereich – Versagensängste und Anspannungen wirken sich auf die Erektionsfähigkeit aus.

Zur Behandlung von Erektionsstörungen werden je nach Ursache verschiedene Wege beschritten. Sildenafil war der erste Wirkstoff, der in der zum Synonym für Potenzmittel gewordenen "blauen Pille" Viagra und Nachahmerprodukten eingesetzt wird. In den letzten Jahren wurden verwandte Wirkstoffe und neue Medikamente gegen Erektionsstörungen entwickelt, die noch spezifischer auf die Schwellkörper im Penis wirken.

Gibt es Hausmittel bei Erektionsstörungen?

Leichte Erektionsstörungen, denen eindeutig keine organische Ursache zugrunde liegt, kann Mann durchaus auch mit Hausmitteln zu Leibe rücken. Vor allem natürliche Mittel, die die  Durchblutung der Organe im Beckenbereich anregen, sind einen Versuch wert.

Auf der Liste der möglichen Hausmittel gegen erektile Dysfunktion stehen zum Beispiel Knoblauch, Ginsengwurzel oder Extrakte vom Gingkobaum. Auch Ingwertee hat nach der altindischen Ayurveda-Lehre eine entsprechende Wirkung. Die Finger sollte man jedoch von vielfach im Internet angepriesenen Wundermitteln lassen. Diese enthalten Inhaltsstoffe zweifelhafter Herkunft, bringen die Manneskraft nicht zurück und erleichtern  nur den Geldbeutel der Besteller.

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