Dopplersonographie

Eine Dopplersonographie, auch als Duplexsonographie bezeichnet, ist eine Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße, die den Blutfluss hör- und sichtbar macht.

Dopplersonografie (Duplexsonografie)
Mithilfe der Dopplersonografie kann der Arzt zum Beispiel Verengungen der Halsschlagader erkennen.
PantherMedia / Jürgen Fälch

Die Dopplersonographie (andere Schreibweise: Dopplersonografie) ist ein Ultraschallverfahren, mit dem sich Blutfluss und Fließgeschwindigkeit des Blutes darstellen lassen. Der Begriff "Doppler" bedeutet nicht, dass irgendetwas verdoppelt wird. Die Bezeichnung geht auf den Entdecker des zugrundeliegenden Prinzips zurück, dem österreichischem Physiker Johann Christian Doppler. Dieses besagt, dass Schallwellen mit veränderter Frequenz beziehungsweise Tonhöhe reflektiert werden, wenn sie auf einen bewegten Gegenstand treffen.

Frequenz reflektierter Schallwellen ändert sich bei Bewegung

Bewegt sich der Gegenstand von der Schallquelle fort, werden die Schallwellen mit niedrigerer Frequenz beziehungsweise niedrigerer Tonhöhe in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, mit der sich der Gegenstand von der Schallquelle fortbewegt, reflektiert. Umgekehrt erhöht sich die Frequenz der reflektierten Schallwellen beziehungsweise die Tonhöhe umso mehr, je schneller sich der Gegenstand auf die Schallquelle zu bewegt.

Darstellung des Blutflusses als Ton und Bild

In der Doppler-Sonographie nutzt man dieses Prinzip zur Untersuchung des Blutflusses: Ultraschallwellen in einer bestimmten Frequenz werden über den Schallkopf des Ultraschallgeräts auf Blutgefäße ausgesendet und treffen dort auf die Blutkörperchen, die einen Teil der Schallwellen reflektieren. Die reflektierten Schallwellen werden vom Schallkopf aufgefangen und im Ultraschallgerät analysiert. An ihrer im Vergleich zum ausgesendeten Schall veränderten Frequenz lässt sich die Geschwindigkeit ablesen, mit der sie sich bewegen, sowie die Bewegungsrichtung. Das Ultraschallgerät gibt den Frequenzunterschied als Ton wieder und zeigt ihn mit Hilfe einer Farbkodierung auf dem Bildschirm an, wobei die Fließbewegung zum Schallkopf hin meist rot und vom Schallkopf weg blau dargestellt wird.

Einsatzgebiete der Dopplersonographie

Gefäßverengungen, beispielsweise durch Ablagerungen an den Gefäßwänden durch Arteriosklerose etwa, lassen sich mit der Untersuchungsmethode aufdecken, da sich durch diese "Hindernisse" Richtung und Geschwindigkeit verändern. Daraus ergibt sich auch der Anlass beziehungsweise die Indikation für eine Dopplersonographie. Sie wird zum Beispiel eingesetzt zur Diagnose oder Verlaufsbeobachtung bei

Im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Herzens, der Echokardiografie (Herzecho), wird meist ebenfalls eine Doppleruntersuchung gemacht.

Untersuchung ohne Risiko

Wie bei anderen Ultraschalluntersuchungen auch ist keine besondere Vorbereitung auf eine Dopplersonographie erforderlich. Auf die Haut über der Körperregion, die untersucht werden soll, wird Kontaktgel aufgetragen, um auszuschließen, dass Luft zwischen der Haut und dem Schallkopf das Untersuchungsergebnis verfälscht. Dann führt der Arzt den Schallkopf darüber. Die Untersuchung ist völlig gefahrlos und schmerzfrei.

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Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2016
Durch: es

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