Dauer und Phasen

Zyklus der Frau: Wie läuft er ab?

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Der weibliche Zyklus wird von Hormonen gesteuert. Wer einen regelmäßigen Zyklus hat und seinen Ablauf kennt, kann den Eisprung und somit die fruchtbaren Tage sehr sicher vorhersagen. Eine große Hilfe, wenn eine Frau schwanger werden möchte – oder eben nicht.

Hand mit Menstruationstasse
Der Zyklus einer Frau beginnt immer mit dem ersten Tag der Monatsblutung und dauert im Schnitt 28 Tage, wobei Schwankungen von plus/minus einer Woche im Normbereich liegen. Die Vorgänge im Körper zu kennen, ist unter anderem für die Familienplanung wichtig.
© Getty Images/Westend61

Der weibliche Zyklus dauert im Normalfall 21 bis 35 Tage, im Durchschnitt ist er 28 Tage lang. Der erste Tag der Monatsblutung markiert seinen Anfang, der letzte Tag vor der nächsten Periode das Ende. Im Verlauf eines Zyklus können Frauen charakteristische Veränderungen an ihrem Körper wahrnehmen und so ihre fruchtbaren Tage bestimmen, um schwanger zu werden oder zu verhüten.

Wichtige Warnsignale der Periode

Neben der Monatsblutung kennzeichnen drei Phasen den weiblichen Zyklus: Die sogenannte Proliferationsphase vor dem Eisprung, die Ovulationsphase um den Eisprung herum und die Lutealphase nach dem Eisprung.

Erste Zyklusphase: Die Gebärmutterschleimhaut wird aufgebaut

Die Proliferationsphase (lat. Proliferation = Wucherung) ist die Phase des weiblichen Zyklus, bei der sich der Körper auf eine mögliche Empfängnis vorbereitet. Die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut, die während der letzten Monatsblutung abgestoßen wurde, wird unter der Einwirkung von Östrogenen allmählich wieder aufgebaut.

Das in der Hirnanhangsdrüse, der Hypophyse, gebildete Follikel-stimulierende Hormon (FSH) sorgt dafür, dass im Eierstock ein neues Eibläschen (Follikel) heranreift. Es enthält eine Eizelle und gibt außerdem das weibliche Geschlechtshormon Östrogen an den Körper ab. Dadurch nimmt während der Proliferationsphase die Menge an Östrogen im Körper zu.

Der Gebärmutterhals ist nach der Monatsblutung zunächst durch einen festen Schleimpfropf verschlossen, den Spermien nicht passieren können. Die im Laufe der Proliferationsphase zunehmende Östrogenkonzentration hingegen sorgt dafür, dass der Gebärmutterhalsschleim flüssiger und dadurch für die Samenzellen durchlässig wird.

Der Eisprung: Jetzt kann die Befruchtung stattfinden

Die im Follikel gebildeten Östrogene sind dafür verantwortlich, dass die Hirnanhangsdrüse nach etwa zwei Wochen ein weiteres Hormon bildet, das luteinisierende Hormon (LH). Unter der Wirkung von LH platzt das Eibläschen und gibt die herangereifte Eizelle frei. Dieser Moment im weiblichen Zyklus wird als Eisprung (Ovulation) bezeichnet.

Die Eizelle wird anschließend vom Eierstock in den Eileiter und in Richtung Gebärmutter weitertransportiert und ist nun etwa zwölf bis 24 Stunden lang befruchtungsfähig. Der Eisprung findet etwa 14 Tage nach Beginn der Monatsblutung statt, also in der Zyklusmitte. Bei einem längeren Zyklus von beispielsweise 32 Tagen Länge kommt es grob gerechnet an Tag 16 zum Eisprung.

Woran Frauen die fruchtbaren Zyklustage erkennen

Frauen erkennen die fruchtbare Phase am leichtesten an der Beschaffenheit des Zervixschleims. Am Anfang des Zyklus ist er milchig-weiß und klebrig. Naht der Eisprung, wird der Ausfluss immer klarer und spinnbarer. Manche Frauen spüren das Platzen des Follikels auch sehr deutlich am sogenannten Mittelschmerz, einem Ziehen im Unterbauch.

Nach dem Sex können Spermien drei bis fünf Tage im Körper der Frau überleben. Aus diesem Grund kann jeder ungeschützte Geschlechtsakt, der bis etwa fünf Tage vor dem Eisprung und bis zu einem Tag nach dem Eisprung stattfindet, zu einer Schwangerschaft führen.

Lutealphase des Zyklus bereitet auf potenzielle Schwangerschaft vor

Aus dem übriggebliebenen Eibläschen entwickelt sich der sogenannte Gelbkörper (Corpus luteum). Er produziert ein weiteres weibliches Geschlechtshormon, das Progesteron. Dieses lockert die zuvor aufgebaute Gebärmutterschleimhaut auf und lagert Wasser und Nährstoffe darin ein. Auf diese Weise wird eine eventuelle Schwangerschaft vorbereitet. Gleichzeitig fährt der Körper die Bildung des Östrogens zurück.

Findet eine Befruchtung statt und nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein, bleibt der Progesteronspiegel erhalten. Wenn nicht, bildet sich der Gelbkörper nach zehn bis 16 Tagen zurück und stellt die Progesteronproduktion ein.

Die Menstruationsblutung läutet einen neuen Zyklus ein

Die zuvor aufgebaute oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut wird nun abgestoßen. Das geschieht, indem sich einige Blutgefäße in der Schleimhaut öffnen. Das herausfließende Blut nimmt zerfallende Schleimhautteile mit – die Menstruation und mit ihr der erste Tag des neuen Zyklus beginnt.


Die Blutung dauert im Allgemeinen vier bis fünf Tage. Bereits am ersten Tag beginnt in den Eierstöcken die Reifung einer neuen Eizelle – der nächste weibliche Zyklus bricht an. In ihrem Leben durchläuft eine Frau durchschnittlich 500 Menstruationszyklen.

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