Hautkrankheiten

Dornwarzen entfernen: So behandeln Sie hartnäckige Fußwarzen

Dornwarzen treten mit Vorliebe an den Fußsohlen, Ballen oder Zehen auf. Im Gegensatz zu anderen Warzen wachsen sie dornartig in die Tiefe und können deshalb schmerzhaft und sehr hartnäckig sein. Wie Sie Dornwarzen behandeln und entfernen.

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Zur Vorbeugung vor Dornwarzen helfen Badeschuhe im Schwimmbad.
© iStock.com/eternalcreative

Dornwarzen sind wie die meisten anderen Warzenarten eher harmlos. Sie werden von Viren verursacht und treten bevorzugt an den Füßen auf, weshalb sie auch als Fußwarzen oder Plantarwarzen bezeichnet werden. Der Begriff "Plantar" leitet sich von "planta" ab, dem lateinischen Wort für Fußsohle. Der medizinisch korrekte Begriff lautet entsprechend Verrucae plantares.

Die Warzen zeigen sich an der Hautoberfläche als flache, rundliche Hautwucherungen, die durch eine Schicht Hornhaut bedeckt und grau-gelblich gefärbt sind. Für den Laien sind sie manchmal kaum von Hühneraugen zu unterscheiden, vor allem wenn die Dornwarzen am Zeh sitzen. Doch bei genauem Hinsehen erkennt man meist winzige schwarze Punkte oder Striche in der Warze, die durch kleine Einblutungen entstehen.

Dornwarzen: Die besten Hausmittel und Tipps

Eine Dornwarze muss neben der punktuellen Hautverdickung nicht von weiteren Symptomen begleitet sein. Da sie aber bevorzugt an Stellen der Fußsohle auftritt, die einer hohen Druckbelastung ausgesetzt sind, zum Beispiel Ferse oder Fußballen, können zu den Symptomen auch starke, stechende Schmerzen beim Gehen gehören. Dazu kann es kommen, wenn die Ausläufer der Dornwarze an die Enden von Nerven heranreichen. Das hat der Dornwarze auch die Bezeichnung Stechwarze eingebracht.

Eine weitere Form der Plantarwarzen sind sogenannte Mosaikwarzen, die im Gegensatz zu den Dornwarzen flach sind und nicht in die Tiefe reichen. Sie verursachen daher meist keine Schmerzen, können aber in großer Zahl auftreten und beetartig die Fußsohle überziehen.

Humane Papillomaviren (HPV) sind Auslöser von Dornwarzen

Ursache für Dornwarzen ist wie bei fast allen anderen Warzenarten eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV). Eine Ausnahme stellen nur die Dellwarzen dar, die durch Pockenviren hervorgerufen werden. Rund 100 verschieden HPV-Typen sind bekannt, von denen einige sogenannte Hochrisikotypen auch Krebserkrankungen wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) verursachen können.

Doch glücklicherweise sind die Auslöser der Dornwarzen und der meisten anderen Hautwarzen vom harmlosen Typ: Bei diesen HP-Viren handelt es sich um Niedrigrisikotypen, die in der Regel nicht mit Tumorbildungen in Zusammenhang gebracht werden, meist die HPV-Typen 1, 2 und 4.

Vorsicht, ansteckend!

Da sie durch Viren hervorgerufen werden, sind Dornwarzen hochgradig ansteckend. Die Viren können über feine, mit dem bloßen Auge kaum sichtbare Verletzungen oder Risse in die Haut eindringen. Auch bei aufgeweichter Haut, beispielsweise nach einem Schwimmbadbesuch oder ausführlichen Bad, haben die Erreger leichtes Spiel. Eine warme, feuchte Umgebung kommt den Viren zugute. Öffentliche Schwimmbäder und Saunen sind daher ideale Verbreitungsorte.

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In die Haut eingedrungen können HP-Viren die typischen Hautwucherungen verursachen – eine Warze bildet sich. Bis dies eintritt, vergehen nach der Infektion oft Wochen oder Monate. Der Grund, warum die Hautwucherungen bei Dornwarzen nach innen und nicht wie bei anderen Warzenarten nach außen wachsen, liegt darin, dass sie an den Fußsohlen einer hohen Druckbelastung ausgesetzt sind. So bildet sich ein Hornkegel, der tief in die Haut wächst und starke Schmerzen verursachen kann.

Wie kann man eine Ansteckung mit Dornwarzen verhindern?

Hat sich eine Dornwarze gebildet, ist es wichtig, der Entstehung neuer Warzen am Fuß oder anderen Körperregionen vorzubeugen. Hygienemaßnahmen sind dabei entscheidend. Dazu gehört, nach der Warzenbehandlung die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Handtücher und andere Textilien,  die mit der Warze in Berührung gekommen sind wie beispielsweise Socken, sollten bei 60 Grad gewaschen werden – das macht die Viren unschädlich.

Schützen Sie andere vor einer Ansteckung mit Fußwarzen, wenn Sie selbst betroffen sind: Nutzen Sie beispielsweise keine gemeinsamen Handtücher oder Waschlappen und laufen Sie zu Hause oder in öffentlichen Einrichtungen nicht barfuß, um die Dornwarzen-Viren nicht weiter zu verbreiten.

Dornwarzen bei Kindern

Kinder und Jugendliche gelten als besondere Risikogruppe, die sich häufig mit Dornwarzen anstecken. Das liegt zum einen daran, dass ihr Immunsystem noch nicht ganz ausgebildet ist und dem Virus nichts entgegenzusetzen hat. Zum anderen tummeln sich gerade Kinder bevorzugt in Freibädern und Hallenbädern und laufen gerne stundenlang mit nassen Füßen herum. Achten Sie deshalb auch bei Kindern darauf, dass sie nach dem Besuch Schwimmbad die Füße falls möglich mit der Fußdusche desinfizieren und nach dem Baden gründlich abtrocknen.

Fibrom: Entfernung nur aus kosmetischen Gründen notwendig

Harte und weiche Fibrome gibt es in vielen verschiedenen Unterarten, die grundsätzlich an allen Körperteilen auftreten können, die Bindegewebe enthalten.

Artikelinhalte im Überblick

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Behandlung: Fibrom entfernen

Die Entfernung eines Fibroms ist nur aus ästhetischen Gründen angebracht. Aus medizinischer Sicht besteht selten die Notwendigkeit für eine Behandlung. Da Fibrome aber oft an exponierten Stellen im Gesicht, dem Hals oder an den Händen auftreten, möchten viele Betroffene ihr Fibrom loswerden. Auch ein Fibrom im Intimbereich wird meist als sehr störend empfunden. All dies zählt aber zu den Eingriffen, die aus kosmetischer Sicht erfolgen. Aus diesem Grund muss man die Kosten für die Entfernung eines Fibroms selbst tragen.

Der Hautarzt kann das Fibrom entfernen, nachdem er die Stelle örtlich betäubt hat. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant in der Hautarztpraxis. Je nach Größe des Fibroms muss die Operationsstelle mit wenigen Stichen genäht werden. Meist ist dies aber nicht nötig, insbesondere Stielwarzen können einfach abgezwickt werden. In diesem Fall kann der Hautarzt das Fibrom auch vereisen, um es zu entfernen.

Innere Fibrome brauchen in den seltensten Fällen eine Behandlung. Sollten Knochenfibrome Symptome verursachen, ist die Behandlung vom Ausmaß und der Lokalisation des Fibroms abhängig.


Kann man ein Fibrom selbst entfernen?

Es ist nicht angeraten, ein Fibrom selbst zu entfernen, auch wenn es beispielsweise bei einem einzelnen, gestielten Augenlid-Fibrom sehr verführerisch erscheinen kann. Man sollte ein Fibrom nicht selbstständig abbinden oder ein Fibrom-Pflaster ohne ärztliche Kontrolle anwenden. Durch Infektionen kann es durch die Selbstbehandlungsversuche zu Entzündungen und unschönen Narben kommen.

Fibrom mit Hausmitteln wie Apfelessig selbst entfernen

Manche Betroffene versuchen, ein Fibrom mit einem Hausmittel zu entfernen. Mehrmals täglich auf das Fibrom Apfelessig zu träufeln oder einen getränkten Wattebausch aufzulegen, hat nach Erfahrungsberichten schon manchmal Wirkung gezeigt und das Fibrom verschwinden lassen. Man muss aber aufpassen, dass sich die Haut um das Fibrom auf keinen Fall entzündet.

Was ist ein Fibrom?

Ein Fibrom ist ein gutartiger Tumor des Binde- oder Stützgewebes, der keine Anzeichen von Bösartigkeit (Malignität) aufweist. Fibrome können an allen Körperstellen auftreten, die Bindegewebe enthalten. Es gibt viele verschiedene Unterarten der Bindegewebstumoren und, abhängig von Lokalisation oder Beschaffenheit, auch viele Namen für die Gewächse.

Fibrome an der Haut heißen beispielsweise Stielwarze, Stielfibrom, Dermatofibrom oder Nodulus cutaneus. Die Beschaffenheit wird durch Namen wie weiches Fibrom, hartes Fibrom, Fibroma dura oder gestieltes Fibrom beschrieben.

Ein Fibrom bildet sich aus Fibroblasten, den Zellen, die das Bindegewebe bilden. Diese finden sich in allen Binde- und Stützgeweben des menschlichen Körpers, weshalb Fibrome auch an den unterschiedlichsten Körperstellen entstehen können. Es kommt zu einem vermehrten Gewebewachstum, da sich die Fibroblasten zu stark an einzelnen Stellen vermehren. Die Gründe dafür lassen sich meist nicht herausfinden.

In der Regel kommen Fibrome vereinzelt vor. Erstrecken sie sich aber über den ganzen Körper, spricht man von einer Fibromatose. Die Fibrome, die durch die überschießende Aktivität der Fibroblasten entstehen, sind durchweg gutartig und bleiben es auch lebenslang. Bösartige Bindegewebsknoten, die ebenfalls bei Menschen entstehen können, nennt man Fibrosarkome.

Die wichtigsten Arten von Fibromen sind:

Weiches Fibrom

Weiche Fibrome kommen am häufigsten an Augenlidern, Hals, Achselhöhlen, in den Unterbrustfalten und im Leistenbereich vor. Sie sind wenige Millimeter bis Zentimeter groß und betreffen Männer und Frauen gleich häufig. Weiche Fibrome bilden sich selten vor der Pubertät und sind bei nahezu allen Menschen mittleren Alters irgendwo am Körper zu finden.

Weiche Fibrome kommen in gestielter Form vor, dann werden sie als Stielwarzen oder Fibroma pendulans bezeichnet. Haben sie keinen Stiel, nennt man sie Fibroma molle. Weiche Fibrome sind über das Hautniveau erhaben, meist hautfarben, können aber auch rot oder schwarz sein und an einen Leberfleck erinnern. Sind sie besonders groß, kann die Oberfläche faltig sein. Ansonsten unterscheidet sich die Hautstruktur nicht von der umgebenden Haut.

Hartes Fibrom

Bei einem harten Fibrom (Fibroma durum) vermehrt sich das Bindegewebe in einer tieferen Hautschicht. Deshalb ragen harte Fibrome nur wenig über das Hautniveau hinaus. Die hautfarbenen, manchmal auch rosa oder braun gefärbten Fibrome treten überdurchschnittlich häufig an den Beinen junger Frauen auf, sind aber an unterschiedlichen Stellen bei nahezu allen erwachsenen Personen sehr häufig zu finden.

Die derben Knötchen sind meist wenige Millimeter groß, können aber auch größer als einen Zentimeter werden. Bei der Tastuntersuchung sinkt ein hartes Fibrom beim Zusammendrücken in die Haut ein (Fitzpatrick-Zeichen). So kann es der Hautarzt von einem Leberfleck unterscheiden.

Angiofibrom (gefäßreiches Fibrom)

Aufgrund ihrer übermäßigen Durchblutung sind Angiofibrome meist rötlich. Sie finden sich am häufigsten im Bereich von Nase und Wangen sowie an den Händen. Gefäßreiche Fibrome treten besonders oft bei jungen Männern auf.

Perifollikuläres Fibrom

Hierbei handelt es sich um harte Fibrome, die sich im Bereich von Haarfollikeln (Haarbalg) bilden.

Neurofibrom

Die Gewebevermehrung geht beim Neurofibrom vom Bindegewebe des Nervensystems aus und kann sich als Anhängsel oder auch als Hautknötchen zeigen. Meist sind Fibrosarkome Symptome anderer Krankheiten wie beispielsweise von Morbus Recklinghausen (Neurofibromatose Typ1).

Knochenfibrom

Knochenfibrome bilden sich in Knochen- und Knorpelgewebe, die zum Stützgewebe zählen. Sie sind allerdings deutlich seltener als Fibrome der Haut. Es gibt viele verschiedene Knochenfibrome, die meist als Zufallsbefunde auf einem Röntgenbild entdeckt werden. Die wichtigsten sind:

  • nicht-ossifizierendes (nicht knochenbildendes) Knochenfibrom
  • ossifizierendes (knochenbildendes) Fibrom
  • Chondromyxoidfibrom
  • desmoplastisches Fibrom

Reizfibrom

Hierbei handelt es sich um eine Bindegewebswucherung an der Schleimhaut, meist um ein Fibrom im Mund. Die auch Irritationsfibrome genannten Wucherungen entstehen, wenn bestimmte Stellen im Mund (oder selten im Intimbereich) immer wieder mechanisch gereizt werden.

Reizfibrome werden meist durch Zahnprothesen oder scharfkantige Zähne ausgelöst, sind im Allgemeinen knotenförmig, können aber auch gestielt sein. Irritationsfibrome können sich im ganzen Mundbereich bilden, meist sind Wangeninnenseite, Zunge oder Zahnfleisch betroffen. Im Bereich des Zahnfleisches nennt man ein Reizfibrom auch Epulis.

Fibroma zysticum

Als Fibroma zysticum beszeichnet man Fibrome, die Lymphflüssigkeit enthalten oder die sich im Bereich von Lymphgefäßen bilden. Sie sind sehr selten.

Symptome: Macht ein Fibrom Beschwerden?

Die Symptome von Fibromen sind, je nach Art und Lokalisation, sehr unterschiedlich. Sie verursachen an und für sich keine Beschwerden.

Fibrome im Bereich der Haut sind schmerzlos, können aber mit einer leichten Druckempfindlichkeit einhergehen. Da Fibrome über das Hautniveau hinausragen, kann es zu Verletzungen in diesen Bereichen kommen. Weil sich viele Fibrome im Bereich von Hautfalten bilden, besteht auch die Gefahr, dass sich durch Reibung und Feuchtigkeit Entzündungen im Fibrombereich oder der umgebenden Haut bilden.

Bei größeren gestielten Fibromen besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich die Hautwucherung verdreht und so die Blutgefäße verletzt werden.

Fibrome jucken im Normalfall nicht. Es kann aber trotzdem zu leichtem Juckreiz im betroffenen Hautbezirk kommen, insbesondere wenn die Haut gereizt oder gar entzündet oder verletzt ist. Das Hauptproblem von Hautfibromen ist aber rein kosmetischer Natur, insbesondere, wenn es sich um mehrere Fibrome im Bereich der sichtbaren Haut handelt.

Reizfibrome können sich mit einem störenden Fremdkörpergefühl im Mund bemerkbar machen. Bei Fibromen des Zahnfleisches (Epulis) kommt es vermehrt zu Zahnfleischbluten beim Zähneputzen.

Knochenfibrome werden meist zufällig bei Röntgenuntersuchungen entdeckt. Sie machen in Allgemeinen keine Beschwerden. Nur bei sehr großen, schnellwachsenden Knochenfibromen kann es ausnahmsweise zu Schmerzen und im Extremfall zu Knocheninstabilität kommen.

Ursachen für Fibrome

Warum Fibrome entstehen, ist nicht sicher geklärt. Die meisten Fibrome entstehen ohne klar erkennbare Ursache.

Der Begriff Stielwarze ist missverständlich. Er bezieht sich lediglich auf das Aussehen des gestielten Fibroms. Fibrome haben nichts mit Warzen zu tun und sind nicht durch Viren entstanden. Deshalb sind Stielwarzen oder andere Fibrome nicht ansteckend.

Am ehesten kann man konkrete Gründe für das Wachstum harter Fibrome finden. Man geht davon aus, dass es sich dabei um eine Art kleiner Narbe in den oberflächlichen Hautschichten handelt. Diese entsteht aus Entzündungen und leichten Verletzungen des Bindegewebes, wie sie durch Insektenstiche, Haarbalgentzündungen oder kleine Fremdkörper in der Haut (Dornen, Splitter, Nahtmaterial) entstehen.

Es scheint auch einen Zusammenhang mit einer Schwächung des Immunsystems zu geben. Dafür spricht das vermehrte Auftreten harter Fibrome bei Immunschwäche-Krankheiten wie AIDS oder Lupus Erythematodes (Schmetterlingsflechte) sowie bei Menschen, die das Immunsystem unterdrückende Medikamente (Immunsuppressiva) einnehmen.

Bei der Entstehung der weichen Fibrome besteht weniger Klarheit. Wissenschaftler zählen die weichen Fibrome zur Gruppe der Hamartome. Bei diesen Tumoren geht man von einem angeborenen Fehler in der Anlage der embryonalen Keimgewebe aus. Diese Gewebevorstufen können sich in der weiteren Entwicklung zu den unterschiedlichsten Geweben differenzieren. Im Fall der weichen Fibrome kommt es an der Stelle des fehlerhaft angelegten Keimgewebes zu überschießender Bildung von Bindegewebe.

Durch andauernde mechanische Belastung von Schleimhaut kann ebenfalls die Entstehung von Bindegewebstumoren an der gereizten Stelle angestoßen werden. Im Bereich der Mundschleimhaut können Zahnprothesen, Piercings oder scharfkantige Zähne eine solche Dauerbelastung darstellen und zu Reizfibromen führen.

Warum die seltenen Knochenfibrome entstehen, ist unbekannt. Mediziner sehen Knochenverletzungen, endokrine (hormonelle) Störungen, Blutgefäßanomalien und genetische Faktoren als am wahrscheinlichsten an.

Wie diagnostiziert man ein Fibrom?

Da Fibrome im Körperinneren normalerweise keine Symptome verursachen, findet eine Diagnostik eigentlich nur bei den äußerlich sichtbaren Wucherungen der Haut oder im Mund statt. Entdeckt man bei einer Röntgenuntersuchung zufällig ein Knochenfibrom, wird meist keine Spezial-Diagnostik durchgeführt.

Die meisten Hautfibrome lassen sich durch eine Betrachtung mit dem Dermatoskop (ein spezielles Lupeninstrument mit Lichtquelle) vom Hautarzt eindeutig identifizieren. Größe, Form, Farbe, Struktur und Ränder der Hautveränderung geben dazu die entscheidenden Hinweise.

Bringt die Untersuchung mit dem Dermatoskop kein eindeutiges Ergebnis, muss die Möglichkeit ausgeschlossen werden, dass es sich um eine bösartige Veränderung wie den schwarzen Hautkrebs (Melanom) oder eine Form des Bindegewebskrebses (Fibrosarkom) handelt. Dazu wird bei örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) eine Gewebeprobe entnommen und feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht. Bei kleinen Hautveränderungen wird der komplette Tumor entfernt (Exzision).

In manchen Fällen muss mit weiteren Untersuchungen geprüft werden, ob hinter den Fibromen eine Grunderkrankung wie Neurofibromatose, Lupus erythematodes oder AIDS steckt.

Verlauf und Prognose

Ab der Pubertät entwickeln nahezu alle Menschen an irgendeiner Stelle des Körpers ein oder mehrere Fibrome. Diese bleiben dann bis zum Tod erhalten, wenn sie nicht operativ entfernt werden. Von alleine wird ein Fibrom nicht verschwinden.

Fibrome sind harmlos. Sie sind nie bösartig, haben keine Tendenz zu entarten, wachsen nur bis zu einer bestimmten Größe und bleiben dann unverändert. Wird das Fibrom aber als optisch störend empfunden oder behindert es den Betroffenen, weil man damit beispielsweise an der Kleidung oder an Schmuck hängenbleibt, kann man es entfernen lassen.

Reizfibrome im Mund haben nach Beendigung des Reizes die Tendenz, sich so weit zu verkleinern, dass sie nicht mehr stören. Innere Fibrome werden im Allgemeinen nur zufällig entdeckt und verändern sich im Laufe des Lebens nicht weiter.

Kann man Fibromen vorbeugen?

Generell kann man der Entstehung von Fibromen nicht vorbeugen.

Möglicherweise kann man das Risiko für die Entstehung harter Fibrome verringern, indem man Hautverletzungen sorgfältig behandelt, nicht an Insektenstichen herumkratzt und der Entstehung von Haut- oder Haarbalgentzündungen schnell entgegenwirkt. 

Um Reizfibromen vorzubeugen, sollten Zahnprothesen, Implantate und Kronen gut sitzen und an Zähnen oder Zahnersatz sollten keine scharfen Kanten bestehen. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass im Mund Fibrome entstehen, deutlich vermindert.

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Dornwarzen erkennen – meist genügt Blickdiagnose

Selbst wenn man sich als Laie vielleicht schwer tut, Dornwarzen zu erkennen, dem erfahrenen Haus- oder Hautarzt genügt zur Diagnose in der Regel ein Blick auf das äußere, charakteristische Erscheinungsbild. Die Betrachtung unter einem Dermatoskop oder Auflichtmikroskop, wie es auch zur Früherkennung von Hautkrebs verwendet wird, kann die Diagnose absichern. Diese Technik ermöglicht es dem Arzt, die Warze und die umgebende Haut bis in tiefere Schichten zu betrachten.

Wächst die Warze besonders schnell, kann eine Biopsie zur Untersuchung entnommen werden. Dazu rät der Arzt vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem, um eine bösartige Hauterkrankung auszuschließen.

Therapiemöglichkeiten: Was hilft gegen Dornwarzen?

Viruswarzen verschwinden oft von selbst, eine Therapie der Dornwarzen ist deshalb nicht immer notwendig. Solange die Warze keine Beschwerden verursacht, kann man erst einmal abwarten: Etwa 60 Prozent aller Viruswarzen bilden sich innerhalb von zwei Jahren nach ihrem Auftreten von alleine wieder zurück. Das plötzliche Verschwinden erklärt möglicherweise, dass gerade zur Warzenbehandlung viele, teils kuriose Hausmittel kursieren.

So schwören manche darauf, eine Nachtschnecke über die Warze kriechen zu lassen, am besten immer wieder und möglichst bei Vollmond. Das Einreiben mit Knoblauch, Zwiebelsaft, Bananenschale oder Urin sind weitere bekannte Hausmittel, für deren Wirksamkeit es aber keine Belege gibt. Auf solche zweifelhaften Mittel sollte man sich lieber nicht verlassen.

Überliefert ist zudem eine Vielzahl von Ritualen, die Warzen zum Verschwinden bringen sollen. Sie bestehen oft darin, die Warzen auf einen Gegenstand zu übertragen oder die Warze zu besprechen oder wegzubeten. Dass solche Methoden funktionieren können, wird dem Placebo-Effekt zugeschrieben, zu dem es sogar wissenschaftliche Untersuchungen gibt: Der feste Glaube daran, dass ein Medikament oder eine Methode hilft, setzt im Körper Selbstheilungsprozesse in Gang. So geht man davon aus, dass sich das Immunsystem über die Psyche beeinflussen lässt. Kinder gelten als besonders empfänglich gegenüber derartigen Suggestiv-Methoden, aber auch Erwachsene reagieren zum Teil darauf.

Einen Versuch wert ist das Abkleben der Dornwarze mit einem handelsüblichen, durchsichtigen Klebeband. In einer 2002 veröffentlichten Studie konnte nach zwei Monaten bei einem Großteil der Teilnehmer eine Rückbildung der Warze beobachtet werden, auch wenn Folgeuntersuchungen die Wirksamkeit dieses Hausmittels nicht bestätigen konnten.

Warzen entfernen mit bewährten Mitteln

Anders sieht es mit bewährten Hausmitteln und Naturheilverfahren aus, die das Immunsystem unterstützen und so tatsächlich die körpereigenen Heilungskräfte aktivieren können. Die bekanntesten Mittel sind:

  • Thuja-Extrakt: Auch mit Pflanzenkraft kann man wirkungsvoll gegen Dornwarzen vorgehen. Die Behandlung erfolgt mit Tinkturen aus Thuja-Extrakten, die bis zum Abheilen der Warze mehrmals täglich aufgetragen werden. Hier konnte in einer Studie eine Wirksamkeit gegen Warzen nachgewiesen werden, die darauf beruht, dass Inhaltsstoffe der Pflanzenextrakte die Produktion von Entzündungsmediatoren in den Hautzellen auslösen. Darunter sind körpereigene Stoffe zu verstehen, die Entzündungsreaktionen auslösen und aufrechterhalten und dadurch das Immunsystem stimulieren. So kann Thuja-Extrakt Dornwarzen abklingen lassen.

  • Auch in der Homöpathie kommt Thuja in Form von Globuli zum Einsatz. Andere häufig gegen Dornwarzen verwendete homöopathische Mittel sind Causticum Hahnemanni und Acidum nitricum.

  • Erfolgsmeldungen gibt es auch für die Behandlung von Dornwarzen mit Teebaumöl. Dazu wird das nachweislich antimikrobiell wirkende Hausmittel ein bis dreimal täglich auf die Warze aufgetragen. Problematisch dabei ist jedoch, dass das Teebaumöl Kontaktekzeme hervorrufen kann. Dermatologen raten daher von der Warzenbehandlung mit Teebaumöl ab. Zudem wirkt das beliebte Hausmittel zwar antibakteriell, Warzen jedoch werden von Viren hervorgerufen. Diese sind per Definition bereits tot und deshalb schwerer zu bekämpfen als Bakterien.

Hautkrankheiten erkennen und behandeln

Verätzen, vereisen, veröden – Dornwarzen wirksam behandeln

Wer sich bei der Dornwarzenbehandlung lieber auf moderne schulmedizinische Methoden verlassen will, hat auch hier verschiedene Verfahren zur Auswahl. In der Apotheke gibt es säurehaltige Pflaster und Tinkturen, mit denen man Warzen, auch einer Dornwarze, zu Leibe rücken kann. Häufig wird Salizylsäure eingesetzt, aber auch andere Säuren wie Trichloressigsäure oder Milchsäure kommen infrage. Meist enthalten die Präparate zusätzlich virushemmende Wirkstoffe (Virostatika), die das Wachstum der Warze bremsen. Sie sind allerdings verschreibungspflichtig, müssen also von einem Arzt verordnet werden.

Keratolyse: Warzenpflaster oder Tinkturen gegen Dornwarzen

Bei säurehaltigen Pflastern muss man darauf achten, dass sie gut befestigt sind – denn sie sollen einige Tage auf der Warze verbleiben. Tinkturen werden mehrmals täglich (zwei bis viermal) aufgetragen. Oft hinterlassen die Lösungen einen dünnen, lackartigen Film auf der Warze, der vor dem erneuten Auftragen der Tinktur abgezogen beziehungsweise vorsichtig abgerubbelt werden sollte.

Etwa alle drei Tage wird nun die obere, durch die Säure aufgeweichte, weißliche Hornschicht der Warze vorsichtig abgetragen. Das kann man auch selbst mithilfe einer Feile oder eines in Drogerien erhältlichen Hornhauthobels tun. Am besten geht das, wenn die Warze zuvor in warmem Wasser zusätzlich aufgeweicht wurde. Das Abtragen der aufgeweichten Hornschicht kann aber auch dem Arzt überlassen werden. Diabetiker mit Empfindungsstörungen an den Füßen sollten das Abtragen der aufgeweichten Dornwarzen-Hornhaut keinesfalls selbst in die Hand nehmen.

Für dieses  Verfahren, das als Keratolyse bezeichnet wird, braucht der Patient Geduld und Durchhaltevermögen: Bis die Dornwarze auf diese Weise ganz verschwunden ist, können sechs bis zwölf Wochen vergehen, auch wenn meist schon nach dem ersten Abtragen der Hornschicht eine Schmerzlinderung eintritt.

Kryotherapie – Dornwarzen vereisen

Alternativ dazu oder wenn die Keratolyse keine ausreichende Wirkung zeigt, kann eine Dornwarze auch mit Kälte behandelt werden, der sogenannten Kryotherapie. Dabei trägt der Arzt flüssigen Stickstoff auf die Dornwarze auf. Dieses Vereisen der Warzen hat zur Folge, dass das Warzengewebe abstirbt und sich unter der Warze eine Blase bildet, wodurch die Warze angehoben wird und schließlich abfällt. Während bei gewöhnlichen Warzen meist eine Anwendung genügt, sind bei der in die Tiefe wachsenden Dornwarze bis zu vier Behandlungen nötig, die im Abstand von etwa zwei Wochen erfolgen sollten.

Vereisungssprays zur Selbstanwendung gibt es auch frei verkäuflich in Apotheken. Bei der Anwendung sind die Anweisungen auf der Packungsbeilage sehr genau zu befolgen, da Anwendungsfehler Narben und schlimmstenfalls Nervenschädigungen zur Folge haben können.  

Dornwarzen wegätzen und operativ entfernen

Eine weitere Behandlungsoption ist das Verätzen der Dornwarze beispielsweise mit Monochloressigsäure oder Silbernitrat. Die Säure wird aufgetupft oder mit einem Stift aufgetragen. Aufgrund der starken Wirkung kann es allerdings zu Verätzungen von umliegendem, gesundem Hautgewebe und dadurch zu Schmerzen kommen.

Schließlich gibt es auch noch die Option, eine hartnäckige und schmerzende Dornwarze unter lokaler Betäubung operativ mit dem Skalpell oder einem scharfen Löffel zu entfernen. Allerdings hinterlässt das Herausschneiden einer tief in den Fuß gewachsenen Dornwarze eine schmerzhafte Wunde, die einige Zeit zum Abheilen braucht. Zudem erscheinen in der Umgebung oft neue Plantarwarzen.

Laser gegen Warzen: Verschiedene Verfahren im Überblick

Eine Alternative zum Herausschneiden ist das Lasern der Warzen. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Bei der Behandlung mit dem CO-Laser wird die Warze mithilfe eines Laserstrahls ebenfalls herausgeschnitten. Auch dieses Verfahren macht eine lokale Anästhesie erforderlich und hinterlässt schmerzende Wunden. Zudem sind gerade bei tief wurzelnden Dornwarzen mehrere Sitzungen nötig.

Im Gegensatz dazu zielt die Behandlung mit dem Farbstofflaser darauf ab, die kleinen Blutgefäße, welche die Warze versorgen, zu verschließen und die Dornwarze so "auszuhungern". Dazu sind mehrere Behandlungen im Abstand von jeweils einem Monat notwendig. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass dabei keine offene Wunde entsteht und die Warze in der Regel narbenfrei abheilt. Allerdings reicht die Eindringtiefe des Farbstofflasers nicht für tiefe Dornwarzen aus und die Behandlung selbst wird von Patienten als schmerzhaft beschrieben.  

Wie erfolgreich die Behandlung einer Dornwarze verläuft, lässt sich nicht vorhersagen. Keine der nicht-operativen Behandlungsmethoden ist zu 100 Prozent erfolgreich. Oft ist die Warzentherapie sehr langwierig. Die Behandlung wird auch dadurch erschwert, dass nach erfolgreicher Beseitigung einer Plantarwarze oft neue entstehen.

So können Sie Dornwarzen vorbeugen

Besser also, den auslösenden HP-Viren erst  gar nicht die Chance zu geben, eine Dornwarze zu verursachen. Dem Entstehen einer Dornwarze können Sie durch ein paar einfache Regeln vorbeugen. Dazu gehört vor allem, in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen oder Umkleidekabinen Badeschlappen zu tragen. Denn in der feucht-warmen Umgebung können HP-Viren lange außerhalb des Körpers überleben. Direkter Hautkontakt mit einer Dornwarze ist also nicht nötig, um sich anzustecken. Besonders bei feuchter, aufgeweichter Haut können die Viren über winzige Hautrisse eindringen und zum Beispiel die Fußsohle infizieren.

Zur Vorbeugung gegen Warzen trägt außerdem sorgfältiges Abtrocknen der Füße nach dem Baden oder Duschen bei. Ein intaktes Immunsystem kann selbst bei direktem Kontakt mit HP-Viren verhindern, dass eine Dornwarze wächst. Mit einer gesunden Ernährung, ausreichend Bewegung und der Vermeidung von Stress können Sie Ihr Immunsystem stark machen .

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