Nagelpilz-Behandlung

Nagelpilz in der Schwangerschaft

Was kann eine werdende oder junge Mutter gegen Nagelpilz tun?

Viele Medikamente gegen Nagelpilz sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Was kann eine werdende oder junge Mutter gegen die Erkrankung tun?

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portrait of a woman breastfeeding a baby (3-6 months)
(c) George Doyle

Nagelpilz ist eine hartnäckige Erkrankung, die die Nägel unschön aussehen lässt und zudem deren Funktion einschränkt. In besonders schwerwiegenden Fällen (mehr als 70 Prozent des Nagels sind bereits durch den Pilz zerstört) müssen potente Medikamente in Form von Tabletten eingesetzt werden, um die Erkrankung zur Abheilung zu bringen.

Was tun bei Nagelpilz in der Schwangerschaft?

Die Einnahme von Antipilz-Tabletten mit den Wirkstoffen Fluconazol oder Itraconazol sollte in der Schwangerschaft nicht erfolgen, da unerwünschte Arzneimittelwirkungen auch für das ungeborene Kind nicht auszuschließen sind.

Um jedoch eine weitere Ausbreitung d es Nagelpilzes zu verhindern, müssen werdende oder stillende Mütter daher auf andere Mittel zurückgreifen. Sinnvoll ist es, die erkrankten Nägel bei einer medizinischen Fußpflege schleifen oder fräsen zu lassen. Damit wird pilzbefallenes Nagelmaterial mechanisch entfernt. Zusätzlich tritt eine sofortige kosmetische Verbesserung des vorher unansehnlichen Nagels ein.

Keine Angst: Das Verfahren ist schmerzlos. Die schmerzhafte chirurgische Entfernung des gesamten Nagels wird heutzutage bei Nagelpilz nicht mehr empfohlen, da eine Verletzung des Nagelbettes durch die Prozedur bleibende Nagelwachstumsstörungen verursachen kann.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten!

Leider kann man durch die mechanische Entfernung des Nagels den Pilz nicht völlig eliminieren, da er sich im Nagelbett eingenistet hat, die den Nagel erst hervorbringt. Dort erreicht man ihn nur medikamentös. Das Auftragen eines medizinischen Antipilzlackes ist eine lokale Methode zur Pilzbekämpfung. Mittels eines Pinsels wird der Lack aufgetragen. Die sich bildende Lackschicht versiegelt zum einen die Nägel, sodass eine Pilzausbreitung und eine Weitergabe der Infektion auf Andere quasi sofort gestoppt wird. Zum anderen setzt die Lackschicht einen Wirkstoff frei, der durch den Nagel bis zum Nagelbett wandert und die Pilze abtötet.

Der behandelnde Arzt wird darüber entscheiden, ob der Einsatz eines lokalen Antipilzmittels gegen Nagelpilz in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit angebracht ist.

Hausmittel gegen Nagellack in der Schwangerschaft?

Auf vermeintlichen Nagelpilz-Hausmittel sollten Schwangere besser verzichten. Mit hochprozentigem Alkohol,Teebaumöl, Essigessenz oder Eigenurin lassen sich Nagelpilz-Erreger nicht wirksam bekämpfen. Im Gegenteil: Solche Experimente verursachen oft allergische Reaktionen und Reizungen, die Haut wird strapaziert, so dass die "Kur" nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wird.

Erfolgversprechender ist es, neben der konsequenten Anwendung lokaler Mittel zur Nagelpilzbehandlung die Füße und/oder Hände gut zu pflegen. Dazu gehört das konsequente Abtocknen – auch zwischen den Zehen und Fingern und eine sorgfältige und schonende Pediküre und das Entfernen von Hornhaut. Fußbäder, Massagen und Barfußlaufen unterstützen die  Durchblutung und Kräftigung der Füße und helfen, den Nagelpilz wieder wegzubekommen.

Nagelpilz erkennen

 

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