Clusterkopfschmerz

Histaminkopfschmerz

Seniorin mit starken Kopfschmerzen
Clusterkopfschmerzen treten meist einseitig auf.
Getty Images/BananaStock RF

Clusterkopfschmerzen (Histaminkopfschmerzen) sind eine äußerst heftige Form von Kopfschmerz und treten fast immer einseitig auf. Meistens kommt es nur während einiger Wochen im Jahr zu den Attacken. Je nach Verlauf unterscheidet man verschiedene Formen.

Der Name Cluster kommt aus dem Englischen und bedeutet Büschel oder Haufen. Der Name drückt aus, dass die Anfälle meist während bestimmter Zeiten gehäuft auftreten, so zum Beispiel im Frühjahr oder im Herbst. Der Clusterkopfschmerz wird auch als Bing-Horton-Neuralgie, Histaminkopfschmerz oder Erythroprosopalgie bezeichnet.

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Die äußerst heftigen Kopfschmerzen treten anfallartig auf und werden fast immer einseitig im Augen- beziehungsweise Schläfenbereich empfunden. Die Attacken beginnen urplötzlich und ohne Vorboten, oft in den ersten Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden und dauern 15 Minuten bis drei Stunden. Gleichzeitig beginnen auf der betroffenen Seite, die Tränen zu fließen. Das Auge ist gerötet, die Nase läuft. Während eines Anfalls sind die Patienten sehr unruhig, gehen umher, schaukeln mit dem Oberkörper oder pressen ihren Kopf in die Hände.

Bei vier von fünf Patienten mit Clusterkopfschmerz treten die Attacken nur während bestimmter Wochen oder Monate auf, in den sogenannten Cluster-Perioden. Man spricht dann vom episodischen Clusterkopfschmerz. Die Anfallhäufigkeit während dieser Zeit liegt zwischen einmal alle zwei Tage bis zu acht Attacken am Tag. Während der Cluster-Periode ist der Schmerzanfall häufig auslösbar, zum Beispiel durch Entspannung, Aufenthalt in großen Höhen, körperliche Anstrengung, Flimmer- oder Flackerlicht, Alkohol, Nitrolingual (das als Nitrospray gegen Angina pectoris verwendet wird) oder Histamin. Im Durchschnitt dauert eine Cluster-Periode elf Wochen. Ihr folgen schmerzfreie Wochen, Monate oder gar Jahre, in denen auch keine Kopfschmerzattacke ausgelöst werden kann.

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Formen des Clusterkopfschmerzes

Je nach Ausprägung verschiedener Symptome und zeitlichem Verlauf unterscheidet man zwischen der episodischen und der chronischen Form von Clusterkopfschmerz.

Formen des Clusterkopfschmerz Definition
Episodischer Clusterkopfschmerz

Clusterkopfschmerzattacken treten in Perioden mit einer Dauer von sieben Tagen bis zu einem Jahr auf, die von schmerzfreien Episoden von einem Monat Dauer oder länger unterbrochen werden.

Chronischer Clusterkopfschmerz

Clusterkopfschmerzattacken treten über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr ohne Remission bzw. mit Remissionsphasen von weniger als einem Monat Dauer auf.

 

 

Autor: Springer Medizin / Lifeline Redaktion
Letzte Aktualisierung: 23. September 2011
Quellen: Bundesverband der Selbsthilfegruppen für an Clusterkopfschmerz Erkrankte und deren Angehörige

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