Demenzerkrankungen

Alzheimer-Demenz

Morbus Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist eine chronische, nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns, bei der langsam, aber stetig fortschreitend Nervenzellen untergehen.

Die Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der 1907 als Erster die Krankheitssymptome und die typischen krankhaften Veränderungen im Gehirn beschrieben hat. Diese Veränderungen entstehen durch Ablagerung von fehlerhaft gebildeten Eiweißstrukturen innerhalb und außerhalb der Nervenzellen. Vor allem die Gehirnanteile im Schläfen- und Scheitelbereich sind bei Alzheimer betroffen.

Die Alzheimer-Krankheit führt zu Störungen

  • des Gedächtnisses
  • der Sprache
  • des Denkvermögens
  • des Erkennens
  • der Handhabung von Gegenständen
  • der örtlichen und zeitlichen Orientierung

Es können auch andere Symptome wie Verwirrung oder starke Stimmungsschwankungen auftreten. Die Alzheimer-Krankheit ist in der Gruppe der demenziellen Krankheiten oder Hirnleistungsstörungen die häufigste Form. Unter Demenz versteht die Medizin den krankhaften Verlust geistiger Fähigkeiten - bei Fortschreiten der Krankheit kommt es zunehmend zur Verwirrtheit.

Demenzdefinition nach der Weltgesundheitsorganisation

Es gibt mehrere Demenzdefinitionen. Die engste Definition findet sich in dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgearbeiteten Kriterienkatalog, dem ICD-10 (International Classification of Diseases). Für die Diagnose Demenz müssen alle vier Kriterien erfüllt sein:

  • Eine Abnahme des Gedächtnisses und anderer geistiger Fähigkeiten, erkennbar an der Verminderung der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens.
  • Keine Bewusstseinstrübung. Die Patienten sind wach und ansprechbar und reagieren auf bestimmte Anforderungen, entsprechend ihrer verbliebenen Fähigkeiten.
  • Verminderte Kontrolle über die eigenen Affekte mit mindestens einem der folgenden Merkmale: emotionale Labilität, Reizbarkeit, Apathie, Vergröberung des Sozialverhaltens; zum Beispiel können Patienten die Intensität ihres Lachens und Weinens nicht mehr steuern, haben Gefühlsausbrüche ohne ersichtlichen Grund, können Gefühle und den Umgang mit den Mitmenschen nicht mehr steuern, scheinen sich für die Außenwelt charakterlich verändert zu haben.
  • Dauer der Symptome mindestens sechs Monate.

Zahl der Patienten mit Alzheimer verdoppelt sich

Laut dem Report der WHO und der Alzheimer’ Disease International (ADI) "Dementia: a public health priority", der 2012 in Genf veröffentlicht wurde, gibt es Alzheimer weltweit. Mit steigender Lebenserwartung wird in bisher weniger betroffenen Ländern wie China und Indien die Erkrankung stark zunehmen. Derzeit haben 35,6 Millionen Menschen weltweit die Demenzerkrankiung. Bereits 2030 sollen es doppelt so viele sein, berechnen die Experten der WHO - falls keine wirksame Therapie bis dahin entwickelt wird. Sicher ist bisher nämlich nur eines: Alzheimer ist eine typische Alterserkrankung. Das Risiko für diese Form von Demenz steigt mit zunehmenden Lebensjahren.

15 Tipps gegen Demenz und Alzheimer

Alzheimer Demenz: Symptome und Verlauf

Am Anfang treten als Symptome der Alzheimer Demenz Gedächtnisprobleme und eine Abnahme der geistigen Fähigkeiten auf. Nach und nach allerdings äußern sich diese auch im täglichen Leben durch verminderte Leistungsfähigkeit sowie durch eine Veränderung in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Typische Merkmale demenzieller Erkrankungen sind fortschreitende Beeinträchtigungen des Kurzzeit- und später Langzeitgedächtnisses.
Probleme bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung treten ebenfalls auf. Die Erkrankten wissen nicht, wo sie sind, finden sich an einst vertrauten Orten nicht zurecht und können Tageszeit und Datum nicht bestimmen.

Fortschreiten der Erkrankung

In späteren Phasen der Krankheit geht auch zunehmend die personelle Orientierung verloren, selbst enge Bezugspersonen werden nicht mehr erkannt. Die Betroffenen wissen auch nicht mehr, wer sie sind, die eigene Biografie geht verloren. Sie leiden unter Denk-, Konzentrations- und Auffassungsstörungen, können Dinge nicht mehr benennen (Aphasie) oder sind unfähig, einfache Handlungen auszuführen (Apraxie). Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit haben die Patienten häufig Stuhlgang und Harn nicht mehr unter Kontrolle. Diese Störungen führen zu immer größeren Schwierigkeiten im Alltag, etwa beim Ankleiden, bei der Körperpflege, beim Essen und bei anderen Aktivitäten. Die Kranken sind zunehmend auf Hilfe angewiesen.

Oft kommt es zu Veränderungen der Persönlichkeit, zu raschen Stimmungsschwankungen, übersteigertem Misstrauen, Aggressivität und Depressionen. Depressionen treten auf, wenn den Betroffenen ihre Krankheit noch bewusst ist und sie darunter leiden, vieles nicht mehr zu können, was früher selbstverständlich war.

Gefühle

Im Unterschied zur Merk- und Orientierungsfähigkeit sind die Gefühle Dementer lange Zeit noch voll intakt. Oft entsprechen allerdings die Gefühlsäußerungen des Kranken nicht mehr den vertrauten Mustern. So kann er ganz unerwartet und ohne erkennbaren Sinnzusammenhang reagieren. Der Kranke kann scheinbar grundlos lachen oder weinen. Manche Patienten kapseln sich ab, andere werden zunehmend aggressiver. Einige ihrer Wesenszüge werden ausgeprägter, andere verblassen. Manchmal entsteht ein unbegründetes Misstrauen gegenüber den Angehörigen. Erst im Endstadium verlieren die Kranken offenbar die Fähigkeit, Gefühlssignale aufzunehmen.

Was passiert bei Alzheimer-Patienten?

Alzheimer ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie führt zu einem zunehmenden Verlust von geistigen Fähigkeiten und Hirnfunktionen. Dadurch sind die Betroffenen irgendwann nicht mehr in der Lage, selbstständig für sich zu sorgen. Sie werden dauerhaft von Betreuung und Pflege abhängig. Im späten Stadium von Alzheimer treten neben dem geistigen Abbau körperliche Beschwerden auf, welche die Patienten bettlägerig machen.

Hier lesen Sie mehr über den Verlauf der Alzheimererkrankung in drei Stadien

Alzheimer Demenz: Ursachen

Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind bisher nicht geklärt, und so ist auch eine an den Ursachen ansetzende Therapie nicht möglich.

Die Medizin geht heute davon aus, dass die Alzheimer-Krankheit eintritt, wenn mehrere Schädigungsfaktoren zusammenkommen. Außerdem besteht bei den Patienten vermutlich eine Disposition für diese Erkrankung. Die genaue Ursache für Alzheimer ist aber nach wie vor nicht geklärt.

Im Mittelpunkt des Interesses bei der neurobiologischen Ursachenforschung stand in den letzten Jahren das so genannte Amyloid-Protein, welches in herdförmigen Ablagerungen des Hirnmantels, in den so genannten Plaques, enthalten ist. Allerdings findet sich dieses Amyloid nicht nur bei Alzheimer-Kranken, sondern auch bei älteren, nicht dementen Menschen. Es müssen zum Amyloid also offenbar noch andere Krankheitsfaktoren hinzukommen.

Lange gingen Wissenschaftler davon aus, dass es bei Alzheimer-Patienten zu einem Absterben der Nervenzellen kommt. Erst 2007 haben Göttinger Wissenschaftler herausgefunden, dass die Nervenzellen nicht untergehen, sondern in ihrer Funktion gestört werden. Der Grund sind Eiweißablagerungen an den Synapsen , welche die Signalübermittlung zwischen den Nervenzellen hemmen und den Energiefluss stören. In Folge verkümmert die Empfängerseite von Signalen in den Synapsen und die Knospen der Nervenzellfortsätze ziehen sich zurück. Die Nervenzellen selbst überleben aber zunächst. Dadurch eröffnet sich nun die Möglichkeit, in Zukunft Therapien gegen die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln.

Alzheimer Demenz: Diagnose

Hilflosigkeit ist das zentrale Alltagssymptom der beginnenden Alzheimer-Krankheit. Die weitere sorgfältige Diagnostik dient vor allem dem Ausschluss anderer Ursachen einer Hirnleistungsstörung.

Zu Beginn der Erkrankung fallen Alzheimer-Patienten meist durch Merkfähigkeitsstörungen, Probleme der Wortfindung, diskrete Einbußen bei der Auffassungsgabe oder durch eine verschämt praktische Hilflosigkeit auf.

Um eine normale Altersvergesslichkeit von einer Demenz abzugrenzen, kann als Anhaltspunkt dienen, dass beim normalen Altern vor allem Dinge und Sachen vergessen werden, bei einer möglichen Demenzerkrankung jedoch Ereignisse und Begebenheiten.
 

Untersuchung beim Hausarzt

Mithilfe einiger leicht durchzuführender Tests kann schon der Hausarzt prüfen, ob eine Demenz oder normale Vergesslichkeit vorliegt. Diese Tests enthalten Fragen zur räumlichen und zeitlichen Orientierung, zum Erinnerungsvermögen und zur Wortflüssigkeit.

Dem Hausarzt kommt bei der Früherkennung als erstem Ansprechpartner eine besondere Rolle zu. Dabei gibt es zwei Probleme: Einerseits schämen sich die Patienten, ihre Gedächtnisstörungen anzusprechen. Andererseits sind viele Menschen mit Alzheimer Demenz gar nicht in der Lage, den Arzt aus freien Stücken aufzusuchen.

Vielerorts gibt es Gedächtnissprechstunden, die sich auch die Früherkennung von Demenzerkrankungen zum Ziel gesetzt haben.

Ausschluss anderer Erkrankungen

Der weitere Untersuchungsgang dient vor allem dem Ausschluss anderer möglicher Krankheitsursachen (sogenannte Ausschlussdiagnostik). Der Arzt schließt andere Demenzen, Depressionen und andere Erkrankungen aus. Sie umfasst auch internistische, neurologische, psychiatrische und psychologische Untersuchungen, ferner Labortests und die Ableitung eines EEG (Messung der Hirnströme). Mithilfe der Computertomografie, der Kernspintomografie des Schädels und anderer bildgebender Verfahren, wie der PET (Positronen-Emissions-Tomografie) können zum Beispiel Tumore, Hirnblutungen und Ähnliches als mögliche Ursache einer Hirnleistungsstörung gefunden werden. Unter Umständen ist auch eine Rückenmarkspunktion (Liquoruntersuchung) erforderlich, um entzündliche Gehirnerkrankungen auszuschließen, wenn die Krankheitsgeschichte, der körperliche Befund oder andere Zeichen auffällig sind. Eine hundertprozentig sichere Diagnose der Alzheimer-Krankheit kann allerdings erst der Pathologe nach dem Tode des Patienten stellen.

Wahrscheinliche Alzheimer-Krankheit

Die Diagnose einer wahrscheinlichen Alzheimer-Krankheit wird zusätzlich gestützt durch:

  • die fortschreitende Verschlechterung der Sprache (Aphasie), der motorischen Fähigkeiten (Apraxie) und der Wahrnehmung (Agnosie), der Beeinträchtigung der täglichen Aktivitäten und Verhaltensänderungen
  • Fälle in der Familie
  • unauffälliges EEG (Elektroenzephalogramm) oder erhöhte langsame Aktivität
  • fortschreitende Schrumpfung des Gehirns in nacheinander folgenden Aufnahmen mit dem CT (Computertomografie)

Weitere Befunde, wenn andere Ursachen für eine Demenz ausgeschlossen sind:

  • Begleitsymptome wie Depressionen, Schlaflosigkeit, Inkontinenz, Wahnvorstellungen, Halluzinationen, plötzliche verbale, emotionelle, physische Ausbrüche, sexuelle Störungen, Gewichtsverlust, neurologische Störungen: motorische Beeinträchtigungen, Gangstörungen und andere
  • Krampfanfälle in fortgeschrittenen Stadien

Folgende Symptome lassen an der Diagnose einer wahrscheinlichen Alzheimer-Krankheit zweifeln:

  • plötzliches, infarktartiges Auftreten
  • neurologische Herdzeichen wie halbseitige Lähmung, Empfindungsstörungen, Einschränkungen des Gesichtsfeldes, Koordinationsstörungen im frühen Krankheitsstadium
  • Krampfanfälle oder Gangstörungen in der Anfangsphase der Krankheit

Alzheimer Demenz: Therapie

 Auch Begleitsymptome wie Angst, Depression, Aggressivität oder Unruhe werden durch diese Behandlung verbessert.

Wie bei anderen chronisch degenerativen Erkrankungen ist bereits das zeitweise Bremsen oder Stoppen des Fortschreitens der Erkrankung als Erfolg zu werten.

Alzheimer kann heute noch nicht geheilt werden. Eine ursachenbezogene Therapie der Alzheimer-Krankheit ist bislang noch nicht möglich. Die Therapie der Demenz erfordert daher einen umfassenden, ganzheitlichen Behandlungsansatz, mit Einsatz von medikamentösen und auch nichtmedikamentösen Therapien. Heute versteht man immer besser, wie die geistigen Fähigkeiten der Betroffenen gefördert und möglichst lange erhalten werden können. Auch die Betreuung der Angehörigen, die oft einer großen Belastung ausgesetzt sind, ist mittlerweile fester Bestandteil der Behandlung.

 

Nichtmedikamentöse Behandlung

Für Demenzkranke sind Verlässlichkeit und Stabilität der Umwelt von großer Bedeutung. Die begleitenden Behandlungsmaßnahmen müssen unbedingt die begrenzten Bewältigungsmöglichkeiten der Demenzpatienten berücksichtigen, sie weder unter-, noch überfordern.

Begleitende Maßnahmen können beispielsweise sein:

  • Bewegungstherapie
  • Tagesstrukturierung
  • Aktivierung
  • Kognitives Training
  • Realitätsorientierung
  • Musiktherapie
  • Sogenanntes Snoezelen (Stimulation der Sinne) mit individualisierten biografiebezogenen Stimuli
  • Soziotherapie (Betreuung und Pflege)
  • Psychiatrische und/oder psychologische Therapie

Medikamentöse Behandlung

Acetylcholinesterase-Hemmer und Memantin richten sich direkt gegen die Demenz, also gegen den Abfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus können sie eingeschränkte Alltagsfunktionen verbessern und Verhaltensveränderungen wie Depressionen, Angst, Aggressivität und Wahnvorstellungen, die häufig bei Alzheimer-Patienten im Lauf der Erkrankung auftreten, verringern oder sogar vermeiden. Es gibt auch Hinweise, dass sie die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen verbessern und die Einweisung in ein Pflegeheim verzögern können. Bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer Demenz gelten die Acetylcholinesterasehemmer heute als Mittel der Wahl, ihr Einsatz wird von allen Fachgesellschaften empfohlen. In mittelschweren bis fortgeschrittenen Erkrankungsstadien wird Memantin eingesetzt.

Zur Behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Antioxidantien, Vitaminen wie Vitamin B12 oder zur Behandlung mit Hormonen liegen derzeit widersprüchliche Erkenntnisse vor. Sie werden deshalb gegenwärtig nicht empfohlen. Auch der Einsatz von Ginkgo wird widersprüchlich diskutiert. So bewerten die deutschen Fachgesellschaften in ihrer aktuellen Leitlinie zur Behandlung der Demenzen die Datenlage zu ginkgohaltigen Präparaten als nicht überzeugend. Sie werden daher nicht empfohlen. Zudem gibt es Hinweise für eine erhöhte Blutungsneigung, z.B. bei der gleichzeitigen Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS).

Medikamentöse Begleittherapie
Alzheimer-Patienten entwickeln im Verlauf ihrer Demenz eine Reihe von Begleitsymptomen, wie Depressionen, Schlafstörungen, Unruhe, Angstzustände, Aggressivität und Wahnvorstellungen. Diese Begleitsymptome bedürfen ebenso der Behandlung wie die eigentliche Demenz.

Bei der Therapie von Begleitsymptomen der Alzheimer-Demenz sollte zunächst auf nicht-medikamentöse Maßnahmen zurückgegriffen werden. Oft lässt sich auf diesem Wege bereits eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielen. Reichen die Maßnahmen nicht aus, sollten Medikamente eingesetzt werden. Auch die Therapie mit Antidementiva wie den Acetylcholinesterase-Hemmern oder Memantin kann die Begleitsymptome verbessern.

Reicht diese Behandlung nicht aus, können zur Behandlung der depressiven Symptome Antidepressiva eingesetzt werden, wie die sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Trizyklische („klassische“) Antidepressiva sollten dagegen möglichst vermieden werden da sie die Gedächtnisprobleme der Betroffenen noch zusätzlich verstärken können.

Bei Unruhe, Angst und Wahnvorstellungen können kurzfristig sogenannte atypische Neuroleptika eingesetzt werden. Allerdings können auch diese Medikamente Nebenwirkungen haben, beispielsweise ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Wegen der schnellen Veränderungen, denen die Symptome unterliegen können, wird empfohlen, ihr Fortbestehen in wöchentlichem Abstand zu überprüfen und die Therapie entsprechend anzupassen.

Alzheimer Demenz: Vorbeugen

In den letzten Jahren wurden die Ursachen der Alzheimer Erkrankung intensiv untersucht. So ist bereits eine Vielzahl von Risikofaktoren bekannt, die die Wahrscheinlichkeit, an einer Alzheimer Demenz zu erkranken, erhöhen.

Ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des Gedächtnisses ist beispielsweise die Pflege sozialer Kontakte. Menschen, die im mittleren Erwachsenenalter allein leben, sind doppelt so stark gefährdet, eine Alzheimer Demenz zu entwickeln, wie Menschen, die mit anderen zusammen wohnen. Auch geistige und körperliche Aktivität können das Risiko deutlich senken. Bereits ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Gesundheit. Auch eine gesunde, ausgeglichene Ernährung mit regelmäßigen Untersuchungen des Blutzuckers und Cholesterinspiegels scheint die Wahrscheinlichkeit einer Alzheimer Demenz reduzieren zu können. Diabetes, erhöhter Blutdruck, Übergewicht, hoher Cholesterinspiegel, hoher Homocysteinspiegel, Rauchen und Alkoholmissbrauch gelten dagegen als Risikofaktoren.

Zur Vorbeugung mit Medikamenten, etwa bestimmten Vitaminen wie Vitamin B12 oder zur Behandlung mit Hormonen liegen widersprüchliche Erkenntnisse vor. Sie wird deshalb gegenwärtig nicht empfohlen.

Alzheimer Demenz: Rat & Hilfe

S3-Leitlinie „Demenzen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. – Selbsthilfe Demenz; 2009
Download als PDF: S3-Leitlinie Demenz

Dr. Gunter Freese: Hinweise mehren sich - Schützt Vitamin B12 vor Alzheimer? Springermedizin.de vom 18.10.2010; URL: http://www.springermedizin.de/schuetzt-vitamin-b12-vor-alzheimer/291924.html

E. Richartz-Salzburger et al.: Vorzeitige Immunalterung: ein pathogenetischer Faktor bei Alzheimer-Demenz? Nervenarzt 2010 • 81:837–843, Springer Medizin Verlag 2010

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Autor: / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2013
Quellen: Handbuch Demenz, Ulrich Kastner und Rita Löbach, Urban & Fischer. 2010; Wenn Eltern Kinder werden, Edda klessmann, Huber Verlag 2011, Spektrum der Wissenschaft Spezial: Alzheimer, 2012; S3-Leitlinie "Demenzen", Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

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