Nicht nur das Gedächtnis leidet

Alzheimer: Symptome, Verlauf und Ursachen der häufigsten Demenz-Form

Alzheimer ist die häufigste Demenzform und bis heute unheilbar. Die Symptome der Krankheit unterteilt man in drei Stadien. Mit der richtigen Behandlung lässt sich der Verlauf der Erkrankung zwar nicht aufhalten, aber lange hinauszögern.

Älteres Paar am Strand
Alzheimer-Patienten tut der liebevolle Kontakt zu ihren Bezugspersonen gut.
Getty Images/iStockphoto

Morbus Alzheimer ist eine chronische, nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns, bei der langsam, aber fortschreitend Nervenzellen untergehen. Sie ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der 1907 als erster die Symptome und die typischen, krankhaften Veränderungen im Gehirn beschrieben hat.

Diese Veränderungen entstehen durch die Ablagerung fehlerhaft gebildeter Eiweißstrukturen innerhalb und außerhalb der Nervenzellen. Sie werden Plaques genannt. Vor allem die Gehirnanteile im Schläfen- und Scheitelbereich sind von solchen Alzheimer-Plaques betroffen.

Die Alzheimer-Demenz führt zu Störungen

  • des Gedächtnisses
  • der Sprache
  • des Denkvermögens
  • des Erkennens
  • der Handhabung von Gegenständen sowie
  • der örtlichen und zeitlichen Orientierung.

Es können auch andere Symptome wie Verwirrung oder starke Stimmungsschwankungen, Aggressivität und Wutausbrüche auftreten. Alzheimer ist die häufigste Form der demenziellen Krankheiten oder Hirnleistungsstörungen. Unter Demenz versteht die Medizin den krankhaften Verlust geistiger Fähigkeiten – bei Fortschreiten der Krankheit kommt es zu zunehmender Verwirrtheit.

Definition der Demenz nach der Weltgesundheitsorganisation

Es gibt mehrere Definitionen des Demenzbegriffs. Die engste Definition findet sich in dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgearbeiteten Kriterienkatalog, dem Diagnoseschlüssel ICD-10 (International Classification of Diseases). Für die Diagnose Demenz müssen folgende vier Kriterien erfüllt sein:

  • eine Abnahme des Gedächtnisses und anderer geistiger Fähigkeiten, erkennbar an der Verminderung der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens.

  • keine Bewusstseinstrübung: Die Patienten sind wach und ansprechbar und reagieren auf bestimmte Anforderungen entsprechend ihrer verbliebenen Fähigkeiten.

  • verminderte Kontrolle über die eigenen Affekte mit mindestens einem der folgenden Merkmale: emotionale Labilität, Reizbarkeit, Apathie, Vergröberung des Sozialverhaltens; zum Beispiel können Patienten die Intensität ihres Lachens und Weinens nicht mehr steuern, haben Gefühlsausbrüche ohne ersichtlichen Grund, können Gefühle und den Umgang mit den Mitmenschen nicht mehr steuern, scheinen sich für die Außenwelt charakterlich verändert zu haben.

  • Dauer der Symptome von mindestens sechs Monaten.

Zahl der Alzheimer-Patienten verdoppelt sich

Laut einem Report der WHO und der Alzheimer's Disease International (ADI) gibt es Alzheimer weltweit. Mit steigender Lebenserwartung werden in bisher weniger betroffenen Ländern wie China und Indien die Erkrankungszahlen deutlich klettern.

Der Grund: Alzheimer ist eine typische Alterserkrankung. Das Risiko für diese Form der Demenz steigt mit den Lebensjahren. Entsprechend wichtig ist es, über die Bedeutung einer gesundheitsorientierten Lebensweise für die Funktion von Nerven und Gehirn aufzuklären.

Derzeit haben 35,6 Millionen Menschen weltweit die Demenzerkrankung. Bereits 2030 sollen es doppelt so viele sein, berechnen Experten der WHO – falls bis dahin keine wirksame Therapie gegen Morbus Alzheimer entwickelt worden ist.

Symptome und Verlauf von Alzheimer

Am Anfang treten als Symptome von Alzheimer Gedächtnisprobleme und eine Abnahme der geistigen Fähigkeiten auf. Nach und nach beeinträchtigen diese das tägliche Leben immer stärker, zudem sind Veränderungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen spürbar.

Den Schlüssel verlegt, den Namen des Schauspielers vergessen oder die Telefonnummer fällt einem nicht mehr ein: Ab und zu eine Gedächtnislücke ist völlig normal und nicht weiter besorgniserregend, weil Vergessen zu den wichtigsten Aufgaben unseres Gehirns gehört.

Gerade frühe Alzheimer-Symptome fallen im Gegensatz dazu im Alltag gar nicht auf. Die krankhaften Hirnveränderungen setzen zwar schon viele Jahre vor den ersten Anzeichen ein. Sie könnten aber nur durch gezielte medizinische Untersuchungen aufgedeckt werden, die in der Regel erst beim Vorliegen offensichtlicher Beschwerden zum Einsatz kommen.

Persönliche Verfassung beeinflusst die Symptome von Alzheimer

Das ist auch deshalb oft der Fall, weil Alzheimer nicht bei allen Betroffenen nach dem gleichen Schema verläuft. Besonders in den ersten Krankheitsphasen können sich die Anzeichen von Fall zu Fall unterscheiden. Persönlichkeit, Bildungsstand, Lebensverhältnisse und nicht zuletzt die körperliche Verfassung beeinflussen das Erscheinungsbild der demenziellen Erkrankung. Es gibt jedoch eine Reihe von Hinweisen, bei deren Auftreten immer auch die Diagnose Alzheimer in Betracht gezogen werden sollte.

Typische Merkmale sind fortschreitende Beeinträchtigungen des Kurzzeit- und später auch des Langzeitgedächtnisses. Probleme bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung treten ebenfalls auf. Die Erkrankten wissen nicht, wo sie sind, finden sich an einst vertrauten Orten nicht zurecht und können Tageszeit und Datum nicht bestimmen.

Warnzeichen können, müssen aber nicht Alzheimer bedeuten

Eine Checkliste der US-amerikanischen Alzheimer-Gesellschaft fasst die zehn wichtigsten dieser Anzeichen zusammen. Die Liste kann helfen, Klarheit darüber zu gewinnen, ob Auffälligkeiten, die man bei sich selbst oder einem Angehörigen beobachtet, zu einer Demenz-Erkrankung passen oder nicht. Sie dient jedoch nur zu einer ersten Orientierung.

Selbst wenn mehrere der Warnsymptome zutreffen, können diese immer auch eine andere Ursache als Alzheimer haben. Dennoch ist es in diesem Fall unbedingt zu empfehlen, den Arzt aufzusuchen, um die Beschwerden abklären zu lassen. Er wird erste Untersuchungen und Tests vornehmen, um die Ursache der Störungen einzugrenzen.

Zehn Symptome, bei denen Sie an Alzheimer denken sollten

  1. Vergesslichkeit: Jeder vergisst einmal etwas. Selbst bei wichtigen Dingen kommt das vor, doch meistens erinnert man sich zumindest in groben Zügen, sobald man auf die Sache angesprochen wird. Alzheimer-Patienten hingegen vergessen nicht nur gelegentlich etwas, sondern oft und ohne sich daran erinnern zu können. Ein Ereignis des Vortags kann bei ihnen wie ausgelöscht sein; so, als hätte es niemals stattgefunden. Ebenso kann es ihnen mit Menschen ergehen: Sie lernen eine Person neu kennen, unterhalten sich vielleicht sogar angeregt mit ihr und am nächsten Tag verhalten sie sich, als hätten sie die betreffende Person nie zuvor gesehen.

  2. Planen und Handeln sind beeinträchtigt: Die Betroffenen haben Probleme, sich zu konzentrieren und komplizierte Handlungen durchzuführen. Sie können beispielsweise keine Reisen mehr planen oder ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

  3. Schwierigkeiten bei Alltagstätigkeiten: Dieses Anzeichen kann leicht für Zerstreutheit gehalten werden, geht aber darüber hinaus. Zum Beispiel kann es passieren, dass Alzheimer-Patienten Essen kochen, dann aber vergessen, es zu servieren. Kommen sie später wieder in die Küche, wundern sie sich, wer die Mahlzeit zubereitet hat. Sie wissen nicht mehr, dass sie selbst das getan haben. Genauso kann es vorkommen, dass ein Betroffener sich anzieht, um vor die Tür zu gehen, sich dann aber nicht zu erinnern vermag, warum er eigentlich aus dem Haus wollte.

  4. Die (räumliche und zeitliche) Orientierung geht verloren: Patienten kann es passieren, dass sie sich selbst in an sich vertrauter Umgebung plötzlich verlaufen, beispielsweise in der Nachbarschaft ihrer Wohnung. Oder sie finden sich an einem Ort wieder, ohne sich erklären zu können, wie sie dort hingeraten sind. Auch bringen sie gelegentlich Tageszeiten durcheinander. Sie denken zum Beispiel, es sei Mittag, obwohl es später Abend und bereits dunkel ist.

  5. Die Fähigkeit zu abstraktem Denken leidet: Ein Anzeichen, das Alzheimer deutlich von Altersvergesslichkeit unterscheidet. Oft verlieren die Patienten das Gefühl für Geld und scheinen seine Bedeutung als Zahlungsmittel nicht mehr zu verstehen. Ähnlich kann es ihnen beim Blick in ein Telefonbuch ergehen. Sie erkennen die Nummern, doch wissen nicht mehr, wofür diese da sind. Auch Zeichen oder räumliche Entfernungen werden nicht mehr richtig erkannt.

  6. Sprachverarmung: Alzheimer-Patienten leiden unter Wortfindungsstörungen. Sie vergessen sogar Bezeichnungen für Alltagsgegenstände. Manchmal versuchen sie dann, diese Begriffe zu umschreiben, zum Beispiel indem sie "das für die Füße" statt "Schuhe" sagen. Es kann auch vorkommen, dass sie Bezeichnungen verwechseln oder sogar neu erfinden. Dadurch ist es mitunter schwierig, sie zu verstehen.

  7. Verlegen von Gegenständen: Es ist möglich, dass Betroffene eine ungeeignete "Ordnung" in ihrer Wohnung herstellen: Sie legen die Fernsehzeitschrift in die Waschmaschine oder ihre Zahnbürste ins Eisfach. Später erinnern sie sich nicht mehr daran und die Gegenstände bleiben verschwunden, bis sie zufällig entdeckt werden. Gelegentlich Dinge zu verlegen, etwa die Lesebrille oder Fernbedienung, ist dagegen völlig normal und kein Anzeichen von Alzheimer.

  8. Situationen werden nicht mehr richtig beurteilt: Bei Alzheimer-Patienten kann es vorkommen, dass sie sich warme Winterkleidung anziehen, obwohl Hochsommer ist. Oder sie vergessen völlig, wie versprochen auf das Enkelkind aufzupassen, gehen einfach aus dem Haus und lassen das Kind allein, ohne sich an ihre Aufgabe erinnern zu können.

  9. sozialer Rückzug: Gesellschaftliche und andere Aktivitäten werden den Betroffenen zur Last, sie bleiben lieber im Sessel sitzen als etwas zu unternehmen und ziehen sich zurück. Hobbys werden nicht mehr gepflegt und soziale Kontakte vernachlässigt.

  10. Veränderung von Stimmung und Persönlichkeit: Es ist ganz normal, dass sich mit zunehmender Lebenserfahrung auch Stimmung und Persönlichkeit verändern. Bei Alzheimer-Patienten treten solche Veränderungen jedoch besonders ausgeprägt auf. Ein typisches Anzeichen ist, dass die Betroffenen manchmal plötzlich reizbar, ängstlich, misstrauisch oder distanzlos werden – zum Beispiel können sich Reaktionen häufen, die der jeweiligen Situation nicht angemessen sind, insbesondere wenn sie sich nicht in ihrer gewohnten Umgebung aufhalten. Typisch für altersabhängige Veränderungen ist dagegen, dass ältere Menschen ihre eigenen Routinen entwickelt haben und irritiert sind, wenn diese gestört werden.

Alle diese Anzeichen können, müssen aber nicht auf Alzheimer hinweisen, daher ist Abklärung durch den Arzt wichtig.

Demenztest: Nur vergesslich oder dement?
 

Der Verlauf der Alzheimerschen Krankheit wird in drei Stadien eingeteilt, die jeweils mit typischen Symptomen einhergehen.

Frühes Stadium: Das Erinnerungsvermögen ist gestört

Im ersten Stadium der Alzheimer-Erkrankung leidet vor allem das Kurzzeitgedächtnis der Betroffenen. Sie vergessen Namen, die ihnen gerade genannt wurden, versäumen Termine und Verabredungen oder haben Mühe, Gesprächen zu folgen. Fremdwörter und abstrakte Begriffe bereiten ihnen Verständnisschwierigkeiten, Wortspiele erschließen sich ihnen nicht mehr sofort und ihre Sprache wird einfacher.

Oft fällt es den Erkrankten in diesem Stadium auch schwerer, sich in unbekannter Umgebung zurechtzufinden. Ihr Zeitgefühl leidet unter der Alzheimer-Erkrankung. Außerdem kann es zu Wahrnehmungsstörungen kommen, die etwa das Autofahren unmöglich machen.

Anspruchsvolle Tätigkeiten, zum Beispiel berufliche Arbeit, können nur noch eingeschränkt ausgeübt werden. Selbst einfache Dinge wie sich anzuziehen bereiten manchmal Mühe. Manche Patienten verlieren das Interesse an ihren Hobbys, aber auch an Alltagstätigkeiten. Entscheidungen fallen ihnen schwer und ihr Urteilsvermögen kann in Mitleidenschaft gezogen sein.

All diese Symptome erleben die Alzheimer-Patienten in diesem Stadium bei vollem Bewusstsein. Angst, Beschämung, Wut, Frustration und Depressionen können die Folgen sein. Viele der Betroffenen ziehen sich deshalb zurück oder versuchen – häufig von ihren Angehörigen zunächst unterstützt –, die eigene Schwäche zu überspielen. Oft begegnen sie ihrer Umwelt auch mit Misstrauen und Aggressivität.

Mittleres Stadium: Bewegungen werden unkoordiniert

Im zweiten Stadium der Alzheimer-Erkrankung sind die Patienten nur noch mit Unterstützung in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Alle Störungen der ersten Phase schreiten weiter fort. Auch das Langzeitgedächtnis leidet nun. Die Namen vertrauter Menschen werden manchmal vergessen oder verwechselt. Die Sprachäußerungen werden immer einfacher, das Sprachverständnis lässt zunehmend nach. Es kann vorkommen, dass Wörter, kurze Sätze oder auch Handlungen permanent wiederholt werden. Ebenso ist es möglich, dass sich die Betroffenen selbst in eigentlich vertrauter Umgebung verirren. Sie können unruhig sein oder sogar davonlaufen.

Abrupte Stimmungswechsel sind in diesem Stadium häufig. Es kann zu aggressivem Verhalten kommen, aber auch zu Rückzug und Verweigerung von Hilfe. Für einige Alzheimer-Kranke vertauschen sich Tag und Nacht: Sie sind während der Dunkelheit auf den Beinen und schlafen tagsüber. Alltagstätigkeiten wie Anziehen, Waschen oder Essen bereiten immer größere Schwierigkeiten, weil Bewegungen nicht mehr präzise ausgeführt und immer schlechter koordiniert werden können. Die Kontrolle über Blase und Darm kann verloren gehen.

Die Betroffenen sind im mittleren Stadium auf umfangreiche Hilfe angewiesen – bei den einzelnen Verrichtungen des Alltags ebenso wie bei der Gestaltung ihres Tagesablaufs. Trotzdem ist es selbst in dieser Krankheitsphase von Alzheimer noch möglich, dass die Patienten vorübergehend beinahe normal wirken – wenn auch leider immer seltener.

Spätes Stadium: Vollständige Pflegebedürftigkeit

Im letzten Stadium der Alzheimer-Erkrankung sind die Betroffenen vollständig von Betreuung und Pflege abhängig, häufig kommen Stuhl- und Harninkontinenz hinzu. Ihr Gedächtnis ist nicht mehr in der Lage, neue Informationen zu speichern. Auch nahe Angehörige werden nun oft nicht mehr erkannt. Die Sprache ist auf wenige Wörter reduziert.

Unruhe, Depressionen, Ängste und Wahnvorstellungen treten in diesem Stadium nicht mehr auf. Zunehmend verlieren Alzheimer-Betroffenen nun jedoch die Kontrolle über ihren Körper. Viele Patienten können noch in kleinen, schleppenden Schritten, einige aber auch gar nicht mehr gehen. Sie bewegen sich nur noch auf Aufforderung, nicht mehr aus eigenem Antrieb. Selbst die Fähigkeit, aufrecht zu sitzen, kann verloren gehen.

Die Mimik ist eingeschränkt. Schlucken wird unmöglich. Blase und Darm können nicht mehr kontrolliert werden. Unter Umständen treten Krampfanfälle auf. Die Patienten sind teilnahmslos und nehmen ihre Umgebung ebenso wie sich selbst kaum noch wahr.

Alzheimer ist nicht tödlich – aber die Begleiterkrankungen

Wie lange jedes einzelne Stadium der Erkrankung andauert, kann im Einzelfall nicht vorhergesagt werden. Im Durchschnitt leben Alzheimer-Patienten noch sieben bis zehn Jahre, nachdem ihnen die Demenz-Diagnose gestellt wurde. Doch auch kürzere oder erheblich längere Zeiträume sind möglich. Der Tod tritt häufig durch Begleiterkrankungen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung ein. Alzheimer an sich ist nicht tödlich.

Ursachen: So entsteht Alzheimer-Demenz

Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit sind bisher nicht geklärt. Daher ist auch eine an den Ursachen ansetzende (kausale) Therapie nicht möglich.

Die Medizin geht heute davon aus, dass die Alzheimer-Krankheit entsteht, wenn mehrere Schädigungsfaktoren zusammenkommen. Außerdem besteht bei den Patienten vermutlich eine Disposition für diese Erkrankung. Die genaue Ursache für Alzheimer ist aber nach wie vor ungeklärt.

Im Mittelpunkt des Interesses bei der neurobiologischen Ursachenforschung stand in den vergangenen Jahren das sogenannte Amyloid-Protein, welches in herdförmigen Ablagerungen des Hirnmantels, den Plaques, enthalten ist. Allerdings findet sich dieses Amyloid nicht nur bei Alzheimer-Kranken, sondern auch bei älteren, nicht dementen Menschen. Es müssen zum Amyloid also offenbar noch andere Krankheitsfaktoren hinzukommen.

Lange gingen Wissenschaftler davon aus, dass es bei Alzheimer-Patienten zu einem Absterben der Nervenzellen kommt. Erst 2007 haben Göttinger Wissenschaftler herausgefunden, dass die Nervenzellen nicht absterben, sondern in ihrer Funktion gestört werden. Der Grund sind Eiweißablagerungen an den Synapsen, welche die Signalübermittlung zwischen den Nervenzellen hemmen und den Energiefluss stören.

In der Folge verkümmert die Empfängerseite von Signalen in den Synapsen und die Knospen der Nervenzellfortsätze ziehen sich zurück. Die Nervenzellen selbst überleben aber zunächst. Dadurch eröffnet sich ein möglicher Ansatz für künftige Therapien gegen Alzheimer.

Diagnose: Mit diesen Tests wird Alzheimer festgestellt

Um Alzheimer sicher zu diagnostizieren, ist viel Geduld gefragt, denn nicht immer sind die Symptome eindeutig.

Eine Ausnahme bilden Alzheimer-Fälle, die auf bestimmte Veränderungen am Erbgut der Betroffenen zurückgeführt werden können. Sie sind bei der Untersuchung durch einen genetischen Test nachzuweisen, doch machen sie nur weniger als fünf Prozent aller Fälle aus.

Am Beginn jeder Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt, in dem er sich die aktuellen Beschwerden, ihre zeitliche Entwicklung und die allgemeine Krankengeschichte schildern lässt.

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Alzheimer lässt sich im Prinzip mit relativ einfachen Tests erkennen. Als Beispiel für gängige Fragebögen kann der sogenannte Mini-Mental-Status-Test (MMST) herangezogen werden. Da er einfach durchführbar ist und einen guten Überblick über die verschiedenen Aspekte der geistigen Leistungsfähigkeit bietet, wird er oft auch von Allgemeinmedizinern eingesetzt.

Wie funktionieren Alzheimer-Tests?

Der Test dauert in der Praxis etwa zehn Minuten. Er erfasst Orientierung, Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Rechnen sowie sprachliche und konstruktive Fähigkeiten. Für jede der insgesamt 30 Teilaufgaben des Tests wird ein Punkt vergeben. Die Summe der Punkte ergibt einen Wert, der auf das Ausmaß der Demenz hinweist. Eine Demenz ist unwahrscheinlich, wenn 27 oder mehr Punkte erreicht werden.

  • Teilaspekt Orientierung: Erfragt werden in diesem Teil des Alzheimer-Tests das Jahr, die Jahreszeit, das aktuelle Datum, der Wochentag, der Monat, das jeweilige Land, Bundesland und der Ort sowie die Art der Einrichtung (Praxis, Altenheim und ähnliches), in der sich der Patient befindet, und in welchem Stockwerk diese liegt. Für jede richtige Antwort wird ein Punkt vergeben.
     
  • Teilaspekt Merkfähigkeit: Dem Patienten werden langsam drei einfache Begriffe (zum Beispiel Stuhl, Teller, Schuh) genannt, die er wiederholen soll. Für jeden Begriff gibt es einen Punkt.
     
  • Teilaspekt Aufmerksamkeit und Rechnen: Der Patient wird gebeten, von 100 beginnend in Siebenerschritten rückwärts zu zählen (93, 86, 79, 72, 65...). Jede richtige Antwort ergibt einen Punkt.
    Anschließend wird er aufgefordert, das Wort "Preis" rückwärts zu buchstabieren. Jeder in der richtigen Reihenfolge genannte Buchstabe ergibt einen Punkt. Gewertet wird das höhere Ergebnis aus beiden Aufgabenteilen.
     
  • Teilaspekt Erinnern: Der Patient wird in diesem Abschnitt nach einigen Minuten noch einmal nach den Wörtern aus dem Merkfähigkeitstest (Stuhl, Teller, Schuh) gefragt. Für jeden erinnerten Begriff gibt es einen Punkt.
     
  • Teilaspekt Benennen: Nacheinander werden dem Patienten eine Armbanduhr und ein Bleistift gezeigt, die er jeweils benennen soll. Jede korrekte Benennung ergibt einen Punkt.
     
  • Teilaspekt Wiederholen: Der Patient wird gebeten, den Satz "Kein wenn und aber" nachzusprechen. Gewertet wird nur der erste Versuch.
     
  • Teilaspekt Dreiteiliger Befehl: Geprüft wird, ob der Patient den Befehl "Nehmen Sie ein Blatt in die Hand, falten Sie es in der Mitte und legen Sie es auf den Boden!" richtig ausführen kann. Jeder Teilschritt gibt einen Punkt.
     
  • Teilaspekt Lesen und Reagieren: Dem Patienten wird in die schriftliche Anweisung "Schließen Sie die Augen!" gezeigt. Ein Punkt wird vergeben, wenn der Patient die Augen schließt.
     
  • Teilaspekt Schreiben: Der Patient wird gebeten, einen Satz seiner Wahl auf ein Blatt Papier zu schreiben. Der Satz soll ein Subjekt und ein Verb enthalten und muss Sinn ergeben.
     
  • Teilaspekt Konstruktive Fähigkeit: Der Patient wird aufgefordert, eine bestimmte Figur nachzuzeichnen.

Beispiele für andere Tests, die zur Diagnose von Alzheimer eingesetzt werden, sind:

  • Alzheimer’s Disease Assessment Scale (ADAS)
  • Demenz-Detektions-Test (DemTect)
  • Test zur Früherkennung von Demenzen und Depressionsabgrenzung (TFDD)
  • Uhrentest
  • Zahlen-Verbindungs-Test (ZVT)

Mentale Tests mit anderen kombinieren

Alle genannten Tests haben bei nur leichter Symptomatik oder im Frühstadium von Alzheimer ihre Schwächen. Auch die verschiedenen Demenzen können damit nicht voneinander abgegrenzt werden. Daher ist gegebenenfalls eine ausführlichere Untersuchung mit Kombinationen verschiedener Testverfahren erforderlich.

  • zum Test

    Sie haben den Verdacht, an einer Depression zu leiden? Oder Sie machen sich Sorgen um einen Angehörigen? Der Selbsttest bringt mehr Klarheit.

Da Alzheimer manchmal nur schwer von einer Depression unterschieden werden kann, werden zumeist auch Tests durchgeführt, die das Vorliegen und den Grad depressiver Verstimmungen erfassen.

Darüber hinaus stehen auch Tests zur Verfügung, die zu beurteilen helfen, wie stark und in welcher Weise die Verrichtung von Alltagsaktivitäten bei Alzheimer-Patienten eingeschränkt ist.

Tests zur Selbsteinschätzung

Neben den verschiedenen Tests auf Alzheimer-Demenz, die von medizinischen Fachkräften durchgeführt werden, gibt es auch einige einfachere Fragebögen, die von Patienten selbstständig ausgefüllt werden können. Sie erlauben keine Diagnose, geben den Betroffenen jedoch Hinweise, ob sie einen Arzt aufsuchen sollten, um ihre geistige Leistungsfähigkeit überprüfen zu lassen.

Demenz-Schnelltest: Wie heißt der noch mal?

 

Dabei ist festzuhalten: Belegen die Tests eine Einschränkung geistiger Funktionen und selbst deutliche Vergesslichkeit, bedeutet das keineswegs automatisch, dass eine Demenz wie Morbus Alzheimer vorliegt. Viele andere Erkrankungen, die sich gut behandeln und heilen lassen, kommen ebenfalls als Erklärung der Symptome infrage. Um frühzeitig reagieren zu können, ist aber eine möglichst umgehende, gründliche Untersuchung notwendig. Deshalb sollte man bei Verdacht auf Alzheimer möglichst zügig einen Facharzt aufsuchen.

Bei der Diagnose wird der Arzt sich nicht darauf beschränken, mit dem Betroffenen selbst zu sprechen, sondern auch Angehörige befragen. Das ist wichtig, weil Demenzkranke sich eventuell nicht mehr richtig an den Krankheitsverlauf erinnern können. Außerdem ist es möglich, dass Angehörige Symptome bemerkt haben, die dem Betroffenen selbst nicht aufgefallen sind.

Bluttest gibt Hinweise auf andere Erkrankungen

Die körperliche Untersuchung bei Verdacht auf Alzheimer vermittelt dem Arzt ein Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Sie verschafft ihm einen Überblick, ob körperliche Symptome vorliegen, die mit den geschilderten Beschwerden in Zusammenhang stehen könnten.

Darüber hinaus werden Blutuntersuchungen vorgenommen, die weitere wichtige Hinweise auf die Ursache der Beschwerden liefern können. Entzündungsprozesse, Infektionen, Störungen der Elektrolytwerte, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen, die Zuckerkrankheit Diabetes, aber auch Vitaminmangel oder Fettstoffwechselstörungen können so nachgewiesen werden.

Fachärztliche Untersuchung, um die Alzheimer-Diagnose zu sichern

Sowohl zum Ausschluss wie auch zur Bestätigung einer möglichen Alzheimer-Erkrankung sind die gründliche Untersuchung der Nervenfunktionen, der psychischen Verfassung und der Leistungsfähigkeit unverzichtbar. Sie erfolgt in der Regel bei Fachärzten für Neurologie beziehungsweise Psychiatrie.

Nervenkrankheiten mit Symptomen, die den Beschwerden bei Alzheimer-Demenz ähneln können, wie zum Beispiel Parkinson oder Multiple Sklerose sowie psychische Erkrankungen wie eine Depression, werden auf diese Weise nicht übersehen.

Gehirn röntgen

Von besonderer Bedeutung für die Diagnose einer Alzheimer-Demenz ist die bildgebende Untersuchung des Gehirns. Durch spezielle Röntgenuntersuchungen (Computertomographie) oder mittels Magnetfeldern (Kernspin- oder Magnetresonanztomographie, MRT beziehungsweise NMR) werden Bilder des Gehirns angefertigt, aus denen Fachärzte neben vielen weiteren Informationen ablesen können, ob es zum Verlust von Nervengewebe gekommen ist oder ob andere, gegebenenfalls einfacher zu behandelnde Erkrankungen vorliegen.

Rückenmarksflüssigkeit untersuchen

Einen wachsenden Stellenwert beim Nachweis der Alzheimer-Krankheit hat die Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor). In ihr können inzwischen jene Eiweißstoffe nachgewiesen werden, aus denen die für Alzheimer typischen Ablagerungen im Gehirn bestehen. Außerdem lassen sich entzündliche Veränderungen des Gehirns auf diesem Wege ausschließen.

Oft leiden Alzheimer-Patienten auch an anderen Krankheiten

Die genauere Untersuchung der inneren Organe erfolgt ebenfalls zumeist beim Facharzt. Sie ist wichtig, um auszuschließen, dass Erkrankungen außerhalb des Gehirns für die Alzheimer-Symptome verantwortlich sind. Hinzu kommt, dass eine Alzheimer-Demenz überwiegend alte und sehr alte Menschen betrifft, die oft an weiteren Krankheiten leiden. Diese müssen selbstverständlich behandelt werden, gleichgültig, ob eine Alzheimer-Erkrankung nachgewiesen wird oder nicht.

Auf einen Demenz-Patienten können daher unter Umständen zahlreiche Untersuchungen beim Herz- oder Gefäßspezialisten, Nierenfacharzt oder bei anderen Experten zukommen. Sie alle dienen dem Zweck, Ursachen für die Demenz zu finden und diese gegebenenfalls zu behandeln. Außerdem soll der Betroffene in den bestmöglichen Gesundheitszustand versetzt werden, denn je gesünder er ist, desto besser vermag er Folgen der Demenz auszugleichen.

Die Diagnose Alzheimer sollte der Facharzt stellen

Liegen die Ergebnisse der Untersuchung vor und findet sich keine andere Erklärung für die geistigen Einschränkungen, wird die Diagnose Alzheimer-Demenz gestellt. Wegen der geschilderten Schwierigkeiten geschieht das in der Regel durch einen Facharzt für Demenz-Erkrankungen. Er leitet auch die Behandlung ein und kontrolliert den Verlauf der Krankheit.

Bei Alzheimer alle sechs Monate zur Kontrolle

Selbst spezialisierte Einrichtungen erreichen keine hundertprozentige Sicherheit der Diagnose. Es verbleibt also in den meisten Fällen eine – allerdings geringe – Unsicherheit über die tatsächliche Natur der Erkrankung. Aus diesem Grund wird alle sechs bis zwölf Monate eine Untersuchung zur Überprüfung vorgenommen, um die Alzheimer-Diagnose und die aktuelle Therapie zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Wenn es zu plötzlichen deutlichen Veränderungen des Zustands kommt oder die Behandlung ohne ausreichenden Erfolg bleibt, ist eine vorzeitige Nachuntersuchung angezeigt. Bei Alzheimer ist es also besonders wichtig, dass die verschiedenen Behandler – Fachärzte und Hausarzt – zusammenarbeiten.

Unheilbar, aber gut zu behandeln: Alzheimer-Therapie

Die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung der Alzheimer-Krankheit haben sich in den zurückliegenden Jahren verbessert: Mit Acetylcholinesterasehemmern und dem Wirkstoff Memantin stehen heute Medikamente zur Verfügung, die die geistigen Fähigkeiten und Alltagsbewältigung der Betroffenen zumindest für mehrere Monate stabilisieren oder sogar verbessern können, wenn rechtzeitig mit der Therapie begonnen wird.

Alzheimer kann bis heute nicht geheilt werden. Die Therapie der Demenz erfordert daher einen umfassenden, ganzheitlichen Behandlungsansatz aus medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien. Heute versteht man immer besser, wie die geistigen Fähigkeiten der Betroffenen gefördert und möglichst lange erhalten werden können.

Begleitsymptome wie Angst, Depression, Aggressivität oder Unruhe werden durch diese Behandlung verbessert. Wie bei anderen chronisch degenerativen Erkrankungen ist bereits das zeitweise Bremsen oder Stoppen des Fortschreitens der Erkrankung als Erfolg zu werten. Auch die Betreuung der Angehörigen, die oft einer großen Belastung ausgesetzt sind, ist mittlerweile fester Bestandteil der Behandlung.

Nichtmedikamentöse Behandlung

Für Demenzkranke sind Verlässlichkeit und Stabilität der Umwelt von großer Bedeutung. Die begleitenden Behandlungsmaßnahmen müssen unbedingt die begrenzten Bewältigungsmöglichkeiten der Demenzpatienten berücksichtigen, sie weder unter-, noch überfordern.

Begleitende Maßnahmen können beispielsweise sein:

  • Bewegungstherapie
  • Tagesstrukturierung
  • Aktivierung
  • kognitives Training
  • Realitätsorientierung
  • Musiktherapie
  • sogenanntes Snoezelen (Stimulation der Sinne) mit individualisierten, biografiebezogenen Stimuli
  • Soziotherapie (Betreuung und Pflege)
  • psychiatrische und/oder psychologische Therapie

Medikamentöse Alzheimer-Behandlung

Acetylcholinesterasehemmer und Memantin richten sich direkt gegen die Demenz, also gegen den Abfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus können sie eingeschränkte Alltagsfunktionen verbessern und Verhaltensveränderungen wie Depressionen, Angst, Aggressivität und Wahnvorstellungen verringern oder sogar vermeiden. Es gibt auch Hinweise, dass sie die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen verbessern und die Einweisung in ein Pflegeheim verzögern können. Bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz gelten Acetylcholinesterasehemmer heute als Mittel der Wahl, ihr Einsatz wird von allen Fachgesellschaften empfohlen. In mittelschweren bis fortgeschrittenen Erkrankungsstadien wird Memantin eingesetzt.

Bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz kommen häufig Acetylcholinesterasehemmer zum Einsatz. Neu an der aktuellen Behandlungsleitlinie: Auch ein Extrakt aus Ginkgo biloba wird bei leichter bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz zur Therapie empfohlen. In mittelschweren bis fortgeschrittenen Erkrankungsstadien wird Memantin eingesetzt.

Zur Behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Antioxidantien, Vitaminen wie Vitamin B12 oder zur Behandlung mit Hormonen liegen derzeit widersprüchliche Erkenntnisse vor. Sie werden deshalb gegenwärtig nicht empfohlen.

Mit Alzheimer regelmäßig zur Kontroll-Untersuchung!

Wer Alzheimer hat, sollte sich regelmäßig untersuchen lassen. Empfohlen wird eine Kontrolle von sechs bis zwölf Monaten. Gerade zu Beginn der Alzheimer-Behandlung, wenn die optimale Dosis der eingesetzten Medikamente noch nicht bekannt ist, können häufigere Arztbesuche notwendig sein, um Anpassungen vorzunehmen. Ebenso sind Kontrollen angezeigt, wenn es zu raschen Veränderungen der Beschwerden kommt.

Die Kontrolle besteht in der Regel aus dem Gespräch mit dem Arzt, der körperlichen Untersuchung, der Prüfung von Nerven- und Gehirnfunktionen sowie verschiedenen Tests. Sie erfassen die geistige Leistungsfähigkeit, das Ausmaß der Alzheimer-Demenz, die Stimmungslage des Patienten und seine Fähigkeit, mit den Anforderungen des alltäglichen Lebens zurechtzukommen.

Die Kontrolle umfasst auch Begleiterkrankungen von Alzheimer

Begleiterkrankungen, die bei alten Menschen häufig vorliegen, müssen bei den Kontrolle zur Alzheimer-Krankheit ebenfalls berücksichtigt werden, da beispielsweise auch ein schlecht eingestellter Diabetes die Symptome verschlechtern kann. Auch Schmerzen, unter denen viele Patienten leiden, können sich auf mehreren Ebenen auswirken und unter anderem zu Aggressivität führen. Begleiterkrankungen wie diese, können zusätzliche Kontrollen bei Ärzten aus anderen Fachgebieten erforderlich machen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten wird die optimale Behandlung aller Beschwerden der Patienten gewährleistet.

Behandlung stetig anpassen

Die regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustands der Alzheimer-Betroffenen erlaubt es, die Behandlung möglichst gut an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen. Ebenso bieten die Kontrollen den Patienten, ihren Angehörigen und dem Arzt Gelegenheit, auf neu aufgetretene Probleme hinzuweisen und die pflegerische Betreuung den aktuellen Bedürfnissen entsprechend zu verändern.

Bei neu auftretenden Symptomen den Arzt aufsuchen

Bisher unbekannte Krankheitssymptome sollten immer Anlass für eine Kontrolle beim Alzheimer-Spezialisten sein. Das gilt auch dann, wenn die Beschwerden scheinbar nichts mit der Alzheimer-Erkrankung zu tun haben. Der Facharzt wird dann entscheiden, wie auf die neuen Symptome reagiert werden sollte und ob eine Anpassung der bisherigen Behandlungsmaßnahmen erforderlich ist. So dürfen zum Beispiel bestimmte Medikamente zur Behandlung von Alzheimer nicht eingesetzt werden, wenn die Patienten an Leberstörungen, Magengeschwüren oder langsamem Herzschlag (Bradykardie) leiden.

Regelmäßige Kontrolle ist bei Alzheimer lebenswichtig

Die Diagnose Alzheimer beruht zu großen Teilen auf dem Ausschluss anderer Ursachen für eine Demenz. Selbst erfahrene Ärzte erreichen nicht immer völlige Gewissheit über die vorliegende Krankheit. Bei sehr rasch eintretender Verschlechterung des Zustands und dem Auftreten bisher unbekannter Symptome kann es deshalb notwendig werden, eine Kontrolle der Diagnose Alzheimer vorzunehmen. Beispiele für Veränderungen, die eine solche Überprüfung nach sich ziehen können, sind etwa die plötzliche Austrocknung des Patienten (Exsikkose), häufig wiederkehrende Infekte oder das Auftreten einer zuvor beim Patienten noch nicht diagnostizierten Krebserkrankung. Deshalb ist es lebenswichtig, den Verlauf von Alzheimer-Demenz regelmäßig zu kontrollieren.

Begleiterkrankungen richtig behandeln

Alzheimer-Patienten entwickeln im Verlauf ihrer Demenz oft eine Reihe von Begleiterkrankungen, die eine Folge der fortschreitenden Hirn-Veränderungen sind. Dazu gehören zum Beispiel Depressionen, Schlafstörungen, Unruhe, Angstzustände, Aggressivität und Wahnvorstellungen. Diese Begleitsymptome bedürfen ebenso einer Behandlung wie die zugrunde liegende Demenz.

Bei ihrer Therapie sollte zunächst auf nicht-medikamentöse Maßnahmen zurückgegriffen werden. Oft lässt sich auf diesem Wege bereits eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielen. Reichen die Maßnahmen nicht aus, sollten Medikamente eingesetzt werden. Eine Vielzahl von Substanzen erlaubt heute, gezielt auf einzelne Symptome der Patienten zu reagieren.

Begleiterkrankungen mit Antidepressiva behandeln

Depressionen gehören zu den häufigen Begleiterkrankungen von Alzheimer. Sie müssen jedoch nicht immer durch die Demenz ausgelöst sein. Auch bei Alzheimer-Patienten können sie eine Folge von Lebensumständen sein. Als Erstes sollte deshalb immer geklärt werden, welche Faktoren die Depression hervorbringen oder verstärken, und versucht werden, diese abzustellen. Depressionen bei Alzheimer verlaufen oft nicht gleichförmig. Je nach Krankheitsphase können sie ihr Erscheinungsbild und ihren Schweregrad rasch ändern. Das muss bei der Behandlung berücksichtigt werden. Der Verlauf einer Depression sollte deshalb monatlich überprüft werden, damit die Therapie, falls erforderlich, angepasst werden kann.

Antidepressiva fördern geistige Leistungsfähigkeit

Zunächst sollte aber die Alzheimer-Demenz mit Antidementiva wie den Acetylcholinesterase-Hemmer oder Memantin behandelt werden. Das kann eine Behandlung der Begleiterkrankungen verhindern. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass sie nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit der Alzheimer-Patienten fördern, sondern oft auch depressive Zustände bessern können, von denen die Krankheit begleitet wird.

Wirkstoffe auf Alzheimer abstimmen

Reicht diese Behandlung nicht aus, kann zur Behandlung der Begleiterkrankungen auf speziell gegen Depressionen gerichtete Medikamente zurückgegriffen werden, sogenannte Antidepressiva. Die Auswahl der infrage kommenden Wirkstoffe ist bei Alzheimer jedoch eingeschränkt. Das liegt daran, dass einige Antidepressiva aufgrund ihrer Wirkungsweise den bereits bestehenden Acetylcholin-Mangel im Gehirn der Patienten weiter verstärken könnten. Diese Antidepressiva scheiden deshalb für die Behandlung aus. Möglich ist jedoch der Einsatz von Antidepressiva aus der Gruppe der sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Die Behandlung mit Neuroleptika

Wenn bei Alzheimer Begleiterkrankungen wie Schlafstörungen, Unruhe, wahnhafte Vorstellungen, Sinnestäuschungen, Angst oder Aggressivität auftreten, sollte wie auch bei Depressionen zunächst nach Faktoren aus dem Lebensumfeld der Betroffenen gesucht werden, von denen die Beschwerden ausgelöst oder verstärkt werden. Oft können diese Symptome beispielsweise durch Schmerzen, Sehstörungen, Schwerhörigkeit oder schlecht sitzende Prothesen ausgelöst werden.

Unter Umständen lassen sich die Begleitsymptome auch durch eine bedarfsgerechte Anpassung der Lebensverhältnisse des Patienten und seiner Angehörigen (zum Beispiel Pflegedienst, Tagesgruppe, Angehörigenberatung etc.) aus der Welt schaffen. Auch die Acetylcholinesterasehemmer wirken derartigen Begleitsymptomen entgegen.

Auf Nebenwirkungen der Alzheimer-Medikamente achten

Sollte damit keine ausreichende Besserung erzielt werden, und ist schnelle Hilfe notwendig, können kurzfristig sogenannte atypische Neuroleptika gegen die Begleiterkrankungen der Alzheimer eingesetzt werden. Allerdings können auch diese Medikamente Nebenwirkungen haben, beispielsweise ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Wegen der schnellen Veränderungen, denen die Symptome unterliegen können, wird empfohlen, ihr Fortbestehen in wöchentlichem Abstand zu überprüfen und die Therapie entsprechend anzupassen. Dazu gehören unter anderem Bluttests, um kein weiteres Risiko bei Alzheimer einzugehen.

Alzheimer vorbeugen

In den vergangenen Jahren wurden die Ursachen der Alzheimer-Erkrankung intensiv untersucht. Dennoch ist es bisher nicht gelungen, eine Methode zu entwickeln, mit der sich der Ausbruch von verhindern lässt. Es ist aber eine Vielzahl von Risikofaktoren bekannt, die die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, erhöhen. Diese Risikofaktoren lassen sich teilweise meiden.

15 Tipps gegen Demenz und Alzheimer

 

So belegen zahlreiche Forschungsergebnisse, dass es Möglichkeiten gibt, das Risiko für die Entstehung von Alzheimer zu senken. Dazu zählen neben einer gesunden Lebensweise mit ausgewogener Ernährung viel Schlaf, der richtige Umgang mit Stresssituationen, Verzicht auf Zigaretten, ein geringer Alkoholkonsum sowie vor allem körperliche Betätigung und geistige Regsamkeit bis ins hohe Alter.

Diabetes, erhöhter Blutdruck, Übergewicht, hoher Cholesterin- und Homocysteinspiegel, Rauchen und Alkoholmissbrauch gelten dagegen als Risikofaktoren.

Zahl der Alzheimerkranken wächst

Schon vor einigen Jahren berichteten schwedische Forscher, dass sportlich aktive Menschen seltener an Demenz erkranken als ihre gemütlichen Geschlechtsgenossen. Wer im mittleren Alter zwei Mal wöchentlich aktiv ist, habe ein um 60 Prozent geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken.

Besonders günstig wirke sich Sport bei genetisch vorbelasteten Menschen auf einen Ausbruch der Erkrankung aus. Noch im Frühstadium der Krankheit könne der Prozess durch Nordic Walking, Aerobic und andere Ausdauersportarten verzögert werden.

Spazierengehen senkt Alzheimer-Risiko

Selbst einfaches Spazierengehen senkt das Erkrankungsrisiko, wie eine 2010 veröffentlichte Langzeitstudie an der University of Pittsburgh in Pennsylvania zeigt. Demnach können gesunde Menschen ihr Demenzrisiko deutlich verringern, wenn sie 9,7 Kilometer pro Woche gehen. Bei Menschen, deren Gedächtnisleistung bereits beeinträchtigt ist, verlangsamen schon acht Kilometer pro Woche das weitere Fortschreiten der Demenz. Im Gegenzug gilt: Wer sich weniger als einen Kilometer am Tag bewegt, verdoppelt sein Risiko für Alzheimer.

Eine Erklärung für den positiven Effekt von Sport könnten bisher ungeklärte neurobiologische Mechanismen sein. Außerdem zahlt sich regelmäßige Bewegung für das Herz-Kreislaufsystem aus, da Gesundheitsrisiken wie Übergewicht und Diabetes verringert werden. Für diese beiden Faktoren konnte bereits gezeigt werden, dass sie nicht nur Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen, sondern obendrein die Alzheimererkrankung. Deshalb hilft eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle beziehungsweise eine gute Blutzuckereinstellung Diabetikern, ihr Demenzrisiko zu senken.

Übergewicht könnte einer Untersuchung Leipziger Forscher zufolge ebenfalls einen Risikofaktor darstellen: Zu viele Kilos auf den Rippen verursachen laut der Studie Entzündungen im Gehirn, die ein Risikofaktor für Alzheimer sind. Darüber hinaus hilft Gedächtnistraining zum Beispiel mit Gehirnjogging-Übungen, bis ins hohe Alter geistig leistungsfähig zu bleiben.

Bildung ist ein Schutzfaktor vor Demenz

Natürlich spielt darüber hinaus die geistige Aktivität eine Rolle in der Alzheimerprävention. Das ist durch Studien belegt. Soziale Kontakte und eine gute Schulbildung zählen ebenfalls zu den Schutzfaktoren im Hinblick auf Demenz. Die Schutzwirkung wird allerdings hauptsächlich den größeren kognitiven Reserven zugeschrieben, die geistig aktive Menschen mit hoher Bildung mitbringen.

Fetter Fisch und Nüsse für gesunde Nerven

Einen ähnlich positiven Effekt wie Sport hat zudem eine ausgewogene Ernährung, denn sie beeinflusst Faktoren, die im Verdacht stehen, das Alzheimer-Risiko zu erhöhen. Dazu zählen etwa hoher Blutdruck, ein hoher Cholesterinspiegel und Diabetes. In einer Studie kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass Gemüse- und Obstsäfte die Krankheit verzögern können. Dafür verantwortlich seien bestimmte Antioxidantien, etwa Polyphenole, die in Obst und Gemüse in großen Mengen vorhanden sind.

Eine andere Studie ergab, dass eine mediterrane Ernährung vorbeugend wirkt und das Alzheimer-Risiko senken kann. Die Mittelmeerkost besteht aus viel Obst und Gemüse, reichlich Fisch, Nüssen, mäßigem Rotweinkonsum und wenig rotem Fleisch. Die Forscher vermuten, dass der positive Effekt vor allem auf die Omega-3-Fettsäuren zurückzuführen ist. Die ungesättigten Fettsäuren kommen vor allem in fettem Seefisch und Nüssen vor. Und abgesehen von Alzheimer-Prävention: Die Mittelmeer-Küche senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko und schmeckt darüber hinaus auch noch gut!

Essen gegen Demenz
 

Ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des Gedächtnisses ist zudem die Pflege sozialer Kontakte. Menschen, die im mittleren Erwachsenenalter allein leben, sind doppelt so stark gefährdet, eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln, wie Menschen, die mit anderen zusammen wohnen.

Zur Alzheimer-Vorbeugung mit Medikamenten, etwa bestimmten Vitaminen wie Vitamin B12, sowie zur Behandlung mit Hormonen liegen widersprüchliche Erkenntnisse vor. Sie werden deshalb gegenwärtig nicht empfohlen.

Schlafen schützt vor Alzheimer

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    Wie macht sich Alzheimer bemerkbar, welche neuen Erkenntnisse gibt es zur Therapie der Demenz? Wie organisiert man den Alltag eines Erkrankten? Antworten im großen Ratgeber

Schon mehrere Studien bewiesen einen Zusammenhang zwischen Schlaflänge und -qualität sowie Alzheimer-Risiko. Demnach sind Menschen, die wenig schlafen, stärker gefährdet, die Demenz-Erkrankung zu entwickeln. Es gab Hinweise darauf, dass Schlafmangel den Abbau von Amyloid stören könnte. Diese Proteine sind Abfallprodukte und lagern sich als Plaques zwischen den Nervenzellen im Gehirn an. Je stärker ausgeprägt diese Verklebungen sind, Warum so viele HIV-Patienten Demenz bekommen. Allerdings hatten frühere Untersuchungen nicht aufdecken können, welche Mechanismen dafür verantwortlich sind.

Nachweis von Alzheimer-Plaques in der Rückenmarksflüssigkeit

Eine Studie der Universität in Nijmegen hat genau das unter die Lupe genommen. Für die Untersuchung unter der Leitung von Sharon Ooms haben sich 26 gesunde Männer zwischen 40 und 60 Jahren freiwillig bereit erklärt. Sie ließen sich einen Katheter in den mit Rückenmarksflüssigkeit gefüllten Spinalkanal setzen.

Über diese Sonde wurde alle paar Stunden gemessen, welche Konzentration von Amyloiden in der Rückenmarksflüssigkeit vorliegt. Diese Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) liefert zugleich Informationen über die Situation im Gehirn. Denn der Liquor umspült sowohl Rückenmark als auch Gehirn.

Ein Teil der Probanden durfte nach der Liquorpunktion lange schlafen. Die anderen Teilnehmer mussten die Nacht durchwachen. Die Schlafdauer bestimmten die Forscher mit Hilfe eines Elektroenzephalographie (EEG). UG| Warum Schlafen vor Alzheimer schützt

Nach dem Schlafen weniger Plaques als zuvor

Das Ergebnis: Diejenigen mit der längsten Schlafdauer hatten morgens am wenigsten Amyloide im Liquor. Die Probanden, die eine kurze Nacht hinter sich hatten, wiesen dagegen deutlich mehr von den schädlichen Eiweißstoffen auf. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass unser Gehirn nur während des Warum Schlaf so wichtig ist Amyloide abbauen und unschädlich machen kann. Ausreichend Schlaf ist damit eine Studie belegt: Millionen Alzheimerfälle sind vermeidbar.

Alzheimer im Alltag

Oft ist schon einige Zeit vergangen, wenn die Diagnose Alzheimer gestellt wird. Dann ist die Demenzerkrankung meistens schon so weit fortgeschritten, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen die Symptome im Alltag bereits deutlich wahrnehmen. I

n den meisten Fällen ist es das nachlassende Gedächtnis, das die Patienten – oft gedrängt von ihren Angehörigen – zum Arzt führt. Ist es in frühen Phasen vor allem der Betroffene selbst, der die ersten Symptome bemerkt, fallen sie in fortgeschrittenen Stadien auch den Angehörigen auf.

Diagnose gibt Sicherheit

Ängste, Missverständnisse und falsche Erwartungen können in dieser Zeit zu einer Belastung für den Beziehungsalltag werden. Die Diagnose Alzheimer kann dann unter Umständen Entlastung für alle Beteiligten bedeuten, obwohl es im Falle von Alzheimer keine Heilung gibt. Die Diagnose erklärt jedoch die wahrgenommenen Veränderungen, erleichtert es, sich auf die bestehende Situation einzustellen, und erlaubt Planung und Vorbereitung auf die Zukunft.

Demenzkranke sind häufig nicht in der Lage, zu erkennen, dass sie krank sind. Häufig sind sie auch nicht mehr in der Lage, selbst einen Arzt aufzusuchen oder sehen die Notwendigkeit eines Arztbesuchs nicht ein. Dies ist ein Symptom der Erkrankung und sollte kein Grund für Vorhaltungen sein. Leider verkürzt sich dadurch jedoch die Zeit, während der die Betroffenen noch aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse teilnehmen können.

Persönliche Angelegenheiten rechtzeitig regeln

Alzheimer im Alltag
Alzheimer verändert den Alltag von Kranken und Angehörigen.
Getty Images/BananaStock RF

Die Alzheimer-Erkrankten sollten sich klar machen, dass ihnen im Alltag nur noch begrenzte Zeit bleibt, um persönliche Angelegenheiten zu besorgen. Das können Besuche bei entfernt lebenden Verwandten oder Freunden ebenso sein wie eine Urlaubsreise oder andere Dinge, von denen lange geträumt wurde oder die von großer Wichtigkeit für die Betroffenen sind. Sie sollten nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Allerdings ist auch zu prüfen, ob sich der Patient die Anstrengung noch erlauben kann oder ob sie ihn bereits überfordern würde.

Die Wohnsituation umgestalten

Ebenfalls frühzeitig sollte die Wohnung in Hinblick auf die Alzheimer-Erkrankung für einen leichteren Alltag umgestaltet werden. Hindernisse sollten beseitigt und wichtige Wege, etwa zur Toilette, markiert werden. Diese Maßnahmen sollten rechtzeitig erfolgen, damit sich der Patient an sie gewöhnen kann, bevor seine geistigen Fähigkeiten zu stark eingeschränkt sind.

Rechtliche und finanzielle Fragen möglichst frühzeitig klären

Neben der Regelung des Ablaufs im Alltags sollten Alzheimer-Patienten, solange es noch möglich ist, mit ihren Angehörigen rechtliche und finanzielle Fragen besprechen, die im späteren Verlauf der Krankheit von Bedeutung sein könnten. Bei fortschreitender Demenz verliert der Patient die Fähigkeit, Rechtsgeschäfte abzuschließen oder Willenserklärungen abzugeben. Schriftliche Vollmachten und rechtzeitig niedergelegte Willenserklärungen ermöglichen es den Betreuern, Regelungen im Sinne des Patienten zu treffen und langwierigen Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen. Grundsätzlich sollte die Testierfähigkeit zum Zeitpunkt der jeweiligen Festlegung durch einen Facharzt, meist einen Psychiater, geprüft und bescheinigt werden.

Zu den möglichen Vorkehrungen bei Alzheimer gehören:

  • Testament

  • Vorsorgevollmacht: Sie empfiehlt sich allerdings nur dann, wenn der Betroffene eine Person hat, der er bereits im Vorfeld der Geschäftsuntüchtigkeit Vollmacht für die Regelung der persönlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten erteilen will.

  • Betreuungsverfügung: Möchte der Patient im Vorfeld noch nicht einer einzelnen Person Vollmachten erteilen, kann er in einer Betreuungsverfügung dem zuständigen Gericht eine Betreuungsperson vorschlagen; das Gericht ist an diesen Vorschlag grundsätzlich gebunden.

  • Patientenverfügung: Sie richtet sich an den behandelnden Arzt und regelt, in welchem Umfang medizinische Maßnahmen ergriffen werden, wenn der Patient nicht mehr entscheidungsfähig ist.

  • Haftpflicht- und Hausratversicherung (so weit nicht bereits vorhanden): Demenz geht mit einer erhöhten Gefahr für Unfälle einher.

  • Schwerbehindertenausweis

Zu den rechtlichen Aspekten zählt auch, dass Alzheimer-Kranke schon recht früh die Fähigkeit verlieren, ein Kraftfahrzeug zu führen, was den Alltag nicht leichter macht. Die Krankheit beeinträchtigt ihr Reaktionsvermögen und die Fähigkeit, Entfernungen und Geschwindigkeiten einzuschätzen. In Zweifelsfällen kann ein medizinisch-psychologisches Testverfahren Aufschluss geben, das allerdings bis zu etwa 400 Euro kostet, die vom Patienten getragen werden müssen. Insbesondere bei reduzierter Einsichtsfähigkeit des Betroffenen kann es erforderlich werden, dass andere das Straßenverkehrsamt über seinen Zustand informieren.

Bei Alzheimer Hilfe für den Alltag organisieren

Die Pflege eines Alzheimer-Patienten ist verantwortungsvoll und anstrengend. Bestimmte Verhaltensweisen können das Zusammenleben jedoch einfacher machen sowie Konflikte und Belastungen verringern. Pflegende bedürfen aber auch selbst der Unterstützung. Sie sollten keine Scheu haben, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

Denn die Demenzkrankheit stellt für pflegende Angehörige eine außerordentliche Belastung dar. Neben dem schleichenden Verlust eines geliebten Menschen müssen sie verkraften, oftmals rund um die Uhr für den Alltag des Alzheimer-Patienten verantwortlich zu sein. Zusätzlich können erprobte Lösungsstrategien in Konfliktsituationen versagen, weil die Betroffenen nur noch in engen Grenzen zu Einsicht in das Geschehen fähig sind.

Wer Alzheimer-Patienten pflegt, muss sich immer wieder vergegenwärtigen, was sich durch die Krankheit alles verändert. Durch die Demenzerkrankung verschlechtern sich bei den Betroffenen das Gedächtnis, das Denkvermögen und die praktischen Fertigkeiten. Dieser Prozess ist nicht umkehrbar und nur vorübergehend aufzuhalten.

Er hat weitreichende Konsequenzen für das Zusammenleben und die Pflege des Alzheimer-Betroffenen. So ist man zum Beispiel normalerweise daran gewöhnt, dass eine Wiederholung von Anweisungen oder Abläufen zu einem Lerneffekt führt. Dieser tritt bei Alzheimer-Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung nicht mehr auf. Es ist schwer, sich von gewohnten Erwartungen frei zu machen.

Dennoch können viele Frustrationen und fruchtlose Anstrengungen vermieden werden, wenn es gelingt, den Patienten entsprechend seines Krankheitszustands wahrzunehmen. Eine Reihe von Verhaltensweisen hat sich im Zusammenleben mit Alzheimer-Patienten bewährt.

Zehn Grundregeln für die Pflege und das Zusammenleben mit Alzheimer-Betroffenen

  1. Informieren Sie sich gründlich über Alzheimer. Wissen über die Erkrankung gibt Ihnen Sicherheit und schützt Sie bei der Pflege davor, zu viel zu erwarten oder zu verlangen.

  2. "Erziehungsversuche" und Vorhaltungen über das Unvermögen des Betroffenen bringen nichts, belasten aber die Atmosphäre und kosten viel Kraft. Argumentieren Sie nicht mit dem Kranken und versuchen Sie nicht, ihn zu ändern. Ein Demenzkranker folgt nicht mehr der gewohnten Logik. Wenn Sie mit ihm reden, sprechen Sie langsam, ruhig und in einfachen Worten.

  3. Bewahren Sie nach Möglichkeit die Eigenständigkeit des Alzheimer-Betroffenen und beziehen Sie ihn in die Pflege und in Unternehmungen ein. Das stützt sein Selbstwertgefühl, auch wenn zum Beispiel ein Spaziergang dadurch länger dauern mag. Schützen Sie ihn aber vor Gefahren, die er nicht mehr richtig einschätzen kann, wie Treppen, Elektrogeräten, glatten Badewannen und ähnlichem.

  4. Gewohnheiten des Patienten sollten Sie möglichst beibehalten. Sie stellen für ihn eine Verbindung zu seiner Vergangenheit und Identität her. Sprechen Sie über gemeinsame Erlebnisse.

  5. Ein gleich bleibender und überschaubarer Tagesablauf und regelmäßige Rituale bei der Pflege vermittelt Alzheimer-Kranken Sicherheit und Orientierung. In der Wohnung können ausreichende Beleuchtung (auch nachts) und Hinweiszeichen die Orientierung erleichtern. Kann der Patient noch lesen, vermögen ihm einfache Mitteilungen zu helfen, sich an wichtige Dinge zu erinnern.

  6. Nicht alle Fähigkeiten und Persönlichkeitsbereiche gehen in gleichem Ausmaß verloren. Sprechen Sie gezielt erhaltene Funktionen an und geizen Sie nicht mit Lob.

  7. Auch wenn die Verständigung über Worte nicht mehr möglich ist, lassen sich viele Patienten noch über Gefühle und Sinneseindrücke erreichen. Gemeinsames Singen, Berührungen, Blicke und Gesten sind Wege, ohne Worte mit den Betroffenen zu kommunizieren.

  8. Konflikte lassen sich mit Alzheimer-Kranken nicht austragen. Lenken Sie in solchen Situationen lieber ab oder zeigen Sie ihre Zuwendung.

  9. Bedenken Sie, dass das Verhalten der Betroffenen nicht von Vernunft, sondern von Gefühlen gesteuert ist. Ängstlichkeit, Aggressivität und zwanghaft wirkende Verhaltensweisen sind Ausdruck einer tiefen Verunsicherung der Alzheimer-Patienten. Sie sind nicht gegen Sie oder ihre Art der Pflege gerichtet und nicht als Bösartigkeit gemeint.

  10. Denken Sie auch an sich selbst. Die Kräfte jedes Menschen sind begrenzt. Auch der Alzheimer-Patient wird davon profitieren, wenn Sie sich Freiräume, Ausgleich und Hilfe schaffen.

Notfallvorsorge gehört zur Pflege von Alzheimer-Kranken

Alzheimer-Patienten sind fast ausnahmslos alte und somit gesundheitlich anfällige Menschen, die intensiver Pflege bedürfen. Hinzu treten nachlassende körperliche Geschicklichkeit und zunehmende Unfähigkeit, die Konsequenzen des eigenen Handelns absehen zu können. Aus diesem Grund können bei den Betroffenen vermehrt medizinische Notfälle auftreten, auf die Sie vorbereitet sein sollten. Notfälle können sein: Verletzungen nach einem Sturz, Brustschmerz und Atembeschwerden (Lungenentzündung, Herzinfarkt), plötzliche Verschlechterungen des Allgemeinzustands oder der geistigen Leistungsfähigkeit sowie Lähmungen (Schlaganfall) und vieles mehr.

Auf Notfälle vorbereitet sein

Um auf solche Notfälle vorbereitet zu sein, sollten Sie einige wichtige Informationen stets parat haben:

  • Telefonnummer des Hausarztes
  • Telefonnummer des Pflegedienstes
  • Telefonnummer des ärztlichen Notdienstes
  • Kopien der wichtigsten Patientendokumente (Arztbriefe, Untersuchungsbefunde, Patientenverfügung)
  • Aktuelle Medikamentenliste mit den jeweiligen Medikamentennamen, der zugehörigen Dosis und der Angabe, wann es eingenommen wird ("eine morgens, eine abends")
  • Nach Möglichkeit sollte frühzeitig besprochen werden, welche Form der Behandlung der Patient bei einem Notfall wünscht. Das betrifft zum Beispiel die Frage nach einer künstlichen Beatmung.

Tipps für die Pflege von Alzheimer-Patienten

In fortgeschrittenen Krankheitsstadien benötigen Alzheimer-Patienten Unterstützung bei der persönlichen Pflege und Hygiene. Das kann sowohl für den Betroffenen als auch für den Pflegenden unangenehm sein. Einerseits müssen zum Teil die gewohnten Grenzen der Intimität überschritten werden, andererseits reagieren die Betroffenen vielfach mit Widerstand auf den Verlust ihrer Selbstständigkeit.

Kleidung

Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Bekleidung den Geschmack des Erkrankten. Wenn Sie einfache Wahlmöglichkeiten zwischen jeweils nur zwei Kleidungsstücken anbieten, können die Betroffenen ihre Bekleidung mitbestimmen. Bereiten Sie die Kleidungsstücke vor, indem Sie sie in der richtigen Reihenfolge übereinander legen, sodass sie eins nach dem anderen angezogen werden können. Die Kleidungsstücke selbst sollten bequem sein und keine zu großen Anforderungen beim An- oder Ausziehen stellen. Seien Sie geduldig und geben Sie dem Alzheimer-Patienten Zeit. Es stärkt sein Selbstwertgefühl, wenn Sie ihm trotz Pflege nicht jeden Handgriff abnehmen.

Baden

Nacktheit kann Scham, die vergleichsweise ungewohnte Situation in der Badewanne Angst auslösen. Viele Alzheimer-Kranke baden nicht gerne. Sie schreien oder schlagen um sich, um ihren Widerstand auszudrücken. Versuchen Sie deshalb Unannehmlichkeiten bei der Pflege nach Möglichkeit auszuschließen. Achten Sie darauf, das Wasser nicht zu warm und nicht zu kalt einzustellen, und sorgen sie für angenehme Raumtemperatur. Kündigen Sie dem Betroffenen an, was Sie als nächstes tun werden. Ein Haltegriff und eine rutschfeste Einlage in der Wanne vermitteln ein Gefühl von Sicherheit. Ein Handtuch, das sich die Betroffenen – auch in der Wanne – umlegen, kann das Schamgefühl verringern. Vermeiden Sie, dass Seifenwasser in die Augen der Patienten gelangt (zum Beispiel beim Haare waschen). Bedenken Sie außerdem, dass Duschen oft die einfachere Alternative ist. Es ist auf einem Stuhl im Sitzen möglich, ohne dass ein Wannenrand überwunden werden muss, und reicht meistens aus.

Zahnpflege

Zahn- und Mundprobleme können Schmerzen verursachen und zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme führen. Es ist deshalb wichtig, für eine ausreichende Pflege der Zähne zu sorgen, am besten nach jeder Mahlzeit. Viele Alzheimer-Patienten lehnen es allerdings ab, sich bei der Zahnpflege helfen zu lassen. In diesen Fällen ist viel Geduld und Feingefühl gefragt. Kurze, einfache Anweisungen und das Vorzeigen des Putzens mittels eines Spiegels können ein Ausweg sein. Bei anhaltenden Schwierigkeiten kann eventuell der Zahnarzt weiterhelfen.

Toilettengang

Viele Alzheimer-Patienten werden im Verlauf ihrer Erkrankung Harnausscheidung und Stuhlabgang nicht mehr ausreichend kontrollieren. Es ist bei der Pflege jedoch daran zu denken, dass auch Medikamente und Erkrankungen, zum Beispiel eine Blasenentzündung, diese Symptome auslösen können. Beides sollte von einem Arzt ausgeschlossen werden. Als Hilfe in der Wohnung kann es sich erweisen, wenn der Weg zum Badezimmer, dort zur Toilette und bis auf den Beckenrand markiert ist, zum Beispiel durch farbige Hinweise. Außerdem sollten im Bad Gegenstände vermieden werden, die äußerlich an ein Toilettenbecken erinnern könnten. Dazu gehören etwa Eimer oder Körbe. Weiterhin sollte sichergestellt werden, dass der Alzheimer-Patient keine Schwierigkeiten beim Entkleiden hat. Ein Inkontinenz-Tagebuch kann bei der Pflege helfen. Es deckt Zusammenhänge hinter den Missgeschicken auf. Rechtzeitige Toilettengänge oder feste Toilettenzeiten können dann eventuell Abhilfe schaffen. Für schwere Fälle stehen Inkontinenzhilfen (Windeln) für Erwachsene zur Verfügung. Auch hierbei gibt Weiterentwicklungen, die bei der Pflege eines Alzheimer-Patienten helfen.

Unterstützung für den Alltag organisieren

Gerade angesichts eines möglicherweise jahrelangen Krankheitsverlaufs sollte möglichst frühzeitig Unterstützung und Entlastung für den Alltag organisiert werden. Gelegenheit dazu bieten Beratungsstellen (zum Beispiel der Alzheimer Gesellschaften), Angehörigen-Selbsthilfegruppen oder Beratungsgruppen, die von Fachleuten geleitet werden.

Angehörige finden hier ein offenes Ohr für praktische Fragen, aber auch für ihre persönlichen Nöte. Ambulante Pflegedienste können die pflegerische Betreuung der Betroffenen teilweise und – soweit sie darauf eingestellt sind – auch vollständig übernehmen, ohne dass der Patient oder seine Angehörigen ihre vertraute Lebensumgebung verlassen müssen.

Entlastung für die pflegenden Angehörigen

Betreuungsgruppen schaffen Entlastung, indem sie für einige Stunden am Tag mehrere Alzheimer-Kranke gemeinsam versorgen – das ist eine Entlastung im Alltag des pflegenden Angehörigen. Dies geschieht oft durch ehrenamtliche Helfer und Helferinnen sowie eine Fachkraft. Tagespflege und Kurzzeitpflege entbinden Angehörige davon, ständig für die Betroffenen zur Verfügung stehen zu müssen. Sie übernehmen die Versorgung der Patienten während der Arbeitszeit der Angehörigen oder während Urlaubszeiten. Kann die häusliche Betreuung der Patienten auch mit zusätzlicher Hilfe nicht mehr bewältigt werden, besteht die Möglichkeit der Versorgung in einem Pflegeheim. Zu beachten ist dabei, dass zum Teil erhebliche Unterschiede bezüglich der Qualität der Betreuung bestehen.

Wer übernimmt die Pflegekosten?

Die Kosten der zeitaufwendigen Pflege im Alltag von Alzheimer-Patienten trägt im Allgemeinen die Pflegeversicherung. Die Leistungen der Pflegekasse müssen beantragt werden. Der medizinische Dienst der Krankenkassen beurteilt daraufhin bei einem Hausbesuch den Pflegebedarf. Dabei sollten gegenüber der Kasse die Einschränkungen des Patienten hervorgehoben werden. Der Hinweis auf gelegentlich noch vorhandene Fähigkeiten bedingt hingegen unter Umständen eine Unterversorgung und damit vermeidbare Zusatzbelastungen der pflegenden Angehörigen.

Pflegestufe feststellen lassen

Der medizinische Dienst wird für den Betroffenen eine von drei Pflegestufen festlegen (die nichts mit den drei Stadien der Alzheimer-Erkrankung zu tun haben). Je höher die Pflegestufe, desto mehr Geld steht zur Verfügung. Gegenwärtig reichen die Sätze von rund 300 Euro pro Monat (Pflegestufe I, häusliche Pflege im Alltag durch Angehörige) bis 1.600 Euro pro Monat (Pflegestufe III). Für die Pflege im Heim stehen etwa 1.600 Euro zur Verfügung.

Beaufsichtigung ist bei Alzheimer wichtig

In der Pflegestufe ist die Beaufsichtigung, die bei Alzheimer-Patienten oft schon ab dem mittleren Krankheitsstadium den gesamten Alltag rund um die Uhr erfolgen muss, nicht enthalten. Hierfür steht – bei Pflegebedürftigen mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf – ein Sonderposten für die Inanspruchnahme von "Entlastungsleistungen" zur Verfügung.

Internet-Angebote rund um Alzheimer

Das Internet hält zahlreiche Informationen rund um Alzheimer, Demenz und Alter bereit. Hier finden Sie eine Auswahl interessanter Links:

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft ist der Bundesverband der Alzheimer Landesverbände. Sie entwickelte sich aus Selbsthilfegruppen von Angehörigen Demenzkranker und fachlichen Helfern. Ihre Ziel ist es unter anderem, Betroffene und Angehörige zu unterstützen und deren Anliegen in die Gesundheits- und Sozialpolitik zu tragen. Der Internet-Auftritt bietet zahlreiche Informationen über Alzheimer, Selbsthilfegruppen und alle weiteren Aspekte der Erkrankung. Unter anderem besteht auch ein online-Beratungsangebot.

Altenheim-Adressen

Eine Suchmaschine mit Daten zu Altenheimen und weiteren Einrichtungen aus dem Bereich der Altenbetreuung.

Alzheimer Forum

Die Internet-Seite der Alzheimer Angehörigen Initiative e.V. wendet sich Angehörige, Pfleger und medizinische Fachkreise. Sie bietet Informationen über Demenz-Erkrankungen, Forschung, Diagnostik und Therapie. Außerdem findet sich eine Listet der Gedächtnisambulanzen, Gedächtnissprechstunden und Memory-Klinken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es besteht ein Expertenforum und ein Mitglieder-Chat.

Erfahrungsberichte Pflegedienste, Pflegeheime und Betreutes Wohnen

Auf dieser Internetpräsenz kann man Bewertungen über Pflegeheime und Pflegedienste lesen und selbst verfassen. Zusätzlich wird eine Ratgeber-Rubrik mit interessanten Artikeln zu dem Thema Pflege angeboten und ein Forum zum weiteren Austausch von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen.

Altern in Würde

"Altern in Würde" ist eine Sektion des Deutschen Grünen Kreuzes e.V.. Die Internet-Seite bietet umfangreiche Informationen zu Demenzen wie Alzheimer, einen Expertenrat und ein Forum.

Deutsche Expertengruppe Dementenbetreuung e.V.

In der Deutsche Expertengruppe Dementenbetreuung (DED) e.V. haben sich Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern zusammengefunden, die neue Wege in der Versorgung von Demenzkranken suchen.

Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Die deutsche Gesellschaft für Neurologie ist eine ärztliche Fachgesellschaft. Auf ihren Internet-Seiten berichtet sie über den jeweiligen Forschungsstand bei der Diagnose beziehungsweise Behandlung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer. Hier werden auch die jeweils gültigen Leitlinien veröffentlicht. Der Internetauftritt richtet sich an ein ärztliches Fachpublikum und dürfte für medizinische Laien im Detail zahlreiche Verständnishürden bereithalten.

Deutsche Seniorenliga e.V.

Angebot der Deutschen Seniorenliga e.V. mit Informationen rund um Alzheimer.

Freunde alter Menschen e.V.

Die Organisation setzt sich für die Bekämpfung von Armut und Einsamkeit im Alter ein. Sie bietet etwa Informationen über Demenz-WGs.

Häusliche Pflege Adressen

Die Seite stellt eine Suchmaschine mit Daten von Pflegediensten, Organisationen, Verbänden aus dem gesamten Bundesgebiet zur Verfügung.

Hospiz in Deutschland

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. informiert ausführlich über alle Themen im Zusammenhang mit Hospizen.

Kompetenznetz Demenzen

Das Kompetenznetz Demenzen ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 14 – auf dem Gebiet der Demenzforschung führenden – universitären Einrichtungen. Ziel des Kompetenznetzes ist es, die Erforschung der Demenz zu fördern, wirksame Therapien zu entwickeln sowie Diagnose und Behandlung von Demenzen zu verbessern. Der Internet-Auftritt bietet in einem Bereich für Betroffene umfangreiche Informationen zu Alzheimer und anderen Demenzen.

Kuratorium Deutsche Altershilfe

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe setzt sich für Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter ein. Auf den Seiten finden sich auch Informationen zur Altersdemenz.

Patientenleitlinien der Universität Witten/Herdecke

Ein sehr guter Leitfaden im Internet zu allen Aspekten von Demenz (auch Alzheimer), der sich an Betroffene und Angehörige richtet und in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird.

Theodor Springmann Stiftung

Hier finden sich umfangreiche Informationen und viele Adressen zu den Themen Trauer, Sterben und Schmerztherapie sowie Informationen für professionelle Helfer.

Vincentz Verlag Network

Der Internetauftritt wendet sich an Fachkräfte in Pflege, Therapie und Betreuung.

Demenz Support Stuttgart

Aufgabe der Demenz Support Stuttgart GmbH ist die Vermittlung von Wissen zum Thema "Pflege und Versorgung von Menschen mit Demenz". Die Gesellschaft möchte dazu beitragen, den notwendigen Informationstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu systematisieren und zu verstetigen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 12. September 2016
Durch:
Quellen: Handbuch Demenz, Ulrich Kastner und Rita Löbach, Urban & Fischer. 2010; Wenn Eltern Kinder werden, Edda Klessmann, Huber Verlag 2011, Spektrum der Wissenschaft Spezial: Alzheimer, 2012; Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Alzheimer's Disease International (ADI): "Dementia: a public health priority"; S3-Leitlinie „Demenzen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. – Selbsthilfe Demenz; 2009; Dr. Gunter Freese: Hinweise mehren sich - Schützt Vitamin B12 vor Alzheimer? Springermedizin.de vom 18.10.2010; URL: http://www.springermedizin.de/schuetzt-vitamin-b12-vor-alzheimer/291924.html; E. Richartz-Salzburger et al.: Vorzeitige Immunalterung: ein pathogenetischer Faktor bei Alzheimer-Demenz? Nervenarzt 2010; 81:837–843, Springer Medizin Verlag 2010

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