Knochenschwund

Osteoporose: Die wichtigsten Risikofaktoren

Jeder Mensch verliert mit zunehmendem Alter an Knochenmasse, aber nicht jeder bekommt eine Osteoporose. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, welche die Wahrscheinlichkeit von Knochenschwund erhöhen. Dabei gibt es Faktoren, die Sie beeinflussen können - und leider auch solche, auf die Sie keinen Einfluss haben.

Poröser Knochen
Unterschiedliche Faktoren können Osteoporose begünstigen.
iStock

Für die Osteoporose-Vorsorge ist es wichtig, die persönlichen Risikofaktoren abzuschätzen und den Lebensstil darauf einzustellen. Der Arzt kann die persönlichen Risikofaktoren, an einer Osteoporose zu erkranken, exakt abklären und gegebenenfalls durch die Messung der Knochendichte feststellen, ob bereits eine krankhafte Veränderung vorliegt. 


Osteoporose-Risikofaktoren, auf die Sie keinen Einfluss haben

  • Das Geschlecht ist der wichtigste Risikofaktor. Frauen haben ein vierfach höheres Risiko für eine Osteoporose als Männer. Frauen haben meist einen leichteren Knochenbau und mit dem Eintritt der Wechseljahre nimmt die Östrogenproduktion deutlich ab. Geschlechtshormone haben grundsätzlich einen schützenden Einfluss auf die Knochen, deshalb ist die Osteoporose-Vorbeugung für Frauen besonders wichtig.

  • Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist die Vererbung, denn wenn die Mutter, Großmutter oder andere Blutsverwandte an Osteoporose erkrankt waren, ist das persönliche Risiko stark erhöht.

  • Da die Knochenmasse vom 30. Lebensjahr an kontinuierlich abnimmt, steigt das Riskio an Osteoporose zu erkranken mit zunehmendem Alter.

  • Sehr schlanke oder untergewichtige Frauen mit so genanntem leichten Knochenbau sind anfälliger für Osteoporose.

  • Zudem tragen Weiße und Asiaten ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

Osteoporose-Risikofaktoren, die Sie beeinflussen können

  • Knochen bestehen zum großen Teil aus Kalzium und eine zu geringe Aufnahme durch die Nahrung erhöht das Risiko für eine Osteoporose deutlich, denn durch Kalziummangel nimmt die Knochenmasse ab.

  • Entscheidend ist auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, denn dieses spielt eine wichtige Rolle bei der Aufnahme des Kalziums ins Blut. Auch die Vitamine C und K sowie Zink und Kupfer sind für diesen Prozess wichtig.

  • Wichtig sind auch die Geschlechtshormone. Sie tragen dazu bei, dass die Knochendichte erhalten bleibt. Deshalb tritt bei Frauen nach den Wechseljahren und jungen Frauen, bei denen aus anderen Gründen ein Östrogenmangel vorliegt, ein erhöhter Verlust an Knochenmasse auf. Aber auch Männer haben bei sehr niedrigem Testosteronspiegel ein erhöhtes Risiko für Osteoporose.

  • Alkohol, Nikotin und Koffein gelten als "Kalziumräuber", sie erhöhen das Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln.

  • Magersucht und Bulimie sind mit einer Reihe von Stoffwechselveränderungen verbunden, die unter anderem die Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung der Knochen beeinträchtigen, so dass diese Ess-Störungen die Entstehung einer Osteoporose begünstigen.

  • Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann das Risiko einer Osteoporose erhöhen. Hierzu gehören zum Beispiel die Langzeiteinnahme von Kortison oder eine zu hohe Dosierung von Schilddrüsenhormonen. Wer diese Medikamente über längere Zeit einnehmen muss, sollten die Dosierung keinesfalls eigenmächtig ändern, sondern eine eventuelle Umstellung der Behandlung mit dem Arzt besprechen.

Essen gegen Osteoporose

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Letzte Aktualisierung: 05. April 2016

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