Wenn Befriedigung zur Droge wird

Sexsucht: Wie viel Sex ist zu viel?

Manche Menschen fragen sich: Wie oft darf ich Sex haben? Wann wird Selbstbefriedigung schädlich? Die beruhigende Antwort lautet: Weitermachen, so lange es Spaß macht! Nach dem dritten oder vierten Mal am Tag nimmt die Lust meist von selbst ab. Das ist normal. Es gibt aber auch Menschen, die nicht aufhören können. Bei ihnen dreht sich im Leben alles um Sex. Sie sind sexsüchtig.

Leidenschaftliches Paar
Solange Sex Spaß macht und nicht in Besessenheit ausartet, steckt keine Sexsucht dahinter.
© iStock.com/miljko

Sexsüchtige müssen nicht nur ständig an Sex denken, sondern ihn auch praktizieren. Dafür sind sie bereit, Freunde, Familie, Hobbys und Beruf zu vernachlässigen. Sexsucht äußert sich bei jedem Betroffenen anders - eines aber ist allen Sexsüchtigen gemeinsam: Ihnen wird alles egal, was nicht mit Sex zu tun hat. Psychologen nennen das Kontrollverlust.

Die Sexdosis muss ständig steigen

Genügte es dem Sexsüchtigen am Anfang seiner Krankheit noch mehrmals am Tag zu onanieren oder mit unterschiedlichen Partnern Sex zu haben, braucht es schon bald zusätzliche pornographische oder fetischistische Hilfsmittel. Ähnlich wie Alkoholiker oder Heroinabhängige müssen Sexsüchtige ständig ihre Dosis erhöhen: Einige schrecken dann auch nicht mehr vor sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit, obszönen Anrufen bei Unbekannten, Nekrophilie oder sexueller Belästigung zurück. Als kriminell und höchste Stufe des Kontrollverlustes werten Ärzte das Vergehen an Kindern oder Menschen, die sich nicht wehren können.

Wirkliche Befriedigung erleben Sexsüchtige selten. Trotzdem sind sie unfähig, ihr Verhalten zu unterlassen; sie haben sich selbst nicht mehr im Griff. Erst, wer sich das eingesteht, wird den Schritt zum Arzt oder in eine Selbsthilfegruppe wagen. Sexsucht ist eine Krankheit, die behandelt werden kann - aber der Süchtige muss dazu bereit sein.

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