Luftverschmutzung in Städten

Bäume retten Leben

Pro Jahr retten Bäume in einer durchschnittlichen Großstadt ein Menschenleben.

Bäume filtern nicht nur Feinstaub aus der Luft. Sie befeuchten und kühlen heiße Stadtluft im Sommer, machen Ozon unschädlich und retten damit nachweislich Menschenleben. Das zeigt eine Studie. Doch die Forscher warnen davor, Luftverschmutzung und Klimaerwärmung einzig durch Bäumepflanzen zu bekämpfen.

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Bäume wirken wie eine natürliche Klimaanlage und helfen gegen Luftverschmutzung.
Thinkstock

Stadtluft macht frei, sagte man früher. Heute müsste es eher heißen „Stadtluft macht krank“. Durch Feinstaub, Ozon und Abgase wird sie drastisch ausgedrückt zu einem Giftcocktail. „Diese feinen Partikel dringen beim Einatmen tief in die Lunge ein, wo sie Blutgefäße und Atemwege entzünden – gefährlich vor allem für Menschen mit bestehenden Herz- und Lungenerkrankungen“, sagt David Nowak. Der Wissenschaftler führte eine Studie durch, die sich mit den Auswirkungen der Luftverschmutzung sowie dem Baumbestand in den größten US-Städten beschäftigt.

Acht Menschenleben pro Jahr in New York gerettet

Dabei stellte sich heraus, dass Bäume für den Schutz der Städter vor den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung eine Rolle spielen. Pro Jahr retten Bäume in einer durchschnittlichen Großstadt ein Menschenleben. In New York, so haben es Nowak und sein Team errechnet, sind es sogar acht.

Bäume sind natürliche Klimaanlagen mit Luftfilter

Bäume, das stellten die Forscher fest, tun jedoch eine Menge mehr, als nur Feinstaub aus der Luft zu filtern. Sie verringern den Gehalt anderer Luftschadstoffe wie Ozon und kühlen heiße Stadtluft im Sommer. Allerdings haben Bäume eine negative Nebenwirkung. Ihre Pollen führen bei vielen Menschen zu Allergien und Asthma. Deshalb müssen die Städte klug entscheiden, welche Bäume sie wo pflanzen. Birken beispielsweise, auf deren Pollen die meisten Allergiker reagieren, sind für die Stadt eher ungeeignet.

Bäume pflanzen und zusätzlich Emissionen senken

Allerdings warnen die Wissenschaftler davor, die Begrünung von Städten als einziges Mittel gegen Luftverschmutzung und Klimaveränderung zu sehen. Bäume sind zwar wichtig, aber gegen die Übermacht der Luftverschmutzung in den Städten ein zu schwaches Mittel. Deshalb muss weiter daran gearbeitet werden, Emissionen aus Industrie und Autos zu reduzieren. Hier seien Regierungen gefragt, schlussfolgern die Forscher.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2013
Quellen: Environmental Pollution

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