Hausmittel und Öle

Teebaumöl ist kein unbedenkliches Mittel

Um Allergien zu vermeiden, sollten hochwertige Mischungen verwendet werden

Teebaumöl galt lange Zeit als natürliches Allheilmittel: Hautprobleme, Verdauungsbeschwerden und psychische Probleme sollten durch einige Tropfen schnell beseitigt sein. In den vergangenen Monaten mehrte sich aber die Kritik am Teebaumöl als Allergieauslöser. Aktuelle Studien beweisen: Die richtige Mischung der Wirkstoffe ist ausschlaggebend.

Oel tropft aus Glaspipette
Um das Risiko einer allergischen Reaktion zu mindern, sollte hochwertiges Teebaumöl verwendet werden.
© iStock.com/BrianAJackson

Teebaumöl wird aus den Blättern eines kleinen Baumes der Gattung Melaleuca gewonnen. Diese Gattung hat etwa 300 Arten und wächst größtenteils in Nordaustralien. Heute heißen viele Melaleuca-Arten einfach "Teebaum". Die Medizin benutzt nur Melaleuca alternifolia. Und da gibt es wiederum viele Einzelformen, zum Beispiel Cajeput, Niaouli, Manuka und Kanuka. Jede von ihnen hat eine spezifische Wirkung. Melaleuca alternifolia bekämpft Bakterien, Viren und Pilze. Es stimuliert das Immunsystem und ist schmerzlindernd.

Die Mischung der Wirkstoffe ist wichtig

Das Teebaumöl enthält über 100 Wirkstoffe. Wichtig ist der Gehalt an Cineol (ein Oxid) und an Terpinen-4-ol (Alkohol): Cineol darf nur bis zu 15 Prozent, Terpinen-4-ol muss über 35 Prozent des Öls ausmachen. Je weniger Cineol im Öl ist, desto hochwertiger ist das Produkt. Über die Zusammensetzung der Wirkstoffe gibt die Serien-Analyse im Labors Auskunft. Die Seriennummer und eine Beschreibung der Inhaltsstoffe finden sich auf dem Etikett des Ölfläschchens.

Teebaumöl kann Allergien auslösen

Als Vorteil von Melaleuca alternifolia gilt, dass es als ätherisches Öl direkt aufgetragen werden kann. Doch gerade da liegt auch die Gefahr: Die Wirkstoffe durchdringen die Haut- und die Schleimhautbarriere des Körpers und erscheinen als Eindringlinge. Die Reaktion ist ähnlich wie beim Heuschnupfen. Das Immunsystem kämpft gegen die "Fremdkörper", die Haut reagiert gereizt. Um zu testen, ob Allergiegefahr besteht, hilft der Armbeuge-Test: Dazu einen Tropfen in die Armbeuge geben. Wenn sich in zwei Tagen die Haut dort nicht rötet, kann das Teebaumöl direkt auf der Haut angewendet werden. Am ungefährlichsten ist hochwertiges Öl, denn bisher sind die allergischen Reaktionen nur bei minderwertiger Ölqualität aufgetreten.

Teebaumöl nicht inhalieren

Teebaumöl ist kein Allheilmittel und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt! Auf keinen Fall sollte Melaleuca alternifolia mit Wasserdampf inhaliert werden, denn Wasserdampf lässt die Schleimhäute nur noch mehr anschwellen. Auch Teebaumöl einzunehmen ist nicht ratsam und muss unbedingt mit einem Arzt abgesprochen sein.

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