Notfall im Urlaub

Erste Hilfe bei Spinnen, Schlangen & Co.

Tropischer Regenwald, weiße Traumstrände und türkisfarbenes Meer – das ist für Viele der Inbegriff von Urlaub. Doch leider ist an diesen Plätzen auch so manches bewehrte Tier zu Hause, das sich durch Giftstoffe, Stiche und Bisse als Störenfried und Verursacher von Schmerzen und unangenehmen Hautreaktionen erweisen kann.

Manchen Tieren möchte man lieber nicht begegnen.
Manchen Tieren möchte man im Urlaub lieber nicht begegnen.
© iStock.com/marthadavies

An Land sind es Skorpione, Spinnen und Schlangen, im Wasser Quallen und Rochen, die einem durch Giftstoffe oder Bisse den Urlaub verleiden können. Glücklicherweise begegnet man auf den ausgetretenen Touristenpfaden Skorpionen eher selten. Die nachtaktiven Tiere stechen nur, wenn sie in Bedrängnis gebracht werden. Daher sollten Handtücher und Schuhe morgens immer ausgeschüttelt werden, bevor sie benutzt werden. Die Mehrzahl der Skorpione ist für den Menschen ungefährlich, die Giftstoffe im Stich allerdings ähnlich schmerzhaft wie der einer Biene. Trifft es ein Kind, sollte immer der Arzt aufgesucht werden.

Giftstoffe bei unliebsame Begegnungen mit einheimischen Tieren

Auch Spinnen sind primär eine Gefahr für Kinder. Die Schwarze Witwe beispielsweise verursacht zwar starke Schmerzen, ernsthafte gesundheitliche Probleme sind aber nicht zu befürchten. Vogelspinnen sind sogar durchweg harmlos.

Bei Schlangenbissen auf Auslandsreisen gilt zunächst, dass bei jedem zweiten Biss gar nichts passiert, weil keine Giftstoffe injiziert werden. Sie sollten auf keinen Fall die Bissstelle einschneiden und aussaugen. Diese oft proklamierte Erst-Hilfe-Maßnahme ist sinnlos und gefährlich. Besser ist es, den Arzt aufzusuchen, damit notfalls der Kreislauf stabilisiert oder auf die Giftstoffe ein Gegengift gegeben werden kann.

Quallen können in tropischen Gewässern eine ernst zu nehmende Gefahr sein. Die sogenannte Portugiesische Galeere (Physalia spp.) kann zu Herz- und Atemstillstand führen. Erste Hilfe wie bei anderen Quallen kann hier die Behandlung der Brandstelle mit Essig sein. Dann sollte aber umgehend ein Arzt konsultiert werden. Sind es nur Hautverbrennungen durch Feuerquallen, kann u. U. das homöopathische Mittel Urtica in der D6-Potenz die Nervenschmerzen lindern.

Wer unverhofft am Strand oder flachen Wasser auf einen Stachel-Rochen tritt, sollte wissen, dass seine Giftstoffe hitzelabil sind. Am besten also den Fuß in heißes Wasser oder den warmen Strandsand legen, statt zu kühlen.

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