ABCD-Hauttest

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Einen Leberfleck mit veränderter oder asymmetrischer Form sollte man in der Hautarztpraxis überprüfen lassen.
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Mit dem ABCD-Test kann jeder selbst Leberflecken und Muttermale kontrollieren, um Veränderungen, die auf Hautkrebs hindeuten, frühzeitig zu erkennen.

Der Begriff "ABCD-Test" oder auch "ABCD-Regel" steht für Kriterien, nach denen man Pigmentflecken auf der Haut, zum Beispiel Leberflecken und Muttermale, selbst überprüfen kann.

Ein Melanom, wie Schwarzer Hautkrebs medizinisch bezeichnet wird, entsteht in über der Hälfte aller Fälle aus bereits vorhandenen Pigmentmalen wie Leberflecken oder Muttermalen – manchmal erst nach Jahrzehnten. Früh erkannt, sind die Heilungsaussichten bei einem Melanom im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen sehr gut.  Deshalb ist es so wichtig, Leberflecken und Muttermale im Auge zu behalten, nach neuen verdächtigen Flecken Ausschau zu halten und bei Veränderungen sofort zu reagieren. Einmal im Monat, so raten Experten, sollte man seine Haut auf Veränderungen hin untersuchen.

Den Partner für den ABCD-Test einspannen

Damit keine Verdächtigen Stellen übersehen werden, sind gute Lichtverhältnisse Voraussetzung. Der Selbst-Check sollte also in einem hellen Raum vorgenommen werden – und nicht unter Zeitdruck. Dann wird systematisch vorgegangen: Stück für Stück wird die Haut von Kopf bis Fuß begutachtet. Nicht direkt sichtbare Hautstellen, zum Beispiel am Rücken, lassen sich am besten mit einem Handspiegel inspizieren. Besser noch ist es, wenn man vom Partner oder einer anderen nahestehenden Person unterstützt wird. Auch versteckte Hautstellen wie Zehenzwischenräume oder behaarte Körperstellen sollten nicht ausgelassen werden.

Bei Veränderungen schnell zum Hautarzt

Dabei geht man nach den ABCD-Kriterien vor. A steht dabei für Asymmetrie, B für Begrenzung, C für Colour (Farbe) und D für Durchmesser. Hintergrund ist, dass ein Pigmentmal, aus dem ein Melanom entsteht, je nach Melanom-Typ Größe, Farbe und/oder Form verändert. Verdächtig sind Pigmentmale mit nicht symmetrischer Form, mit nicht klar begrenzten, sondern unebenen und fransigen Rändern und sehr dunkler Farbe (schwarz oder dunkelbraun bis bläulich). Große Aufmerksamkeit verdienen auch pigmentfreie Stellen, die grau bis hautfarben erscheinen, da Melanome in seltenen Fällen nicht pigmentiert sind. Schließlich sollte auch der Durchmesser beachtet werden: Ist er größer als zwei Millimeter oder Vergrößert er sich, ist dies wie alle anderen genannten Veränderungen auch ein Grund, umgehend den Hautarzt aufzusuchen.

Hautkrebsscreening nutzen

Auch ohne auffällige Veränderungen sollten über 35-Jährige den Gang zum Hautkrebsscreening alle zwei Jahre fest einplanen. Es wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

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Autor: Lifeline Redaktion / rs
Letzte Aktualisierung: 22. Juni 2012

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