Fußschweiß vorbeugen

Was tun gegen Schweißfüße? Hausmittel gegen Fußgeruch

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Schweißfüße sind ein Problem, das viele Menschen kennen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Fußgeruch kann mehrere Ursachen haben. In der Regel ist der Fußschweiß zunächst geruchlos. Erst wenn Bakterien den Schweiß zersetzen, fängt dieser an zu riechen. Lesen Sie hier, welche Hausmittel und Tipps helfen.

schweissfuesse
Schweißfüße fühlen sich in offenen Schuhen oder barfuß besonders wohl.
© Getty Images/DigiClicks

Schweißfüße sind besonders unangenehm, wenn die Schuhe ausgezogen werden müssen, aber auch in den Sommermonaten sind Käsefüße ein Problem für Betroffene. In der Regel ist Schweiß, auch Fußschweiß, zunächst geruchlos. Erst wenn Bakterien den Schweiß zersetzen, fängt er an zu riechen. Eine übermäßige Schweißproduktion kann auch durch hormonelle Veränderungen, Hormonstörungen oder die Einnahme von verschiedenen Medikamenten verursacht werden. Auch psychische Erkrankungen wie Angstzustände können zu vermehrtem Schwitzen und somit auch zu Schweißfüßen führen. Luftundurchlässige Schuhe und Socken aus bestimmten synthetischen Materialien sorgen dafür, dass Füße leichter schwitzen und in der Folge Fußgeruch entsteht.

Im Überblick:

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Krankhafte Schweißfüße

Tatsächlich gibt es auch ein krankhaftes Schwitzen der Füße (Hyperhidrisis pedis). Es tritt meist erstmals im Alter zwischen sechs und 16 Jahren auf.

Wer unter massivem Schwitzen (Hyperhidrose) oder ausgeprägtem Fußgeruch leidet, sollte ärztlichen Rat suchen, um ernstzunehmende Erkrankungen wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion auszuschließen.

Bei einer Hyperhidrose ohne körperliche Ursache kann die sogenannte Leitungswasser-Iontophorese gegen Schweißfüße eingesetzt werden. Dabei werden die Füße in ein Bad mit Leitungswasser gehalten, durch das ein schwacher Strom geleitet wird. Dabei verspürt man ein leichtes Kribbeln. Eine Alternative ist die Behandlung mit 30-prozentigem Aluminiumchlorid-Hexahydrat oder Botox.

Bei weniger stark ausgeprägten Beschwerden können aber auch Änderungen bei der Pflege und im Alltag sowie Hausmittel Abhilfe bei Schweißfüßen schaffen.

Was hilft? Pflege von Schweißfüßen

Bestimmte Maßnahmen sorgen mitunter dafür, dass Schweißfüße nicht anfangen zu müffeln. Neben der richtigen Fußpflege ist es wichtig, die Socken bei Bedarf mehrmals täglich zu wechseln.

Da Schweiß die Grundlage für Fußgeruch ist, lässt sich am besten vorbeugen, indem die Füße gar nicht erst so stark schwitzen. Folgende Tipps helfen dabei:

  • Füße täglich waschen (notfalls mehrmals) und danach gründlich abtrocknen, vor allen zwischen den Zehen. So siedeln sich weniger schnell Pilze und Bakterien an.

  • Schweißfüße entstehen besonders schnell in "Plastiktretern" und Synthetikstrümpfen. Greifen Sie auf atmungsaktive Schuhe aus Naturmaterialien wie Leder, Leinen oder Baumwollstoff zurück.

  • Socken aus Baumwolle sind sinnvoll, manche Menschen schwören auch auf Socken mit eingearbeiteten Fäden aus Silber.

  • Auch Fußdeo als Spray oder Puder hilft mit schweißhemmenden antibakteriellen Wirkstoffen gegen Schweißfüße.

  • Spezielle Schuhdesinfektionsmittel regelmäßig in die Schuhe gesprüht erschweren Bakterien die Ausbreitung und beugen so der Entstehung von Fußgeruch vor.

  • Kohleeinlagen in Schuhen absorbieren Schweiß und Fußgeruch. Auch Einlagen aus Leder oder Zedernholz sind hilfreich. Sie sollten regelmäßig gewechselt werden.

  • Wenn möglich, offene Schuhe wie Sandalen oder Flip-Flops tragen und viel barfuß laufen.

Hausmittel gegen Schweißfüße

Gegen Schweißfüße und stinkende Füße gibt es einige hilfreiche Hausmittel, die ausprobiert werden können.

  • Füße häufiger in Wasser mit Badezusätzen aus Aluminiumchlorid baden. Diese wirken antibakteriell und verhindern so Fußgeruch.

  • Auch Kamillenextrakte im Fußbad wirken antibakteriell, Zusätze aus Eichenrinde trocknend.

  • Nutzen Sie Entspannungstraining gegen Stress oder psychische Belastungen, die übermäßiges Schwitzen auslösen können.

  • Fußbäder mit Salbei, Eichenrinde und Wacholderextrakt entspannen und desinfizieren. Eine ähnliche Wirkung haben ein bis zwei Esslöffel Salz oder einige Tropfen Teebaumöl in lauwarmem Wasser.

  • Lavendelöl wirkt antibakteriell. Abends vor dem Zubettgehen ein paar Tropfen auf die Füße geben und einmassieren.

  • Natron als altes Hausmittel kann bei Schweißfüßen helfen: Zwei Esslöffel Natron in ein Fußbad oder etwas Natron vor dem Anziehen in die Schuhe geben.

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