Pornosucht lässt sich im Gehirn erkennen

Sexsucht: Porno wirkt im Gehirn wie Kokain

Erstmals ist es Forschern gelungen, die Gehirnaktivitäten von Sexsüchtigen darzustellen. Sie sehen genauso aus wie bei Drogensüchtigen, lautet das Ergebnis.

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Droge Sex: Wer sexsüchtig ist, kommt ohne Pornos nicht mehr aus.
Thinkstock

Es gibt messbare Unterschiede in der Gehirnaktivität von sexsüchtigen im Vergleich zu gesunden Menschen, wenn sie einen Porno ansehen. Zusätzlich sind diese Vorgänge im Gehirn identisch mit denen von Menschen, die drogenabhängig sind. "Die Hirnaktivität von Patienten, die ein zwanghaftes sexuelles Verhalten an den Tag legen, unterscheidet sich von der gesunder Freiwilliger", sagt Valerie Voon, Forscherin an der University of Cambridge.

Sexsüchtige Teilnehmer bereits massiv beeinträchtigt

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Gemeinsam mit einem Team aus Psychologen und Neurologen hat sie in einer Studie die Gehirntätigkeit von Sexsüchtigen mit der einer Kontrollgruppe ohne Suchtproblem untersucht. "Die Patienten in unserer Studie, sprich die Sexsüchtigen, waren alle Menschen, die erhebliche Schwierigkeiten hatten, ihr Sexualverhalten zu kontrollieren. Das hatte bereits massive Folgen für sie, ihr Leben und ihre Beziehungen", berichtet die Wissenschaftlerin.

Sportvideos und Pornos für die Wissenschaft

Beide Gruppen durften verschiedene Videos ansehen. Ein Teil davon hatte Sport zum Thema, beim anderen handelte es sich um pornografische Filme. Gleichzeitig wurde die Gehirnaktivität aller Probanden gescannt. Es zeigte sich deutlich, dass bei den Sexsüchtigen bestimmte Areale im Gehirn voll aktiviert waren, wenn sie Pornos konsumierten - bei den anderen traf das nicht zu.

Sex ist eine Droge wie Kokain oder Alkohol

Dabei handelte es sich um drei Gehirnbereiche, die ganz genauso bei Drogensüchtigen aktiviert sind, sobald sie ihr Suchtmittel erhalten - Nikotin, Alkohol, Kokain, Crystal Meth und andere Drogen. Die betroffenen Areale im Gehirn sind die Belohnungs- und Motivationszentren.

Sexsucht lässt sich nachweisen

Die Studie zeigt also, dass es Sexsucht tatsächlich gibt. Das Gehirn der Betroffenen reagiert auf Sex und Pornos anders als das von Nichtbetroffenen. Zusätzlich liefert die Untersuchung den Beweis, dass die Gier nach Sex tatsächlich eine echte Sucht darstellt, die als Erkrankung diagnostizierbar ist.

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