Sexsucht bei Frauen

Nymphomaninnen: Süchtig nach Sex

Die Nymphen waren im alten Griechenland lustige und sinnesfrohe Naturgöttinnen. Heute wird der Begriff Nymphomanin für eine liebestolle und sexuell unersättliche Frau gebraucht. Doch anders als Frauen, die aus purer Lebenslust viele Männer verschlingen, haben Frauen, die unter Nymphomanie leiden, keine Wahl: Sie suchen ständig sexuelle Befriedigung, erleben aber selten einen Höhepunkt.

Frau sitzt besorgt auf dem Bett
Nymphomaninnen können ihre Sexsucht im Alltag in der Regel sehr gut verbergen.
© iStock.com/laflor

Psychologen vergleichen den sexuellen Zwang bei Frauen mit anderen, als typisch weiblich geltenden Süchten wie Essstörungen. Wie bei diesen Süchten, stecken auch hinter der Sexsucht (Nymphomanie) oft ungelöste innere Konflikte. Minderwertigkeitsgefühle, gestörte emotionale Bindungen und die zwanghafte Suche nach Nähe - die Sexsucht bietet keinen Ausweg. Wie bei anderen Süchten auch, drehen sich Nymphomaninnen in einer Spirale: Das Verlangen wächst, die Erwartung auf Befriedigung steigt, die Enttäuschung folgt prompt, neue Hoffnung keimt auf, dass beim nächsten Mal die ersehnte Erfüllung kommt, wieder vergebens.

Zurück bleibt eine Leere, die bei einigen Frauen in eine schwere Depression umschlägt. Um diese Empfindungen zu betäuben, wird oft wieder Sex benutzt. Sexsüchtige Frauen leiden unter ihrem Verhalten und ihrer Unfähigkeit, in Männern mehr als das Ziel ihres sexuellen Begehrens zu sehen. Die wenigsten können das ohne ärztliche und psychologische Hilfe ändern.

Sexsüchtige Frauen fallen im Alltag nicht auf

Erfahrungen von Psychologen zeigen, dass süchtige Frauen eher unauffällig mit ihrer Abhängigkeit umgehen. Ähnlich wie bei Essstörungen oder Alkoholsucht gelingt es den Frauen zunächst, ihre Sexsucht zu verschleiern. Nach außen führen Nymphomaninnen ein unscheinbares Leben: Sie arbeiten, versorgen ihre Familie und halten Termine ein. Frauen, die unter Nymphomanie leiden, wollen nicht aus der Rolle fallen.

In ihrem angepassten Verhalten sehen Psychologen einen Grund, warum Frauen abhängig werden. Oft fühlen sie sich über- oder unterfordert, traurig, gestresst und unzufrieden. Doch statt ihr Leben zu ändern und ihre Bedürfnisse direkt zu befriedigen, verändern sie mit dem Suchtmittel nur ihre Wahrnehmung. Wird jemand süchtig, verbirgt sich dahinter immer ein fehlgeschlagener Versuch, Probleme in den Griff zu bekommen. müssen lernen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu verwirklichen, statt sich in bedeutungslosen Sex zu flüchten.

Sexsüchtige Prominente: Stars mit Lust auf immer mehr
Meistgelesen in dieser Rubrik
Sexsucht: Getrieben von Dauerlust
Verhaltenssüchte

Sexsucht oder Hypersexualität ist eine Krankheit, die viele nicht als solche anerkennen mehr...

Sexuelle Hörigkeit: Süchtig nach Zuneigung
Liebessucht und Hörigkeit

Wer sich von seinem Partner schlecht behandeln und auch im Bett zu unangenehmen Praktiken nötigen lässt, ist sexuell hörig mehr...

Sexsucht: Porno wirkt im Gehirn wie Kokain
Pornosucht lässt sich im Gehirn erkennen

Bei Sexsucht reagiert das Gehirn genau wie bei Drogensucht, beweist eine Studie mehr...

Aktuelle Artikel Ernährung & Fitness
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2012/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Gong Verlag GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.lifeline.de

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.