ABCD-Hauttest

Mit dem ABCD-Test kann jeder selbst Leberflecken und Muttermale kontrollieren, um Veränderungen, die auf Hautkrebs hindeuten, frühzeitig zu erkennen.

Malignes Melanom
Mit der ABCD-Regel kann man selbst auffällige Pigmentflecken erkennen. Veränderungen sollten einem Hautarzt vorgestellt werden.
© 2013 Sergio Niklitschek

Ein Melanom, wie Schwarzer Hautkrebs medizinisch bezeichnet wird, entsteht in über der Hälfte aller Fälle aus bereits vorhandenen Pigmentmalen wie Leberflecken oder Muttermalen – manchmal erst nach Jahrzehnten. Früh erkannt, sind die Heilungsaussichten bei einem Melanom im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen sehr gut.  Deshalb ist es so wichtig, Leberflecken und Muttermale im Auge zu behalten, nach neuen verdächtigen Flecken Ausschau zu halten und bei Veränderungen sofort zu reagieren. Einmal im Monat, so raten Experten, sollte die Haut mit einer Selbstuntersuchung auf Veränderungen kontrolliert werden.

Selbstuntersuchung der Haut zur Krebsvorsorge

Damit keine verdächtigen Stellen übersehen werden, sind gute Lichtverhältnisse Voraussetzung. Der Selbst-Check sollte also in einem hellen Raum vorgenommen werden – und nicht unter Zeitdruck. Dann wird systematisch vorgegangen: Stück für Stück wird die Haut von Kopf bis Fuß begutachtet und auf verdächtige Pigmentmale und Leberflecken abgesucht. Nicht direkt sichtbare Hautstellen, zum Beispiel am Rücken, lassen sich am besten mit Hilfe eines Handspiegels inspizieren.

Besser noch ist es, wenn man vom Partner oder einer anderen nahestehenden Person unterstützt wird. Auch versteckte Hautstellen wie Zehenzwischenräume oder behaarte Körperstellen sollten nicht ausgelassen werden.

ABCD-Regel: Darauf sollte man bei Leberflecken achten

Bei der Selbstuntersuchung der Haut geht man nach folgenden, leicht zu merkenden Kriterien vor:

  • A steht für Asymmetrie
  • B für Begrenzung
  • C für Colour (Farbe)
  • D für Durchmesser.

Hintergrund ist, dass ein Leberfleck, aus dem ein Hauttumor (maligne Melanome) entsteht, je nach Melanom-Typ Größe, Farbe und/oder Form verändert.

Verdächtig sind Pigmentmale mit nicht symmetrischer Form, mit nicht klar begrenzten, sondern unebenen und fransigen Rändern und sehr dunkler Farbe (schwarz oder dunkelbraun bis bläulich).

Große Aufmerksamkeit verdienen auch pigmentfreie Stellen, die grau bis hautfarben erscheinen, da Melanome in seltenen Fällen nicht pigmentiert sind. Schließlich sollte auch der Durchmesser beachtet werden: Ist er größer als zwei Millimeter oder vergrößert er sich, ist dies wie alle anderen genannten Hautveränderungen ein Grund, umgehend den Hautarzt aufzusuchen.

Hautkrebsvorsorge nutzen

Auch ohne auffällige Veränderungen sollten über 35-Jährige den Gang zur Hautkrebsvorsorge alle zwei Jahre fest einplanen. Es wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Gesund sonnen

Autor: Lifeline Redaktion / rs
Letzte Aktualisierung: 18. Dezember 2015
Durch: es

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