Cholesterinsenker schützen vor Schlaganfall und Herzinfarkt

Wie Statine Leben retten können

Statine sind Medikamente, die Cholesterin senken können. Die hochwirksamen Medikamente sind eine wichtige Option zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall für besonders gefährdete Patienten, können aber Nebenwirkungen entwickeln.

Mann hält Tabletten in einer Hand
Hat ein Bluttest ergeben, dass der Cholesterinspiegel zu hoch ist, verordnet der Arzt oft Statine (Bild). Die Lipidsenker sind hochwirksame Medikamente, ihr häufiger Einsatz ist aber umstritten.
© iStock.com/PeopleImages

Zu hohe Blutfettwerte gelten als Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Liegt der Gesamtcholesterinwert über 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl), sollte nochmals ein Bluttest durchgeführt werden, um zu untersuchen, wie hoch dabei der Anteil des schädlichen Cholesterins (LDL) ausfällt.

Bei Werten ab 130 mg/dl wird der Arzt je nach Risikoprofil des Patienten und wenn einfache Maßnahmen wie Sport und Abnehmen nicht greifen oder unmöglich sind, Statine verordnen.

Wie wirken Statine und welche Nebenwirkungen haben sie?

Dr. Heart / Expertenteam

Statine retten Leben, haben aber Nebenwirkungen

Statine sind verschreibungspflichtige Medikamente, die die Bildung von Cholesterin in der Leber abbremsen und werden bei Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämien) eingesetzt. Dabei hemmen sie ein bestimmtes Enzym, das für dessen Synthese notwendig ist. Deshalb werden sie auch als Cholesterin-Synthese-Enzym(CSE)-Hemmer bezeichnet.

Zusätzlich bewirken Statine, dass die Leber mehr Cholesterin abbauen kann. Statine können damit  den LDL-Wert im Blut um bis zu 40 Prozent senken. Studien haben gezeigt, dass auf diese Weise in Deutschland pro Jahr rund 9.000 Todesfälle verhindert werden können.

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Statine sinnvoll bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt und Schlaganfall

Zahlreiche Studien beweisen den positiven, vorbeugenden Effekt der Statine zur sogenannten Sekundärprävention. Das bedeutet, dass Statine Patienten verordnet werden, die bereits an einer Kerz-Kreislauf-Krankheit leiden (etwa Angina pectoris) oder einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hinter sich haben. Nicht ganz unumstritten ist der Einsatz in der Primärprävention, also wenn noch keine Krankheit vorliegt und nur das Blutfett erhöht ist.

Nebenwirkungen der Statine können massiv sein

Denn die hochwirksamen Medikamente können Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu gehören:

Entsprechend dürfen Statine nicht verordnet werden, wenn bereits Leber- oder Muskelerkrankungen vorliegen (Kontraindikationen). Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen auf Statine verzichten.

Statine schützen nicht nur vor Herzinfarkt

Vermutlich können Statine jedoch noch mehr, als "nur" das Blutfett zu senken. So wird beispielsweise untersucht, ob sie sich gegen Ebola einsetzen lassen. Auch vor Demenz und Grauem Star (Katarakt) scheinen die Cholesterinsenker zu schützen.

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