Schwarz-gelbe Sommergäste

Die besten Tipps gegen Wespenstiche

Nur zwei heimische Wespen stehen auf Süßes. Friedliche Hornissen dagegen lässt Süßkram kalt

Hochsommer ist Wespenzeit: Wenn die schwarz-gelben Brummer sich an Obstkuchen, Fleisch und Limonade gütlich tun, werden aber in den allermeisten Fällen die Menschen aggressiv, nicht die Insekten.

wespe auf stoff
Wespen können nicht nur stechen, sondern auch beißen. Mit ihren scharfen, präzisen Mundwerkzeugen zerkleinern sie aber in der Regel nur ihre Nahrung. Vorsicht Allergiker: Wespen haben einen ausgeprägten Geruchssinn, der wie der Tastsinn in ihren Fühlern sitzt.
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Nur zwei der acht heimischen Wespenarten fliegen auf Obst, Saft, Bier und Fleisch. Darauf macht der Naturschutzbund Nabu aufmerksam. Bei ihnen handelt es sich um die deutsche Wespe und die gemeine Wespe.

Und selbst diese Spezies sind – genau wie die gefürchteten Hornissen – keineswegs bösartig und grundsätzlich aggressiv. Im Gegenteil, Wespen stechen nur, wenn sie sich vom Menschen bedroht fühlen, etwa durch hektisches Wedeln, Schlagen oder Pusten.

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    Egal ob Pollen, Insektengift oder Hausstaub: Allergische Erkrankungen sind in westlichen Ländern auf dem Vormarsch. Alles über Symptome, Diagnose und Behandlung inklusive Test gibt es hier

Insektengiftallergien nehmen in Deutschland allerdings zu, betroffen sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Allergiker müssen im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock fürchten, wenn Wespen zur Grillparty kommen. Die wenigsten wissen, dass es gegen die Insektengiftallergie eine wirksame Therapie gibt: die spezifische Immuntherapie (SIT) - eine Art Hyposensibilisierung mit dem Wespen- oder Bienengift.

Notfallset gegen Allergie auf Wespenstiche

Sie heilt die Allergie zwar nicht, mildert die Symptome aber langfristig und deutlich. Die Immuntherapie eignet sich auch für Allergiker, die nach einem Insektenstich „nur“ übermäßige Hautreaktionen zeigen, keine Schocksymptome. Zur Sicherheit sollten Allergiepatienten trotzdem ein mit dem Arzt abgestimmtes Notfallset dabeihaben, in dem sich zum Beispiel Epinephrin befindet.

Damit es gar nicht erst so weit kommt: sieben Tipps, Wespenstiche zu vermeiden

  1. Laufen Sie nicht barfuß über die Wiese. Gerade im Spätsommer und Frühherbst ruhen sich hier Wespen aus, die ein Fußtritt in Todesangst versetzt und deshalb zustechen lässt.
  2. Nur mit Strohhalm aus Flaschen trinken und offene Schalen und Kuchen abdecken, um nicht versehentlich eine Wespe in den Mund zu bekommen.
  3. Nach dem Essen zügig die Reste abräumen den Kindermund abwischen, um keine Wespen anzulocken.
  4. Um Wespen vom Esstisch fernzuhalten, empfiehlt der Nabu eine Ablenkfütterung im Freien. Dazu am besten fünf bis zehn Meter neben dem Esstisch überreife Trauben auslegen. In Wespenfallen mit Flüssigkeit sterben die Tiere einen qualvollen Tod, Marmelade und Honig machen sie eher angriffslustiger.
  5. Wespen mögen bunte Kleidung und Blumenmuster, außerdem fliegen sie auf florare Parfüms und Deos. Darauf wenn möglich verzichten.
  6. Hektische Bewegungen und Angstschweiß lassen Wespen eher zustechen. Versuchen Sie deshalb, ruhig zu bleiben, bis der „Angriff“ vorüber ist.
  7. Pusten Sie die Wespen nicht an, um Sie zu vertreiben. Das Kohlendioxid in menschlicher Atemluft ist für die Hautflügler ein Alarmsignal.

Übrigens gibt es in Europa nur elf Arten von „echten Wespen“, die übergeordnete Gruppe der Taillenwespen umfasst dagegen 10.000 verschiedene Vertreter. Zu ihnen zählen zugleich alle Ameisen- und Bienenarten, mit denen die Wespen sehr nah verwandt sind. Nicht zu verwechseln mit den Wespen sind die harmlosen, schwarz-gelb gestreiften Schwebfliegen, die sich die Färbung der Wespe als Täuschungsmanöver (Mimikry) zunutze machen.

Manche von Wespen Geplagte schwören auf Hausmittel aus Küche und Alltag, um die Insekten vom Sommerfest fernzuhalten. Dazu zählen Kupfergeld, Tomaten- und Basilikumpflanzen, Nelken und Weihrauch.

Noch mehr Geheimtipps gegen die ungebetenen Besucher sehen Sie hier:

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