Corona-Ende: Wann ist die Herdenimmunität erreicht?

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Durch die Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus ist es möglich, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Sind genügend Menschen der Bevölkerung geimpft, sinkt die Ansteckungsrate und in der Folge auch die Zahl der Todesfälle. Wann ist dieser Zeitpunkt erreicht? Der Impffortschritt-Rechner hält Sie täglich auf dem Laufenden.

impffortschritt
Immer mehr Menschen sind gegen COVID-19 geimpft.
© Getty Images/Inside Creative House

Übersicht:

Impffortschritt: Prognose des Pandemieendes

Die Zahlen beziehen sich auf die Impfgeschwindigkeit der Vorwoche. Sie geben lediglich eine Prognose ab, wann die Herdenimmunität gegen Corona erreicht sein wird. Momentan wird laut Bundesministerium für Gesundheit damit gerechnet, dass das Pandemieende erreicht ist, sobald 80 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Coronavirus sind. Die Zahl kann sich aufgrund auftretender Mutationen jedoch ändern.

Sich und andere schützen: Warum manche Menschen nicht geimpft werden

Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff und die Menschen werden lernen müssen, mit ihm zu leben. Mit der Schutzimpfung, die es seit Dezember 2020 gibt, können jedoch Ansteckungen reduziert und schwere Verläufe sowie Todesfälle reduziert werden. Dabei ist nicht nur der Eigenschutz wichtig. Ist ein gewisser Anteil der Bevölkerung geimpft, wird die Verbreitung im Land insgesamt reduziert. Nach aktuellen Berechnungen ist das in Deutschland der Fall, sobald 80 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Corona-Impfung erhalten haben oder durch überstandene Infektion und Impfung immun gegen SARS-CoV-2 sind. Aber was ist mit den restlichen Menschen?

Menschen die beispielweise durch eine aktuell durchgeführte Chemotherapie ein schwaches Immunsystem haben sowie die meisten Schwangeren, Stillenden und Kinder erhalten zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Corona-Schutzimpfung. Um auch diese Gruppen zu schützen, ist es wichtig, dass so viele Personen wie möglich immun sind. So kann die Verbreitung eingedämmt und die Wahrscheinlichkeit, dass nicht geimpfte Menschen Corona bekommen, reduziert werden.

Wie errechnet sich die Herdenimmunität?

Epidemiologische Modelle und Berechnungen ergeben den Wert, der für eine ausreichende Immunität erreicht werden muss. Wichtig hierfür ist die Basisreproduktionszahl R0. Sie gibt an, wie viele Personen eine infizierte Person anstecken würde, wenn niemand in der Bevölkerung immun wäre. SARS-CoV-2 breitet sich dann zum Beispiel nur solange aus, bis der Wert unter 1 ist. Komponenten wie das Kontaktverhalten der Menschen und die Bevölkerungsdichte spielen dabei aber auch eine wichtige Rolle.

Bei Masern liegt die erforderliche Immunität im Land bei 95 Prozent. Diese Zahl errechnet sich aus dem R0-Wert, der bei Masern bei 12 bis 18 liegt. Die Basisreproduktionszahl bei SARS-CoV-2 liegt im Mittel bei 3,3 bis 3,8. Daraus ergibt sich eine notwendige Herdenimmunität von 80 Prozent. Diese Zahl kann sich allerdings ändern, zum Beispiel, wenn eine Virusvariante infektiöser ist als die bisher bekannten.

Corona: Spätfolgen und Langzeitfolgen von COVID-19
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Herr Dr. Jan Leidel

Mikrobiologie u. Infektionsmedizin in Köln

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