Corona-Ende: Impffortschritt in Deutschland

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Durch die Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus ist es möglich, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Sind genügend Menschen der Bevölkerung geimpft, sinkt die Ansteckungsrate und in der Folge auch die Zahl der Todesfälle. Wie weit ist der Impffortschritt in Deutschland?

impffortschritt
© Getty Images/Inside Creative House

Übersicht:

Impffortschritt in Deutschland

In der Grafik ist der aktuelle Impffortschritt in Deutschland angegeben. Sofern das Virus sich nicht durch Mutationen so verändert, dass die Impfungen wirkungslos wären, ist laut Studien zufolge ein wichtiges Ziel erreicht, wenn 85 Prozent der Bevölkerung immun sind.

Dann ist es möglich, dass die Inzidenzzahlen auf einem niedrigen Niveau bleiben. Sind viele Menschen in der Bevölkerung immun, kann dies zu einer Herdenimmunität führen. Die Folge wären dann weniger Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, was auch das Risiko einer Ansteckung für Ungeimpfte reduzieren würde.

In der Darstellung können Sie sehen, wie weit der Impffortschritt in Deutschland ist. Die Zahlen werden täglich aktualisiert und sind nach Erst-, Zweit- und Drittimpfung aufgeschlüsselt.

Sich und andere schützen: Warum manche Menschen nicht geimpft werden

Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff und die Menschen werden lernen müssen, mit ihm zu leben. Mit der Schutzimpfung, die es seit Dezember 2020 gibt, können jedoch Ansteckungen reduziert und schwere Verläufe sowie Todesfälle reduziert werden. Dabei ist nicht nur der Eigenschutz wichtig. Ist ein gewisser Anteil der Bevölkerung geimpft, wird die Verbreitung im Land insgesamt reduziert. Nach aktuellen Berechnungen ist das in Deutschland der Fall, sobald 85 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Corona-Impfung erhalten haben oder durch überstandene Infektion und Impfung immun gegen SARS-CoV-2 sind. Aber was ist mit den restlichen Menschen?

Menschen, die beispielsweise durch eine aktuell durchgeführte Chemotherapie ein schwaches Immunsystem haben, sowie die meisten Schwangeren, Stillenden und Kinder erhalten zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Corona-Schutzimpfung. Um auch diese Gruppen zu schützen, ist es wichtig, dass so viele Personen wie möglich immun sind. So kann die Verbreitung eingedämmt und die Wahrscheinlichkeit, dass nicht geimpfte Menschen Corona bekommen, reduziert werden.

Wie errechnet sich die Herdenimmunität?

Epidemiologische Modelle und Berechnungen ergeben den Wert, der für eine ausreichende Immunität erreicht werden muss. Wichtig hierfür ist die Basisreproduktionszahl R0. Sie gibt an, wie viele Personen eine infizierte Person anstecken würde, wenn niemand in der Bevölkerung immun wäre. SARS-CoV-2 breitet sich dann zum Beispiel nur so lange aus, bis der Wert unter 1 ist. Komponenten wie das Kontaktverhalten der Menschen und die Bevölkerungsdichte spielen dabei aber auch eine wichtige Rolle.

Bei Masern liegt die erforderliche Immunität im Land bei 95 Prozent. Diese Zahl errechnet sich aus dem R0-Wert, der bei Masern bei 12 bis 18 liegt. Die Basisreproduktionszahl bei SARS-CoV-2 liegt im Mittel bei 3,3 bis 3,8. Daraus ergibt sich eine notwendige Herdenimmunität von 80 Prozent. Diese Zahl kann sich allerdings ändern, zum Beispiel, wenn eine Virusvariante infektiöser ist als die bisher bekannten.

Corona: Spätfolgen und Langzeitfolgen von COVID-19
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Herr Dr. Jan Leidel

Mikrobiologie u. Infektionsmedizin in Köln

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