Massagearten

Thai-Massage - mit vollem Körpereinsatz

Eine Thai-Massage hat nichts mit Rotlichtmilieus zu tun. Hier geht es anders zur Sache: Der Thai-Masseur knetet einen nach allen Regeln seiner Kunst durch. Dazu benutzt er nicht nur seine Hände. Mal drückt er den Ellbogen rein, mal rollt er die Unterarme über die Haut oder bearbeitet den Rücken mit seinen Füßen.

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Der Thai-Masseur knetet einen nach allen Regeln seiner Kunst durch.
Getty Images/iStockphoto

NUAD Thai – wie die Thai-Massage auf thailändisch heißt – soll Verspannungen lösen und die Beweglichkeit erweitern. Ziel ist es, den Energiefluss des Körpers zu stärken und das körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden zu fördern. Dabei folgt die Thai-Massage einem Grundgedanken der chinesischen Medizin: der Vorbeugung. Eine Behandlung soll dann stattfinden, wenn die Krankheit noch gar nicht existiert.

Die Thai-Massage stammt übrigens aus Indien. Sie geht zurück auf den Arzt Jivaka Kumar Bhaccha, einen Zeitgenossen Buddhas. Die Wurzeln der Behandlung liegen in der ayurvedischen Medizin, wie sie bereits vor mehr als 2.500 Jahren in Indien entstand. Nach Thailand gelangte die Thai-Massage vermutlich mit der Verbreitung des Hinayana-Buddhismus. Im Laufe der Jahrhunderte kamen zu den indischen und ceylonische auch Einflüsse aus der chinesischen Heilkunde hinzu.

Der Masseur läuft auf dem Körper

Die Thai-Massage ist eine Mischung aus Akupressur, Reflexzonenmassage, Yoga, Energiearbeit und Meditation. Sie wird auf einer Matte am Boden praktiziert, nicht auf einem Massagetisch. Das erlaubt dem Masseur, sein ganzes Körpergewicht einzusetzen. Der Massierte bleibt leicht bekleidet. Es wird kein Massageöl eingesetzt. Das würde die Griff-Festigkeit des Masseurs einschränken.

Im Unterschied zu klassischen westlichen Massageformen orientiert sich die Thai-Massage nicht an der Anatomie des menschlichen Körpers, sondern an den sogenannten Meridianen (Energielinien) der chinesischen Heilkunde. Der Masseur knetet lokale Punkte, die durch ihre Fernwirkung auch innere Organe positiv beeinflussen sollen. NUAD Thai besteht aus zahlreichen Dehn- und Streckbewegungen sowie aus unterschiedlichen Drucktechniken. Dazu setzt der Masseur Handflächen, Daumen, Füßen, Ellbogen und Knien ein. Typisch ist das sogenannte Walking. Dabei läuft der Masseur auf dem Körper mit den Händen oder den Füßen.

Eine ganzheitliche Traditionelle Thai-Massage kann bis zu drei Stunden dauern. Das übliche Maß hierzulande beträgt ein bis zwei Stunden. Eine Behandlung kostet zwischen 50 und 90 Euro. Gesetzliche Krankenkassen zahlen die Thai-Massage bislang nicht, obwohl sie als Therapieform von vielen Ärzten und Kurkliniken geschätzt wird.

Thai-Massage: Besonders gut gegen Kopf- und Rückenscherzen

Eine Thai-Massage fördert die Durchblutung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur. Die Muskeln werden gedehnt und gestärkt, die Wirbelsäule entlastet und der Bewegungsspielraum erweitert. Sie harmonisiert den Blutfluss und aktiviert den Lymphfluss. Besonders wirksam ist sie bei Kopf- und Nackenschmerzen, chronischen Rückenschmerzen sowie körperlicher und geistiger Überanstrengung. Aber NUAD Thai hilft auch bei Verdauungsproblemen, Schlafstörungen und innerer Unruhe. Durch eine tiefe Atmung und die ruhigen, fließenden Bewegungen entsteht eine weitreichende Entspannung. Körper und Geist können sich erholen und neue Kraft schöpfen. Eine regelmäßige Thai-Massage empfiehlt sich daher vor allem zur Prävention von Krankheiten.

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Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2007
Quellen: Nach Informationen des NUAD-Instituts für Traditionelle Thai-Massage in Berlin und des NUAD-Instituts für Traditionelle Thai-Massage in München

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