Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Radicchio

Der rote Cousin des Chicorées besticht durch seine leuchtende Farbe und gesunde Inhaltsstoffe. Die bittere Note im Radicchio verschwindet mit ein paar Tricks

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: der Radicchio.

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Radicchio sieht mit seinen intensiv roten Blättern und den weißen Blattadern dekorativ aus. Ihn am Tellerrand liegen zu lassen, wäre jedoch Verschwendung.
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Um die Radicchio-Stücke im Mischsalat machen Menschen, die bitteren Geschmack fürchten, einen Bogen. Dabei nimmt ein kurzes Bad in lauwarmem Wasser den roten Blättern ihren stechenden Geschmack. Es hilft außerdem, den Salatkopf von den äußeren Blättern zu befreien. Radicchio schmeckt dann zwar immer noch sehr intensiv, aber eher nussig.

Bitterstoffe und Anthocyane im Radicchio

Die herbe Note hat ihren Ursprung im anregenden Bitterstoff Intybin. Daneben stecken im Radicchio Anthocyane, rot-violette Pigmente, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Außerdem bringen es die weiß geäderten Blätter auf einen hohen Gehalt von Vitamin C, verschiedenen B-Vitaminen, Kalium, Phosphor und Kalzium. Weil ein Radicchio-Kopf zum größten Teil aus Wasser besteht, kommt er nur auf 13 Kilokalorien pro hundert Gramm.

Radicchio als lagerfähiger Wintersalat oder Grillgemüse

Eigentlich gehören die roten Radicchio-Rosetten wie die Wegwarte zu den Zichorien. Eng verwandt ist der Radicchio mit Endiviensalat und Chicorée. Er kam aus Italien, wo Radicchio bis heute hauptsächlich angebaut wird, und übersteht sogar milde Fröste. Durch die kompakte, enge Struktur sammeln sich in den Köpfen selten Schmutz oder Krabbeltiere. Außerdem lässt sich der Radicchio, genau wie Zuckerhut und andere Wintersalate, dadurch gut lagern. Er hält es sogar ein paar Wochen aus. Frisch schmeckt er aber am besten.

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Ein Radicchio-Risotto ist hübsch anzusehen und liefert dem Körper reichlich Vitamin C sowie sekundäre Pflanzenstoffe.
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Eine gute Figur macht Radicchio – auch im wörtlichen Sinn – neben dem Klassiker als Salat zum Beispiel in einem Risotto, das mit Gorgonzola verfeinert wird. Oder beim Wintergrillen mit dem saisonalen Gemüse als Radicchio-Päckchen mit Walnüssen und Ziegenkäse.

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Letzte Aktualisierung:05. Dezember 2013

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