Nahrungsergänzungen
Trendkost Algen: Wirklich so gesund?
Appetitlich sehen sie nicht gerade aus, die grünen, schleimigen Algen aus dem Meer. Trotzdem haben Algen-Produkte in den letzten Jahren auf dem deutschen Markt an Bedeutung gewonnen, allein die trendigen Fischröllchen Sushi haben den Algen-Import nach Deutschland kräftig angekurbelt. Doch ist die fernöstliche Spezialität für uns Europäer wirklich so gesund?
Ungefähr 25.000 Algen-Arten leben in den Meeren und Seen dieser Welt, von winzig kleinen Einzellern bis zu meterlangem Tang reicht ihre Artenvielfalt. In fernöstlichen Ländern gelten Algen in Form von Seetang, so genannte Makroalgen, als Delikatesse und sind Bestandteil der traditionellen Küche.
Der Jodgehalt ist oft bedenklich hoch
Was für Menschen im asiatischen Raum durchaus gesund ist, kann jedoch für Mitteleuropäer gesundheitlich bedenklich sein. Algen enthalten zum Beispiel große Mengen an Jod. Da die Menschen im fernöstliche Raum ständig ausreichend mit Jod versorgt sind, besteht dort auch bei hohen Dosen keine gesundheitliche Gefährdung.
Deutschland gilt jedoch als so genanntes
Mikroalgen gibt es in der Apotheke
Bei vielen Vegetariern haben die so genannten Mikroalgen in den letzten Jahren Karriere gemacht. Sie werden in getrockneter Form, als Pulver oder Kapseln in Apotheken und Naturkostläden verkauft. Ihre prominentesten Vertreter heißen Spirulina und Chlorella.
Sie enthalten besonders viel hochwertiges Eiweiß und werden als hervorragendes Nahrungsergänzungsmittel gehandelt. Außerdem enthalten sie einen Cocktail von Vitalstoffen: Mineralien, Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Selen. Spirulina-Algen sind zusätzlich besonders reich an Betakarotin, Folsäure und Chlorophyll.
Chlorella-Algen enthalten einen hohen Vitamin-C-Anteil und Vitamine aus dem B-Komplex. Durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe sollen Mikroalgen die Stoffwechselprozesse im Körper unterstützen und die Zellerneuerung anregen. Billig ist diese Form der Nahrungsergänzung jedoch nicht. Wer sich an die empfohlene Dosierung hält, kommt pro Monat leicht auf 100 bis 200 Mark.
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