Burnout-Kolumne (9)

Fernsehlicht und Leber rauben uns den Schlaf

Über die Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen

Burnout: Schlafstörungen durch Fernsehen
Blaues Fernsehlicht raubt den Schlaf. Für Burnout-Gefährdete sollte es deshalb öfters heißen: Glotze aus!
(c) Ryan McVay

Was haben die Leber und Fernsehgewohnheiten gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts. Menschen mit Schlafproblemen sollten jedoch beides im Auge behalten.

Fast jeder Patient mit Burnout leidet unter Ein- und Durchschlafstörungen. Wer nicht genügend Tiefschlafphasen hat, ist trotz langer Nacht am nächsten Morgen gerädert. Die Ursachen für Schlafstörungen sind sehr vielschichtig. Es lohnt sich, vor allem unsere Leber und die Fernsehgewohnheiten genauer zu betrachten. Beide spielen eine große Rolle, wenn es um gesunden Schlaf geht.

Schlaflos zur Leber-Zeit

Mit chronischen Schmerzen kann man nicht schlafen. Aber auch weniger bewusste "Schmerzen" wie Organstörungen können uns nachts wachhalten. Die traditionelle chinesische Medizin und die Naturheilkunde führen Wachzeiten auf Fehlfunktionen der Organe zurück, die zum jeweiligen Zeitpunkt ihre Hauptarbeitszeit haben. Die Leber ist zum Beispiel meisten nachts zwischen ein und drei Uhr aktiv. Sie wird schnell durch Medikamente, Alkohol und Stress überlastet. Liegen Sie zur "Leber-Zeit" wach im Bett, haben regelmäßig Alpträume oder sogar Herzklopfen, so sollten Sie Ihre Leber von einem naturmedizinisch erfahrenen Arzt überprüfen lassen.

Fernseh-Licht macht wach

Fernsehen gehört für viele zum abendlichen Ritual - und wird so zur Ursache für Einschlafstörungen. Unser Gehirn erkennt an den warmen Gelb- und Orangetönen des Sonnenunterganges, dass es auf Nachtruhe umschalten muss. Die Fernsehgeräte strahlen aber ganz viele Blautöne aus - so wie beim Mittagslicht der Sonne. Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte deshalb abends die Flimmerkiste lieber auslassen.  Wollen Sie darauf nicht verzichten, können Sie neben den Fernseher eine angeschaltete Salzlampe oder auf den Tisch eine brennende Kerze stellen. Die Gelbtöne signalisieren Ihrem Gehirn, dass es Abend ist und bald die Nachtruhe beginnt.

Lebensrhythmus finden

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, deswegen kann ein fehlender Lebensrhythmus - zum Beispiel durch viele Schichtdienste - ebenfalls Schlafstörungen verursachen. Einschlafstörungen sind meist auf die Psyche, auch Ängste, Sorgen und fehlendes "Abschalten" zurückzuführen. Der Mensch braucht abends ungefähr zwei Stunden, um runterzukommen. Wer lange arbeitet, zur schnellen Entspannung vielleicht noch Alkohol trinkt, kann zwar einschlafen, leidet aber bald unter Durchschlafstörungen. Ein gutes Buch lesen, ein paar Yoga-Übungen oder ähnliches oder einfach einen Spaziergang durch die Nacht - all das kann beim Einschlafen helfen.

Lassen Sie vor allem die Hände weg von Schlaftabletten. Sie haben einen schnellen Gewöhnungseffekt und führen nur zu weiteren Leberstörungen mit Durchschlafproblemen.

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Letzte Aktualisierung: 11. März 2014

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