Matratze, Lattenrost und gesunder Schlaf

Gut schlafen: Tipps für Matratze und Lattenrost

Tiefer, gesunder Schlaf ist keine Frage des Glücks. Die richtige Matratze ist ausschlaggebend. Mit dem richtigen Equipment fürs Bett können selbst Schlafsensibelchen ihre wohl verdiente Ruhe finden.

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Die richtige Matratze beschert dem Körper die nötige Entspannung.
(c) Getty Images

Die Gardinen sind garantiert lichtundurchlässig, das Zimmer wohl temperiert, der Straßenlärm ausgesperrt. Der erholsamen Nachtruhe sind Tür und Tor geöffnet. Doch falsch gedacht. Viele Schlaf Suchende wälzen sich Nacht für Nacht in den Federn und haben Probleme, durchzuschlafen oder schlafen erst gar nicht ein. Fragt man Schlafforscher oder Orthopäden, so sind die Schlafprobleme häufig hausgemacht, denn nur die richtige Matratze in Kombination mit gutem Lattenrost und Kissen beschert dem Körper die nötige Entspannung.

Welche ist die richtige Matratze?

Nur die richtige Matratze schafft es, dass man ohne Verspannungen durch die Nacht kommt. Kaltschaum, Latex, Viskose oder Federkern; die Wahl für die richtige Matratze ist vor allem eine Frage der Schlafgewohnheit, aber auch der Körpergröße und der Neigung zu Nachtschweiß. Am besten liegt man im Geschäft Probe und testet mehrere Schlafpositionen, um herauszufinden, welcher Herstellungstyp den wohligsten Schlaf verspricht.

Sie haben die richtige Matratze gefunden, wenn sie die S-Form der Wirbelsäule unterstützt, also wenn sie die Beine, Halswirbelsäule und Taille stützt und an Schultern und der Hüfte nachgibt. Menschen, die viel schwitzen, sollten sich für eine atmungsaktive Federkernvariante entscheiden. Sehr große oder kleine Personen sind hierbei mit einer Taschenfedernkern-Matratze am besten beraten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Härtegrad. Ist die Matratze zu nachgiebig, hängt die Wirbelsäule durch. Das kann Fehlhaltungen verstärken und zu Schmerzen führen. Bei einer zu harten Matratze kann der Körper nicht richtig einsinken und die Wirbelsäule wird gekrümmt. Früher galt die Empfehlung, bei Rückenbeschwerden besonders großer Härte walten zu lassen. Heute raten Orthopäden eher zu einer mittelharten Matratze. Harte Varianten wiederum sind die richtige Wahl für alle Menschen ab 80 Kilogramm. Teilen sich ein Leicht- und ein Schwergewicht das Bett, so sind zwei verschiedene Matratzen mit zwei angepassten Lattenrosten die beste Lösung.

Lattenrost und Kissen

Die gute und richtige Matratze ist nichts ohne den richten Lattenrost. Damit beide ein gutes Team für erholsamen Schlag abgeben und sich in ihrer Wirkung unterstützen, sollten sie unbedingt aufeinander abgestimmt sein. Weiche Matratzen brauchen eine relativ harte Unterfederung, harte wiederum eine sehr flexible. Die Lattenabstände der Roste sollten nicht größer als vier bis fünf Zentimeter sein, sonst hängt die Matratze durch. Nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren büßt ein Lattenrost seinen Federeffekt ein. Wer sich ungern trennt und deswegen auf ein Futon setzt, bringt sich jedoch um entspannten Schlaf, denn ein Futonbett gibt selbst bei schwereren Personen kaum nach, was Verspannungen auf den Plan ruft.

Auch der Kopf will übrigens gut gebettet sein. Ideale Kissen stützen den Kopf so, dass sich die Halswirbelsäule nicht zu stark krümmt, während die Schulterpartie entspannt auf der Matratze liegt. Ein schmales, rechteckiges Kissen mit einem Maß von 40 mal 80 Zentimeter gewährleistet eine ergonomische Schlafposition. Der Grund: Die rechteckige Ausführung hat im Vergleich zur klassischen 80/80-Version den großen Vorteil, dass sie nur den Kopf und Nacken stützt und nicht bis zu den Schultern reicht, wodurch Krümmungen der Wirbelsäule vermieden werden. Die richtige Matratze sollte also mit dem passenden Lattenrost und guten Kissen zur Unterstützung der natürlichen Wirbelsäulenhaltung kombiniert werden.

15 Tipps für besseren Schlaf

Autor:
Letzte Aktualisierung: 19. August 2012
Quellen: Nach Informationen von RP Online und Allnatura

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