Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Die Zwiebel

Zwiebeln sind als Gemüse und Hausmittel vielseitig und beugen sogar Krebs vor

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: die Zwiebel.

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Heilpflanze des Jahres 2015: Die Farbe roter Zwiebeln wird durch sekundäre Pflanzenstoffe, die Anthocyane, hervorgerufen.
Getty Images/iStockphoto

Es gibt sie in rot, weiß, braun, gelb. In Ringen, Würfeln oder halbiert. Und sie schmeckt gedünstet, roh, gegrillt, karamellisiert, im Kuchen… Die Einsatzmöglichkeiten der Gemüsezwiebel sind nahezu unbegrenzt. Allen Sorten - von Schalotte über Stuttgarter Riesen bis hin zur Silberzwiebel - gemein ist ihr hoher Gehalt an Vitamin C und Kalium. Dabei enthalten Zwiebeln pro Stück nur etwa 20 bis 30 Kalorien und kaum Fett.

Antibakterielle Inhaltsstoffe bescheren der Zwiebel ihren Ruf als Allerwelts-Hausmittel. Sie hilft zum Beispiel gegen Mittelohrentzündung und Erkältung oder wirkt abschwellend nach einem Insektenstich. Genau wie im Knoblauch, mit dem Zwiebeln eng verwandt sind, stecken in ihnen große Mengen der schwefelhaltigen Aminosäure Alliin. Sie wirkt antioxidativ und damit Krebs vorbeugend.

Zwiebelstoffe sollten Wühlmäuse zum Weinen bringen

Lagern lassen sich Zwiebeln im Winter problemlos mehrere Wochen bis Monate, wenn sie trocken und luftig aufbewahrt werden. Angeschnittene Zwiebeln sollten aber nur luftdicht verpackt in den Kühlschrank kommen. Sonst übertragen sie ihren intensiven Geschmack auf alles, was rundherum liegt. Wem rohe Zwiebeln ohnehin zu scharf sind: gedünstet schmecken sie milder und fast süßlich.

Die Schärfe verdankt das Gemüse den enthaltenen ätherischen Ölen. Dass das Zwiebelschneiden uns zum Weinen bringt, liegt aber an zwei Substanzen in den Zwiebelzellen, die beim Schneiden frei gesetzt werden, chemisch miteinander reagieren und einen augenreizenden Stoff bilden. Wahrscheinlich entstand diese "Reaktion" der Zwiebel als Abwehrmechanismus gegen gierige Fraßfeinde wie Wühlmäuse. Heute gibt es allerdings kaum noch wilde Speisezwiebeln.

Essen gegen Krebs

Autor:
Letzte Aktualisierung: 01. Februar 2015
Quellen: Informationen des Fachverbands Deutsche Speisezwiebel; Gingras, D./Béliveau, R.: Krebszellen mögen keine Himbeeren; Kösel 2007.

Beitrag zum Thema aus der Community
  • Expertenrat Kinder- und Jugendmedizin
    Zwiebelsaft bei BAby?
    22.11.2012 | 14:23 Uhr

    Hallo, da unser Baby (8,5 Monate) heute nacht stark hustete, wollte ich heute einen...   mehr...

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