Tipps für Ihre Haut im Winter

Die beste Hautpflege bei Kälte

Sinken die Außentemperaturen, nimmt mit der Luftfeuchte nicht nur die Hautfeuchtigkeit ab, sondern auch die Talgproduktion. Die Haut wird im Winter trocken, spröde, reizbar und empfindlich. Das gilt besonders für die der Kälte ausgesetzten Partien: Gesicht, Lippen, Ohren und Hände.

Die beste Hautpflege bei Kälte
Auch im Winter braucht die Haut einen guten Sonnenschutz.
(c) Getty Images/iStockphoto

Es gilt die Hautpflege im Herbst und Winter so anzupassen, als hätten Sie einen trockeneren Hauttyp. Das kann bedeuten, auf eine fettere, reichhaltigere Gesichts- und Handpflege umzustellen. Für manche „gesunde Männerhaut" kann es bedeuten, überhaupt zu einer geeigneten Pflege zu greifen. Das beginnt mit dem Eincremen aller trockenen Hautpartien nach dem Duschen.

Trockene Gesichtshaut ist nach dem Waschen dankbar für eine leichte Pflegecreme vom Typ Öl-in-Wasser (O/W-Emulsion, abwaschbar, zieht gut ein, nicht fettglänzend). Wer trockene Haut hat, kann unter die Tagespflege zusätzlich eine spezielle Feuchtigkeitscreme auftragen. Spannt die Haut dann noch immer, wird das Auftragen wiederholt – bei Bedarf mehrmals täglich. Nachtcremes bieten eine mehr Fett spendende, effektivere Pflege.

Trockene Heizungsluft im Winter – was tun zur Hautpflege?

  • Ziel: relative Luftfeuchtigkeit 40 bis 60 Prozent.

  • Räume nicht überheizen: 20 bis 22 Grad Celsius genügen für Wohnräume, 16 bis 18 Grad fürs Schlafzimmer, alles andere ist für die Haut nicht gesund.

  • Mit Wasser gefüllte Gefäße an Heizungen hängen oder einfach obendrauf stellen.

  • Regelmäßig reinigen und lüften!

  • Effektiver, aber stromintensiv und anfällig für Verkeimung sind elektrische Luftbefeuchter.

  • Ideale Luftbefeuchter sind Zimmerpflanzen wie Zyperngras - auch oft Papyrus genannt, Zimmerlinde, Drachenbäume, Farne und Efeu, Hibiskus, Schefflera und Korallenbaum, die zudem Schadstoffe aus der Luft filtern.

Wasser trocknet die Haut im Winter stärker aus

Seltsam, aber wahr: Wasserkontakt hält die Haut nicht feucht, sondern trocknet sie aus, vor allem im Winter. Je länger und wärmer, desto mehr wasserbindende Substanzen werden aus der Oberhaut herausgelöst. Deshalb gehört ins Badewasser immer ein rückfettender Badezusatz, zur Not ein Schuss Hautöl oder normales Olivenöl.

Und wichtigste Regel: Nach dem Baden oder Duschen immer Eincremen. Die Körperlotion darf im Winter, wie jede Hautpflege, etwas fetter sein. zur Not ein Schuss Hautöl oder normales Olivenöl. Nach dem Baden oder Duschen immer Eincremen.

Kälteschutz für Skifahrer-Haut an Händen und im Gesicht

Sie arbeiten im Freien oder freuen sich auf den ? Vergessen Sie neben warmer Kleidung nicht Haut- und Lichtschutz für Gesicht, Lippen und Hände. Schutz vor Kälte und Austrocknung bieten salbenartige, fette Zubereitungen, also Wasser-in-Öl-Emulsionen. Im Winter empfehlen sich Kälteschutzsalben für die Haut, die wenig oder kein Wasser enthalten und nicht auf der Haut gefrieren. Eine solche Gesichtsschutzcreme ist ein Muss für jeden Skifahrer. Bedenken Sie: Die Kombination aus schneidender Kälte und Fahrtluft zum Beispiel beim Skilaufen kühlt die Gesichtshaut in Sekunden auf Temperaturen weit unter Lufttemperatur. Wird sie nicht durch eine Fettschicht geschützt, können Erfrierungen auftreten. Besonderen Schutz brauchen die Lippen: Ein kältegeeigneter Fettstift schützt diese besonders empfindliche Partie.

Sonne brennt auch im Winter auf der Haut

Unterschätzt wird oft die Intensität der ultravioletten (UV) Strahlung im Winter. Zwar schwächt der winterliche Sonnentiefstand die Intensität der Sonne ab, von der Kälte lassen sich UV-Strahlen aber nicht beeindrucken. Sonnenentwöhnte Haut ist ebenso im Winter von einem Sonnenbrand gefährdet, erst recht, wenn Eis- und Schneeflächen das Sonnenlicht stark reflektieren oder wenn in den Bergen die UV-Intensität mit der Höhe deutlich zunimmt – selbst bei verhangenem Himmel und Minusgraden. Entsprechend hoch muss der Lichtschutzfaktor der Creme gewählt werden, mit der alle Stellen geschützt werden sollten, die der Sonne ausgesetzt sind.

Fragen Sie einfach in Ihrer Apotheke nach speziellen wintergeeigneten Lichtschutzmitteln. Sie haben meist eine fette Grundlage, die eine Austrocknung der Haut verhindert. Die Lippen, die über kein Pigment und keine Hornschicht verfügen, brauchen besonderen Schutz: einen gut fettenden Stift mit höchstem Lichtschutzfaktor.

Wenn die Haut „gefriert"

Vor allem beim Winterbergsteigen und beim Skifahren, aber auch beim Rodeln oder Eislaufen, kann es im Winter zu Erfrierungen der Haut kommen. Besonders gefährdet sind Nase, Ohren, Finger und Zehen. Anfangs versucht der Körper, durch stärkere Durchblutung das Gewebe zu erwärmen. Gelingt dies bei anhaltender Kälteeinwirkung nicht, ziehen sich die Hautgefäße zusammen. Die Haut wird blass, es schmerzt stechend. Infolge der schlechten Durchblutung kühlt die Haut weiter ab. Vorbeugend hilft im Winter – neben warmer Bekleidung und vernünftigem Verhalten – eine wasserfreie Kälteschutzsalbe - sie wird oft auch Cold Creme genannt.

Erste Hilfe bei Erfrierung

  • Aufwärmen des Körperkerns durch heiße, gezuckerte Getränke (kein Alkohol).
  • Wärmen des erfrorenen Körperteiles am eigenen Körper etwa indem Sie die Hand in die Achselhöhle legen.
  • NICHT: Einreiben mit Schnee, massieren, anhauchen.
  • Wenn möglich, betroffenes Körperteil aktiv  bewegen.
  • Geheizte Räume aufsuchen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 04. November 2016
Quellen: Aus "Wissen und Gesundheit"

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