Bewegung hilft Frauen in vielerlei Hinsicht

Sport in den Wechseljahren: Sechs gute Gründe, jetzt loszulegen

Sportlich durch die Wechseljahre: Gezielte Bewegung hilft Frauen in der Lebensmitte, gesund und fröhlich zu bleiben. Ganz nebenbei nützt Sport nach der Menopause der Schönheit, den Knochen und der schlanken Linie.

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Sport unterstützt Frauen dabei, gesund, attraktiv, fit und fröhlich durch die Wechseljahre zu kommen. Geeignet sind unter anderem Pilates, Joggen, Walking und Radfahren.
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Viele Frauen fühlen sich von ihren Wechseljahren überrumpelt und den teils heftigen Symptomen ausgeliefert. Gegen diese Hilflosigkeit nach der Menopause ist Sport einer der wichtigsten Schlüssel. Wir zeigen Ihnen, warum.

Sport in den Wechseljahren stärkt Muskeln und Knochen, sorgt für Stressabbau und gute Laune. Dazu fördert Bewegung eine schlanke, straffe Silhouette. Zugleich sollten Frauen in der Lebensmitte darauf achten, Ihre Gelenke zu schonen. Welche Sportarten sich am besten dazu eignen, sehen Sie hier:

Die besten Sportarten für die Wechseljahre
 

1. Sport schönt die Energiebilanz und schmilzt Fettpölsterchen

Kaum ist das Ende der fruchtbaren Phase erreicht und tritt die Menopause ein, haben viele Frauen mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, die ihnen früher fremd waren. Trotz unveränderter Ernährungsgewohnheiten können sich um Hüfte und Bauch, aber auch Po und Busen herum Extrapfunde breitmachen. Der Grund ist der veränderte Hormonhaushalt, der sich auf den täglichen Kalorienbedarf auswirkt. Zusätzlich fanden Forscher kürzlich heraus, dass in der Lebensmitte eine Art genetische Essbremse im Gehirn versagt.

Das erschwert Frauen in den Wechseljahren zusätzlich, ihr Gewicht zu halten oder abzunehmen. Eine wertvolle Unterstützung im Kampf gegen die Kilos bietet Sport: Eine Kombination aus Ausdauersport und Muskelkräftigung wirkt dabei am besten und gleicht so manche süße Sünde oder den Heißhunger auf Chips aus.

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2. Bewegung macht gute Laune und stabilisiert die Psyche

Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zehren während der Wechseljahre zusätzlich an den Nerven. Auch hier schafft sportliche Aktivität Abhilfe: Eine Joggingrunde um den Block lässt Sie familiären Ärger vergessen und macht den Kopf frei für gute Gespräche. Das schafft die Bewegung, indem sie die Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) vorantreibt und die von Stresshormonen wie Cortisol gleichzeitig bremst.

Das gilt besonders, wenn sich Frauen in den Wechseljahren zu Trainingsgruppen zusammenfinden und sich zum Beispiel im Fitnessstudio oder zum Nordic Walking verabreden. Dann macht der sportliche Stressabbau noch mehr Spaß. Und es ist leichter, den inneren Schweinehund zum Laufen, Schwimmen oder Radfahren zu überreden, wenn die beste Freundin schon wartet.

3. Sport in den Wechseljahren erhöht die Ausdauer und verhindert Herzkrankheiten

Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen und Walken stärken das Herz-Kreislauf-System und verbessern die Kondition. Die Bewegung beugt dadurch der Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vor, die wiederum ein wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall ist. Noch dazu verringert Sport die Entstehung von ungesundem Übergewicht in den Wechseljahren, was dem Herzen zusätzlich gut tut.

4. Aktivität ist gut fürs Gehirn und hält mental voll fit

Sport baut nicht nur Muskel-, sondern auch Gehirnmasse auf. Das konnten Bochumer Mediziner vor kurzem zeigen. Der Clou daran: Ausdauersport stellt keine Alternative zum Gehirnjogging dar, sondern ergänzt es sinnvoll und höchst effektiv. Gerade in den Wechseljahren haben viele Frauen Lust, etwas Neues auszuprobieren. Wer dabei zugleich Kopf und Körper fordert, schützt sich langfristig vor Demenz und hält seinen Körper so fit wie seinen Geist. Warum also nicht ein neues Hobby mit sportlicher Aktivität verknüpfen und sich zum Beispiel zu einem Kletterkurs anmelden?

5. Bewegung macht attraktiv und straff

Als Nebeneffekt des erhöhten Grundumsatzes durch Sport während der Wechseljahre bleiben Sie nicht nur schlank. Der Muskelaufbau verhilft außerdem zu strafferen Körperkonturen und einer besseren Durchblutung. Der Stressabbau durch Bewegung lockert außerdem die Gesichtskonturen und lässt sie weicher und voller erscheinen. Hanteltraining oder spezielle Stützübungen wirken darüber hinaus gezielt auf die Armmuskulatur – eine Problemzone vieler Frauen im Klimakterium

6. Regelmäßiger Sport stärkt die Knochen und beugt Osteoporose vor

Schon vor einigen Jahren kamen Nürnberger Wissenschaftler zum Schluss, dass sich "bewegte" Wechseljahre günstig auf die Knochenstruktur auswirken. Die Forscher hatten insgesamt 80 Frauen zwei Jahre lang mit Untersuchungen begleitet. Sie legen Frauen nach der Menopause einen Mix aus Ausdauersport und Krafttraining nahe.

Denn wer mindestens zwei Mal pro Woche etwa eine Stunde lang trainierte, steigerte damit die Knochendichte der Lendenwirbel. Zudem klagten die sportlichen Frauen im Vergleich zur Kontrollgruppe seltener über Rückenschmerzen während der Wechseljahre. Effektive Kräftigungsübungen für Frauen bieten außerdem Pilates-Stunden.

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