Schwangerschaft

Tipps für die Schwangerschaft

Mit einer Schwangerschaft können neben der Freude auch viele Fragen auftreten. Wie soll man zum Beispiel mit der morgendlichen Übelkeit umgehen? Oder was muss bei der Ernährung beachtet werden? Da können bereits ein paar einfache Tipps helfen, sich auf die Schwangerschaft leichter einzustellen.

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Bewegung in Maßen ist in der Schwangerschaft zu empfehlen.
(c) Getty Images/iStockphoto

Die gute Nachricht: Grundsätzlich können Sie Ihren gewohnten Tagesablauf weiter beibehalten, solange Sie in der Schwangerschaft ein paar grundsätzliche Tipps beachten:

Zunächst ist es besonders wichtig, dass Sie auf Genussmittel wie Tabak, Alkohol und Koffein ganz verzichten. Das gilt auch für die Zeit nach der Geburt, solange Sie Ihr Kind stillen. Falls Sie Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob die Wirkstoffe für den Fötus ein Risiko bergen. Das ist besonders in den ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft wichtig. Der Arzt kann Ihnen unter Umständen unbedenkliche Medikamente verschreiben, die genauso wirken wie Ihre bisherigen Arzneien.

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Lifeline/Wochit

Bleiben Sie sportlich und aktiv

Für sportliche Frauen gilt: Sie dürfen weiter Sport treiben, solange Sie es nicht übertreiben. Experten empfehlen sogar, sich in der Schwangerschaft in Maßen zu bewegen. Denn Studien belegen, dass körperlich aktive Schwangere seltener von körperlichen Beschwerden betroffen sind. Als Tipp: Radfahren, Schwimmen oder Aquafitness eignen sich besonders für Schwangere.

Aber auch Aerobic und Tanzen sind erlaubt. Geübte Joggerinnen dürfen auch weiterhin ihr Lauftraining in moderater Form fortsetzen, sollten aber wegen der Gewichtszunahme auf geeignetes Schuhwerk mit ausreichend Dämpfung achten. Für Leistungssportler empfiehlt es sich, die Belastung deutlich zu reduzieren.

Die Ernährung sollte vollwertig und abwechslungsreich sein

Beim Thema Ernährung gelten für Schwangere grundsätzlich die gleichen Tipps wie für Nicht-Schwangere. Der tägliche Essensplan sollte also auch während der Schwangerschaft viele gesunde und frische Lebensmittel enthalten. Außerdem empfiehlt es sich, für Abwechslung zu sorgen, die Speisen möglichst frisch zuzubereiten und viel Obst und Gemüse zu verzehren. So versorgen Sie sich und Ihr Kind mit ausreichend Vitaminen und Spurenelementen.

Sehr fetthaltige Lebensmittel sollten Sie dagegen nur selten essen. Außerdem ist von Rohmilchkäse, rohem Fleisch und rohen Eiern abzuraten. Der Verzehr solcher Lebensmittel birgt die Gefahr, an einer Infektion wie zum Beispiel der Toxoplasmose oder der Listeriose zu erkranken. Eine Erstinfektion mit den Krankheitserregern erhöht das Risiko für Komplikation wie zum Beispiel einer Früh- oder Totgeburt.

Besonders wichtig ist für Schwangere, genügend Eisen, Jod und Folsäure zu sich zu nehmen. Ein Eisenmangel erhöht das Infektionsrisiko und macht müde. Zu wenig Eisen und Folsäure steigern das Risiko für Fehlbildungen des Kindes. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Frauenarzt, wie Sie sich ausreichend mit diesen Nährstoffen versorgen können.

Falls Sie unter morgendlicher Übelkeit leiden, versuchen Sie es mit einem kleinen Snack vor dem Aufstehen. Legen Sie sich zum Beispiel etwas Obst oder ein paar Kekse auf den Bettschrank und essen Sie es, bevor Sie in den Tag starten. Das lindert in vielen Fällen das Unwohlsein. Und geben Sie Ihrem Kreislauf etwas Zeit, wach zu werden. Stehen Sie dazu langsam auf und beginnen Sie den Tag in Ruhe.

Massagen wirken gegen Schwangerschaftsstreifen

Im Verlauf der Schwangerschaft dehnt sich der Bauch immer mehr aus. Das kann die Haut und das darunter liegende Bindegewebe überstrapazieren. Besonders bei Frauen mit einer anlagebedingten Bindegewebsschwäche können dann kleine Risse in der Körperhülle entstehen – die sogenannten Dehnungsstreifen, die man auch als Schwangerschaftstreifen bezeichnet. Sie zeigen sich vor allem am Bauch, aber auch im Hüft- und Brustbereich. Nach der Geburt hinterlassen die Streifen feine, sichtbare Narben.

Verhindern lassen sich Schwangerschaftsstreifen nicht. Trotzdem können ein paar wenige Tipps helfen, die feine Narbenbildung entscheidend abzuschwächen. Massieren Sie zum Beispiel bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft Ihren Bauch mit Ölen und pflegenden Lotionen ein. Dadurch halten Sie die Haut und das Bindegewebe weich und dehnbar. Wer zudem regelmäßig schwimmt und den Körper mit Gymnastik fit hält, fördert die Durchblutung und damit die Elastizität des Bindegewebes und der Haut.

Vor der Geburt sind Damm-Massagen empfehlenswert

Als weiterer Tipp für die Schwangerschaft: Massieren Sie regelmäßig den sogenannten Damm. Der Damm ist ein Teil des Beckenbodens. Er besteht aus Muskeln und Haut und bildet eine Art Brücke zwischen Scheide und After. Bei der Geburt kann der Damm reißen. Um einer Verletzung des Damms in Form eines Dammrisses vorzubeugen, können Sie diesen Bereich regelmäßig mit Massageölen massieren. Die Dammmassage fördert die Dehnbarkeit des Dammes und entspannt den Beckenboden.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. März 2010
Durch: Dirk Eichenlaub
Quellen: Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): www.familienplanung.de (Stand: Oktober 2010) Online-Informationen des Psychologischen Instituts (Abt. für Gesundheit & Sozialmedizin) der Deutschen Sporthochschule Köln: www.sportundschwangerschaft.de. (Stand: September 2010) Breckwoldt, M. et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme, Stuttgart 2008 Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. Walter de Gruyter, Berlin 2007

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